20.9.2015-1.5.2016

Gaststätten und Kneipen in Lage

Eine kleine Geschichte der Ausgehkultur

Die Ausstellung stellt anhand von 20 Betrieben die vielfältige Gastronomieszene der Stadt vor. Sie ist im ehemaligen Pferdestall der Ziegelei Beermann zu sehen.

Der Gastraum von Hardt's Bierstuben um 1961


Der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Lippischen Heimatbund und das LWL-Industriemuseum haben die Ausstellung gemeinsam erarbeitet. Sie zeigt nicht nur die gastronomische Vielfalt der Stadt, sondern erzählt auch die eine oder andere Geschichte rund um die Wirte und ihre Gäste.

Manche der vorgestellten Betriebe haben die Stadt oder die umliegenden Ortsteile über Jahrhunderte geprägt. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Schüler- und Studentenkneipen, langjährigen Familienbetrieben, Vereinsheimen, Traditionsgaststätten, Ausflugslokalen, Kirchkrügen bis hin zur Bahnhofsgastronomie.

Das Ehepaar Pepping hinter der Theke ihrer Gaststätte in der Friedrichstraße um 1955

Die Geschichte der lokalen Gaststättenkultur beginnt bereits 1538: Seitdem besitzt der "Alte Krug" seine Konzession. Im Laufe der Zeit haben in Lage viele Lokalitäten ihre Türen geöffnet - und auch wieder geschlossen. "Von 1906 bis 1970 erlebte die Lagenser Gastronomie ihre Blütezeit, da viele Betriebe von den Zieglervereinen, Studenten des Technikums, Burschenschaften oder anderen Vereinen lebten", erklärt LWL-Museumsleiter Willi Kulke.

Bei aller Vielfalt der gastronomischen Betriebe, haben sie doch eines gemeinsam: Sie sind Orte der Geselligkeit und Kommunikation. Die Lokale bilden einen Treffpunkt zum Austausch von Neuigkeiten, zum gemeinsamen Essen, Trinken, Spielen und Feiern, zum Erholen vom Alltag oder um schlichtweg zum Zeitvertreib.