Blick in die neue Dauerausstellung mit einem Modell der Zeche Zollern

Alte Verwaltung

Zeche Zollern

Menschen, Bergbau und Museum

Die neue Dauerausstellung im historischen Verwaltungsgebäude erzählt die Geschichte der Zeche Zollern im Spannungsfeld der technischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung.


Das Besondere: Über ein Leitsystem am Boden, "sprechende" Informationsstelen, Objekte, Fotos und Schriften zum Tasten sowie zahlreiche Hörstationen können sich blinde und sehbehinderte Besucher die Präsentation in den 15 Räumen eigenständig erschließen.

Darüber hinaus sind alle Vitrinen so konstruiert, dass Rollstuhlfahrer die Möglichkeit haben, die Exponate zu sehen und Texte zu lesen. Die beiden Etagen sind über einen Aufzug miteinander verbunden.

Von der Zeche zum Museum

Zeitlich spannt die Schau einen Bogen vom Bau der 1902 eröffneten „Musterzeche“ über die Betriebsgeschichte, Themen wie Krieg und Zwangsarbeit bis zur Umnutzung als Industriemuseum. Zu den herausragenden Exponaten gehören unter anderem Teile eines historischen Zechenmodells von Zollern mit Maschinenhalle, Schachthalle und Fördergerüst, das für die Lütticher Weltausstellung von 1905 angefertigt worden war. Eindrucksvoll auch eine Inszenierung mit 400 Personalkarten der namentlich bekannten Zwangsarbeiter Zollerns im Obergeschoss.

 

Inzsenierung mit 400 Personalkarten der namentlich bekannten Zwangsarbeiter von Zollern

Überall in der Ausstellung begegnen den Besuchern auf Fotos und in Interviews Menschen, die hier in den vergangenen über 100 Jahren auf der Zeche Zollern arbeiteten und das Geschick des Betriebes mitbestimmten - ob als Direktor, Hauer, Anschläger oder Zwangsarbeiter während der Kriegsjahre.

Eingangshalle der historischen Zechenverwaltung

Das historische Verwaltungsgebäude ist jetzt auf beiden Etagen als „begehbares Denkmal“ komplett erschlossen. Bei der Sanierung und Gestaltung sollte die frühere Nutzung des Gebäudes, in dem Büros, aber auch die Waschräume der Steiger untergebracht waren, sichtbar bleiben. So sieht der Besucher Farbreste an den Wänden, geflieste Wände, Duschköpfe und Waschbecken. Die prächtige Empfangshalle erstrahlt heute wieder in ihrer ursprünglichen Farbgebung.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Geschichte der Zeche Zollern.