Zeche Nachtigall

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Mobiles Angebot für Menschen mit Demenz

Kohle weckt Erinnerung

Dauer: ca. 1 Stunde
Teilnehmerzahl: maximal 10 plus Begleitperson
Kosten: 50 Euro pro Museumspädagogen plus Fahrtkostenpauschale

 

Bei diesem Programm aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten besuchen Bergleute alle zwei Wochen Einrichtungen der Altenpflege. Mitgebracht werden z.B. eine Wetterlampe, Kohle, ein Abbauhammer oder auch Küchenutensilien - Dinge, die in der nächsten Stunde gezeigt und entdeckt werden. Die Themen orientieren sich an der Lebenswelt und den Erfahrungen der Teilnehmer. Mit allen Sinnen erleben sie die mitgebrachten Objekte von der schweren Keilhaue bis zum Duft der Bergmannsseife. Im Idealfall erinnern sich die Bewohnerinnen und Bewohner an eigene Erlebnisse und unterhalten sich darüber.

Ein Filmbeitrag auf RTL-West, der im Altenzentrum der Diakonie Ruhr in Witten gedreht wurde, gibt einen Einblick in das Programm.

Die möglichen Themen:

Glück auf! der Steiger kommt - Bergbau und Steinkohle
Der Bergmann kommt direkt nach seiner Schicht zu den Bewohnern auf Einladung des Hauses, um mit ihnen über den Bergbau und die Steinkohle zu sprechen. Die Zeit drängte so sehr, dass Eile geboten war und der Gang in die Kaue ausfallen musste, so dass er nun im Grubenzeug zu Besuch ist. Mit dabei hat er u.a. Wetterlampe, Kohlenbrocken und Abbauhammer.

Kumpel Klaus hat Geburtstag - Alltag in Küche und Haushalt
Kumpel Klaus auf Zeche Nachtigall hatte Geburtstag und es ist noch Kuchen übrig geblieben. Dazu wird Kaffee frisch gemahlen. Auch Muckefuck steht als Vergleich bereit. Ebenso einfaches Blechgeschirr, welches im Haushalt mit unter üblich war. Es wird gemeinsam gegessen, getrunken und erinnert. Von der Einrichtung soll ein einfacher Blechkuchen, sowie Kaffee zur Verfügung gestellt werden.

Kaputtes Gezähe und Schuhe für die Pferde - Arbeit in der Werkstatt/Schmiede
Gegenstände und Werkzeug (Gezähe) aus dem Kleinzechenbergbau nach 1945 werden mitgebracht. Besonders Hufeisen und Miniaturambos aus dem Bereich der Schmiede sind dafür Symbole. Zeitungspapier, Holzstücken (Mutterklötzchen) und Kohle sind wichtig für das Entfachen eines Feuers z.B. in einem Kohlenofen oder einer Schmiedeesse.

Erbsensuppe und ein Staubbekämpfer - Essen auf der Arbeit
Bevor der Bergmann mit seiner Arbeit beginnt, wird erst mal gebuttert. Beliebt waren Schmalzbrote, die Kraft für die schwere Arbeit unter Tage geben. In anderen Bereichen der (Schwer-)Industrie brachten Arbeiter auch den Henkelmann von Zuhause mit. Am Ende der Schicht gab es in der Kaue oft ein Bier. Hierzu soll von der Einrichtung eine Probierportion Erbsensuppe (o.ä. Eintopf) gereicht werden. Schmalzbrote und Bier wären ebenfalls bereitzustellen.

Information und Anmeldung:
Börje Nolte - Diplompädagoge, freier Mitarbeiter
Tel. 0211 6887483
E-Mail: info@boerje-nolte.de