Zeche Hannover

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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18.09.2005 bis 26.03.2006 - LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Aufbau West

Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder

Das Projekt verstand sich als ein industriegeschichtlicher Beitrag zur Migrations- und Integrationsgeschichte der frühen Bundesrepublik und zur aktuellen Debatte um die Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen. In seinem Mittelpunkt stand der Beitrag der Flüchtlinge und Vertriebenen zu Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.

Ausstellung

Die Ausstellung begann mit einer großen Landkarte, die die Herkunftsregionen der Flüchtlinge und Vertriebenen zeigte. Viele dieser Regionen sind heute nur noch wenigen bekannt. Die Porträts bekannter Politiker und Künstler gaben ihnen ein Gesicht.

An Flucht und Vertreibung erinnerte eine Galerie mit zeitgenössischen Großfotos. Sie brachte die Besucherinnen und Besucher auf Augenhöhe mit den Flüchtlingen und Vertriebenen und ließ sie den Weg der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Westen symbolisch nachvollziehen. Unterbrochen war die Fotoserie durch einen Güterwaggon – dem Symbol für die Zwangsumsiedlungen und Deportationen des 20. Jahrhunderts: Hier wurde die Vorgeschichte von Flucht und Vertreibung angedeutet und im weiteren Verlauf der Ausstellung dann v.a. anhand der Lebensgeschichten der Zeitzeugen konkretisiert.

Die Station „Ankunft“ zeigte, welches Gepäck Flüchtlinge und Vertriebene noch dabei hatten, wie sie verteilt wurden, wie es dort aussah, wo sie untergebracht wurden und in welchen Provisorien sie und die Einheimischen zunächst leben mussten. Dass sich die Situation der Einheimischen unmittelbar nach Kriegsende in vielem nicht von der Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen unterschied, verdeutlichten die Lebensgeschichten zweier im Bombenkrieg evakuierter Ruhrgebietsbewohner. Eine zweite biografische Station dokumentierte die unterschiedlichen Lebenswege von fünf Frauen aus dem Osten, die – und das dürfte typisch für viele weibliche Lebensläufe der Zeit sein – weder geradlinig in den Westen führten noch dort zwangsläufig in die Industrie.

Industrien und Betriebe, in denen besonders viele Flüchtlinge und Vertriebene beschäftigt waren und gemeinsam mit den Einheimischen den Aufbau bewältigten, neue Akzente setzten oder Veränderungen anschoben, bildeten den Rahmen der Ausstellungsabteilung „Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Ausstellungsmodule dieses Rahmens vermittelten am Beispiel der Montan-, Bau-, Glas-, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie des Maschinenbaus Einblicke in die Industriegeschichte Nordrhein-Westfalens zwischen 1945 und 1961 und setzten sie im punktuellen Vergleich mit der Entwicklung in anderen Bundesländern in Beziehung. Den Industrie- und Betriebsgeschichten zugeordnet waren biografische Stationen in der Mitte des Raumes, in denen Männer und Frauen zu Wort kamen, die als Arbeiter und Arbeiterinnen, Betriebsräte und Betriebsleiter oder Unternehmer am wirtschaftlichen Wiederaufbau mitarbeiteten und ihn gestalteten. Ihre Lebensgeschichten zeigten, wie sich Flüchtlinge und Vertriebene im Westen eine neue Existenz aufbauten, welche Faktoren zu ihrer Integration beitrugen und welches Verhältnis sie heute zu ihrer alten Heimat haben.

„Aufbau West“ endete mit einem Sprung in die Gegenwart. Angeordnet auf und in Vitrinen, die wie Splitter in den Raum ragen, zeigte die letzte Abteilung eine Auswahl von Spuren, die Flüchtlinge und Vertriebene in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft hinterlassen oder neu in ihre Herkunftsregionen gelegt haben. Genauso wie ihre Beiträge zum Wiederaufbau verdeutlichten die Spuren der Flüchtlinge und Vertriebenen etwas, das in der gegenwärtigen Debatte um „Leitkultur“ und „Überfremdung“ gerne übersehen wird – dass nämlich jede Form von Integration nicht nur einseitige Anpassung (Assimilierung) der Zuwanderer ist, sondern eine Veränderung sowohl der Zuwanderer als auch der Aufnahmegesellschaft (Akkulturation) zur Folge hat. Das trifft – trotz einer gemeinsamen „Leitkultur“ – bereits auf die Flüchtlinge und Vertriebenen zu.

Konzept

Das historiographische und gestalterische Vermittlungskonzept verfolgte drei Ziele:
 

Einen Perspektivwechsel in der Migrationsgeschichte: „Aufbau West“ zeigte Zuwanderung nicht aus der Sicht der Einheimischen (und damit als ein „Eindringen von Fremden“), sondern aus der Perspektive der Zuwanderer: Symbolisch „begleiteten“ die BesucherInnen in der Eingangssequenz die Flüchtlinge und Vertriebenen auf ihren Weg in den Westen und „erlebten“ deren Ankunftserfahrungen. Diese (neue) Perspektive bildete auch den Einstieg in die museumspädagogischen Programme für Kinder und Jugendliche: Sie, die zum großen Teil selbst mehr oder weniger bewusst die unterschiedlichsten Migrationshintergründe mitbrachten, konnten so an eigene Familienerfahrungen anknüpfen und die eigene Identität verorten.
 

Die Darstellung von Integration als Prozess der wechselseitigen Akkulturation, in deren Verlauf sich Zuwanderer und Einheimische verändern: „Aufbau West“ erzählte den wirtschaftlichen Wiederaufbau als gemeinsame Erfolgsgeschichte, und der Erfolg des gemeinsamen Handelns von Zuwanderern und Einheimischen stand auch im Mittelpunkt der museumspädagogischen Vermittlungsprogramme. Den Rahmen bildete die Geschichte von sieben Industrien. Im Zentrum – und auch optisch mitten im Raum – dokumentierten 40 Lebensgeschichten, wie die ZeitzeugInnen die ihnen zur Verfügung stehenden Handlungsspielräume nutzten. Dabei wurden die ZeitzeugInnen nicht als „talking heads“ präsentiert, sondern auch ihre Geschichten mit Objekten erzählt, die Auskunft gaben über Vertreibungserfahrungen, Aufbauleistungen und das derzeitige Verhältnis zur alten Heimat. Die Abteilung „Spuren“ machte u.a. am Beispiel von Konsumgütern ehemaliger „Ostfirmen“ darauf aufmerksam, wie „fremd“ so manch heute Vertrautes früher war.
 

Die Dokumentation der Vielfältigkeit von Erinnerungskulturen: Angesichts der aktuellen Diskussion um eine angemessene Form der Erinnerung an Flucht und Vertreibung, konzentrierte sich „Aufbau West“ in der Abschlussabteilung auf Beispiele eines früheren geglückten Zusammenlebens unterschiedlicher Ethnien in Osteuropa sowie – exemplarisch – auf die Vorstellung gemeinsamer Projekte von Vertriebenen und den heutigen BewohnerInnen ihrer Herkunftsgebiete.


Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog sowie eine DVD mit Materialien für den Schulunterricht, die 2006 mit der Comenius EduMedia Medaille ausgezeichnet wurde.

Das Internetportal www.vertreibung-und-wirtschaftswunder.de ergänzt die Themen und Texte der Ausstellung durch weitere Materialien und Forschungsberichte. Es bietet einen fotografischen Rundgang durch die Ausstellung und liefert Hintergrundinformationen zu Entstehung, Konzept und Umsetzung. In einer kommentierten Linkliste informiert es über andere Projekte und die jeweils aktuellen Debatten zum Thema.
 

Resonanz

Besucherstimmen

  • „Die Ausstellung holt Erinnerungen aus der Binnenwelt regionaler und lokaler Heimatstuben heraus und verknüpft sie mit der Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik“ (Dr. Christina Weiss,  Schirmherrin der Ausstellung)
  • „Sehr lebendig und ansprechend! Die Zweigleisigkeit – industrielle Ansiedlungen und Lebensläufe – schlägt den Bogen von der allgemeinen zur individuellen Perspektive. Ich habe viel aus dieser Ausstellung gelernt.“ (Dr. Ruth Fabritius, Glasmuseum Rheinbach)
  • „Es ist schön und dankeswert, so ernst genommen zu sein.“ (Besucherbuch)
  • „Die Ausstellung ist lebendige Vergangenheit. Vielleicht hilft sie mit, schlimme Erinnerungen des eigenen Lebens zu verarbeiten.“ (Besucherbuch)
  • „Den Aspekt, dass Flüchtlinge dem Aufbau West geholfen haben, hatte ich bisher nie im Kopf. Diese Ausstellung war eine Bereicherung für mich.“ (Besucherbuch)
  • „Eine eindrucksvolle Ausstellung – ohne politisch instrumentalisierte Tendenz.“
  • „Ich werde mit einer polnischen Jugendgruppe herkommen.“ (Besucherbuch)
  • „Schule mal wieder anders – das gefällt uns. 62 Schüler und 4 Lehrer erlebten eine spannende Reise in die Nachkriegszeit.“ (Besucherbuch)
  • „Schade, dass die Ausstellung zeitlich begrenzt ist.“ (Besucherbuch)

 

Pressestimmen zur Ausstellung

  • Den Vertriebenen und ihrer Integration widmet das Museum eine sehenswerte Ausstellung.  (Die Zeit, Feuilleton, 26.1.2006)
  • Sehr eindrücklich dokumentiert das LWL-Museum den Beitrag der Flüchtlinge und Vertriebenen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur Nordrhein-Westfalens zwischen Kriegsende und Mauerbau. (Westfalen-Spiegel 5/2005, S. 50f.)
  • Die Ausstellung erzählt Geschichten von Webern, die Betriebsleiter wurden, und Maurern, die jetzt Lehrer sind: Erfolgsgeschichten, wie sie jetzt gebraucht werden. (taz, NRW, 18.9.2005
  • Die Ausstellung ist in der Wahl der Mittel außerordentlich einfallsreich, das eher sperrige historische Material wird in unzähligen Fotos, Dokumenten, Modellen, Ton- und Filmbeispielen derart liebevoll präsentiert, dass der Besuch einer Zeitreise nahe kommt. (K.West, Februar 2006)
  • Mit einer Sonderausstellung „Aufbau West – Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder“ in der Alten Werkstatt des Westfälischen Industriemuseums Zeche Zollern II/IV in Dortmund würdigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den bisher kaum beachteten Beitrag der Flüchtlinge zum industriellen Aufschwung. (Westfalen-Anzeiger, 14.9.2005)
  • Rund 800 Exponate aus Industrie und Alltagsleben sowie Bild- und Tondokumente von Zeitzeugen machen die Reise ins Nachkriegs-Deutschland plastisch. (Westfälische Nachrichten Münster, 14.9.2005)
  • Den Anteil der Heimatvertriebenen am Wiederaufbau deutlich zu machen, dieses Ziel hat sich das Westfälische Industriemuseum gesetzt. Das Ergebnis beeindruckt. (Unsere Post. Die Heimatzeitung der Deutschen aus Ungarn, Nr. 10, Oktober 2005)
  • Die Ausstellung verknüpft in überzeugender Weise den historischen Kontext der Vertreibung mit der Integration im Westen. (West-Ost-Journal 2/2006, S. 17)
  • Sehenswerte Ausstellung im Westfälschen Industriemuseum in Dortmund erinnert an das Schicksal und die Aufbauleistung der Ostvertriebenen und Flüchtlinge „zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder“. (Landwirtschaftliches Wochenblatt, 19.01.2006)
  • Sehenswert: Vom Neubeginn in Nordrhein-Westfalen. 50 Zeitzeugen hat das Ausstellungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) befragt, 800 Exponate zusammengetragen. (Prisma, 11.-17.2.2006)
  • Die Ausstellung macht ein wichtiges und bislang kaum beleuchtetes Stück deutscher Zeitgeschichte lebendig. (Preußische Allgemeine Zeitung, Nr. 6, 11.2.2006)
  • Das Schicksal der Vertriebenen wird den Besuchern anschaulich vor Augen geführt. (Ruhr-Nachrichten Dortmund, 14.9.2005)
  • Erinnerungen an Flüchtlinge und Vertriebene, aber auch Zeugnisse des Wirtschaftswunders machten den Reiz der Sonderausstellung aus. (WAZ Dortmund, 28.3.2006)
  • Im Überblick und an vielen Einzelschicksalen verdeutlicht die Ausstellung, wie Millionen Menschen, die 1944/45 und nach Kriegsende als Flüchtlinge oder Vertriebene ihre Heimat in den deutschen Ostgebieten und in ihren Siedlungsgebieten in Osteuropa verlassen mussten, maßgeblich zum Wiederaufbau von Wirtschaft und Industrie in Nordrhein-Westfalen beigetragen haben. (WAZ Heiligenhaus, 24.1.2006)
  • Das Westfälische Industriemuseum Zeche Zollern in Bövinghausen hat diesen Millionen Zuwanderern und ihrem Schicksal eine große Sonderausstellung gewidmet und – angelehnt an die Transferleistung unserer Tage von West nach Ost – „Aufbau West“ genannt. (Ruhr-Nachrichten Castrop-Rauxel, 14.9.2005)
  • Die Ausstellung „Aufbau West“ zeigt, wie entscheidend für die erfolgreiche Aufbauphase und das folgende Wirtschaftswunder im Westen Tatkraft und Know-how der zahlreichen Flüchtlinge und Vertriebenen aus dem Osten waren. (VDI-Nachrichten, 7.10.2005)
  • Aufschlussreich sind die audiovisuellen Zugaben, die dem Besucher einen Eindruck von der damaligen Atmosphäre der Eingliederung verschaffen. Besonders lobenswert ist, dass ganz deutlich wird, dass der Westen seinen immensen Nachkriegs-Aufschwung zu einem großen Teil den Ostdeutschen zu verdanken hat. (Schlesische Nachrichten 4/2006, 15.2.2006)
  • Über zehn Millionen Flüchtlinge und Vertriebene kamen nach 1945 in die westlichen Besatzungszonen. Von vielen Einheimischen zunächst als Last empfunden, trieben sie bald den wirtschaftlichen Wiederaufbau mit voran – gerade bei uns im Revier. Davon erzählt in sehr anschaulicher Weise die Ausstellung „Aufbau West“. (Herner Feuilleton, 15.9.2005)
  • Selbst am letzten Tag kamen wieder viele ältere, teilweise Betroffene, aber auch zahlreiche junge Familien aus ganz NRW, um sich die liebevoll zusammengestellten Zeitdokumente anzusehen. (Ruhr-Nachrichten Dortmund, 27.3.2006)

Kommentare zum Ausstellungskatalog

  • "... überaus gelungene(r) Katalog“ (Dr. Hans-Jürgen Wolff, Bundespräsidialamt)
  • „... wirklich ausgezeichnete(r) Katalog, in dem ich sehr angeregt geblättert habe. Es ist schön, dass Sie so viele Alltagsgegenstände zusammengetragen haben, die Erinnerungen wecken und zum Dialog anregen.“ (Dr. Wolf Schmidt, Vorstandmitglied der Körber-Stiftung)
  • „... beeindruckt von der Qualität“ (Prof. Dr. Wolfgang Jacobmeyer, Uni Münster)
  • „ Der Katalog zur Ausstellung ist beeindruckend und lädt zum Lesen ein.“ (Prof. Dr. Jürgen Zinnecker, Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
  • „Zum Buch möchte ich Ihnen und Ihrem Team gratulieren – es ist phantastisch.“ (Mirjam Hipp, Tochter des Dokumentarfilmers Rudolf Kipp, dessen Film „Asylrecht“ in der Ausstellung gezeigt wurde)
  • „... bietet alles, was ein Katalog Laien und professionell ... Befassten ... nur bieten kann. ... einfühlsam ... gekonnt grafisch umgesetzt ... bringt dieser Zugang das Thema Flucht und Vertreibung in Verbindung zur heute so aktuellen Diskussion um Einwanderung und Integration.“ (Rezension von Jutta de Jong in Forum Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 1.2006)

Vortragsreihe

In den Volkshochschulen, aber auch in Bildungseinrichtungen der Flüchtlinge und Vertriebenen (Martin-Opitz-Bibliothek in Herne, Heimatwerk schlesischer Katholiken, Oberschlesisches Landesmuseum in Ratingen, Haus des Osten in München) hielten die Mitglieder des Projektteams „Aufbau West“ bis heute insgesamt 59 Vorträge vor knapp 1500 Zuhörerinnen und Zuhörern.

Medien

Der WDR hatte in mehreren Rundfunk- und Fernsehbeiträgen über „Aufbau West“ berichtet und bereits während der Laufzeit mit einer Fotoserie aus der Ausstellung auf seiner Webseite für „Aufbau West“ geworben. Seine für Januar 2007 geplante neue Dokumentarfilmreihe über die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in NRW basiert in hohem Maße auf dem Ausstellungskatalog. Eine weitere Anfrage entstand im Zusammenhang mit der Erstellung eines historischen Überblicks über die Migration nach NRW.
 

Exponate

  • Persönliche Erinnerungsstücke: „Fluchtgepäck“ wie Korbwagen, Brotbeutel, Fotos, Urkunden, Spielzeug, Metallbecher aus Zwangsarbeiterlager, Heimaterde, Heimatkartei
  • Deckel einer Umzugskiste aus dem Lager Friedland, Feldbett, Kanonenofen, Meldebescheinigungen, Entlausungsscheine, Lagermodelle
  • „Notkultur“: Care-Paket, zu Haushaltsgeräten umfunktioniertes militärisches Gerät, selbst gebauter Destillierapparat zur Schnapsherstellung
  • Suchdienstkartei
  • Industrie: Anwerbemedien, Arbeitskleidung, Werkzeug, Maschinen (Nähmaschine, Wirkmaschine, Weblitzenmaschine, Drahtwebstuhl), Modelle, Produkte (Textilien, Gläser, Glasschmuck, medizinisches Glas, Handschuhe, Ziegel, Stoffballen, Kittelschürzen, Gardinenmuster), Gemälde und Skulpturen, persönliche Erinnerungsstücke (das geschmuggelte Handwerkszeug, Erinnerungsgaben)
  • Spuren und Erinnerungskulturen: Audi-Lenkrad, Käthe-Kruse-Puppe, Kaiser-Backformen, Produkte von Odol und Wella, Heimatfilm-Poster, Straßenschilder, Regalwand einer Heimatstube, Vereinsfahnen, Hüte aus Siebenbürgen; Paten- und Partnerschaftsurkunden, Modell der Versöhnungsbibliothek von Liberec/Reichenberg
  • Filme und Tondokumente, Plakate und Fotos

Begleitprogramm

Ein auf die Ausstellungsthemen abgestimmtes Begleitprogramm schlug mit Vorträgen, Filmabenden und Lesungen, einem Gottesdienst und einer Podiumsdiskussion den Bogen von der Flucht zum Wirtschaftswunder. Zur überregionalen Vernetzung mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung entstand eine aus 18 unterschiedlichen Beiträgen bestehende populärwissenschaftliche Vortragsreihe.

Literatur

Dagmar Kift (Hrsg.): Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder, Essen 2005. ISBN: 978-3-89861-542-6

Dies.: „Aufbau West“ – Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder, DVD. Westfälisches Landesmedienzentrum, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Münster 2005.

Informationen und Kontakt

Ansprechpartnerin:
Dr. Dagmar Kift (Projektleiterin)
LWL-Industriemuseum, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Tel: 0231-6961140
E-Mail: dagmar.kift@lwl.org

Anja Hoffmann (Bildung und Vermittlung)
LWL-Industriemuseum, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Tel: 0231- 6961139
E-Mail: anja.hoffmann@lwl.org

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