Zeche Hannover

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Auf dem Gelände der Zeche Hannover informieren Ausstellungstafeln über die "Wege der Migration"

Gekommen, um zu bleiben?

Themenschwerpunkt Migration

Das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover ist beeindruckendes Zeugnis für die Entwicklung des Ruhrgebiets. Es steht stellvertretend für die tiefgreifenden Veränderungen der Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Menschen im Revier. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Migration. Mit Ausstellungen, Aktionen und Kooperationen widmet sich der Standort schwerpunktmäßig diesem Thema.

Seit ihren Anfängen in den 1850er Jahren warb die Zeche Hannover Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland an. Neben ihrem meist nur notdürftigen Gepäck transportierten die Zuwanderer ein anderes wichtiges Gut in den entstehenden Ballungsraum: ihre Kultur. Damit bereichern sie bis heute das Leben an Rhein und Ruhr. Die wechselseitigen Beziehungen und Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen lassen sich in den allen gesellschaftlichen Bereichen aufspüren. Zwölf Bild-Text-Tafeln auf dem Gelände der Zeche Hannover zeigen die Wege der Migration und folgen den Spuren der Zuwanderung ins Revier.

Das Internet-Portal www.migration-ausstellen.de vereint die wichtigsten Migrationsausstellungen an einem Ort, nennt Ansprechpartner und dient als Archiv für kleinere Präsentationen. Mit dem Internetportal leistet der LWL einen wichtigen Beitrag, die museale Arbeit zur Migrationsgeschichte nicht nur in Westfalen-Lippe, sondern bundesweit zu vernetzen.

Schauspielerin Pola Negri 1937 vor dem Hotel Adlon in Berlin

Porta Polonica

Dokumentationsstelle zur Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland

Beim LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum ist auch die "Dokumentationsstelle zur Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland" angesiedelt. Die vom Bund finanzierte und vom LWL getragene Einrichtung will die Spuren und Einflüsse des polnischen Lebens in Deutschland erforschen, dokumentieren und im Internetportal, der Porta Polonica, sichtbar machen.

Gleichzeitig versteht sie sich als Forum für die in Deutschland lebenden Polen. Sie bildet eine digitale Plattform zur Vernetzung und zum Austausch und leistet damit einen Beitrag zur aktiven Mitgestaltung der Erinnerungskultur.