Glashütte Gernheim

LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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5.6. - 11.9.2016

Parfüm

Kostbare Düfte in edlen Verpackungen

Die Glashütte Gernheim zeigt einen Ausschnitt aus der Vielfalt der Parfümflakons seit der Antike. Darüber hinaus werden Duftstoffe und Parfüms, ihre Herstellung, ihre Wirkungsweise und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung behandelt. In museumspädagogischen Veranstaltungen können Besucher ihr eigenes Parfümöl oder eine Duftsalbe kreieren.

Die Vielfalt der gläsernen Parfümflakons von der Antike bis zum 20. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt einer Ausstellung.

Seit der Antike werden teure Parfümöle und duftende Salben in Glasbehältern aufbewahrt. Glas hat gegenüber Ton, Stein oder Holz den Vorteil, dass der wohlriechende Inhalt nahezu unbegrenzt haltbar ist und bietet vielfältige Gestaltungmöglichkeiten: Von individuell verzierten Fläschchen für die Handtasche über große farbige Flakons mit eingeschliffenen Stopfen oder Zerstäubern für den Toilettentisch bis hin zu den Originalgefäßen einzelner Parfümhersteller mit aufwendig gestalteten Papieretiketten. Diese Etiketten tragen oft blumige Namen wie "Extrait aux fleurs", "Vera Violetta" oder "Mouson Lavendel".


Ein Klassiker unter den Duftwässern ist das "Eau de Cologne - Kölnisch Wasser". Es wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Giovanni Maria Farina in Köln vertrieben und war schon bald beim Adel und bei reichen Bürgern so begehrt, dass es andere Hersteller nachahmten. Prominentester Konkurrent war Ferdinand Mühlens, der sein erfrischendes Duftwasser nach dem Herstellungsort in der Kölner Glockengasse "No. 4711" benannte.

Durch die Herstellung künstlicher Aromastoffe, die teure Rohstoffe ersetzten, wurde Parfüm erschwinglicher. Der Weg zum Massen- bzw. Lifestyle-Produkt war durch den Verkauf in Warenhäusern vorgezeichnet. Neben den klassischen Parfümeuren setzten Modemacher wie Coco Chanel, Christian Dior oder Yves Saint Laurent neue Dufttrends. Heute spielen auch die Flakondesigner eine wichtige Rolle, die das Image einer Marke und eines Lebensgefühls umsetzen.

Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit dem Aktionsjahr zum Thema "Körperkultur - Schönheit. Hygiene. Selbstbild." der Museen in Ostwestfalen-Lippe.