LWL-Industriemuseum

Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur

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Opel Kadett A L

von der Adam Opel AG, Werk Bochum, Baujahr 1963/64

141 x 147 x 392,3 cm
WIM 2011/278


Der royalblaue Opel Kadett, Typ "A", Modell "L" (Lux) wurde laut Kraftfahrzeugbrief erstmals am 14.01.1964 zugelassen und brachte es bei PS 40 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Er gehört zu dem Typ Opel Kadett A, der von der Adam Opel AG im eigens dafür errichteten Opel-Werk in Bochum von 1963 bis 1965 gebaut wurde. In dieser relativ kurzen Produktionszeit lief er 649.512 Mal vom Band. In der einfacheren Version kostete das Fahrzeug 5075,- DM, in der Luxus-Version – wie hier - wurde es zum Preis von 5525,- DM angeboten. Auch die Folgemodelle waren sehr erfolgreich: Im Juni 1969 lief bereits der zweimillionste „Kadett“ vom Band und wurde damit zum größten Konkurrenten des beliebten VW-Käfers.

Der Opel Kadett steht für den beginnenden Strukturwandel in den 1960er Jahren im Ruhrgebiet, das bis dahin durch die Montanindustrie geprägt war. Die Bergbaukrise von 1958 und 1959, die zu Zechenschließungen und zum Wegfall tausender von Arbeitsplätzen geführt hatte, leitete ein Umdenken ein. Ruhrgebietsstädte wie die Stadt Bochum versuchten in der Folge neue Industrien anzusiedeln. In der boomenden Automobilindustrie fand man unter anderem einen viel versprechenden Partner.