Benzinsicherheitslampe

Modell ZL 630 A, um 1930

Wilhelm Seippel GmbH, Dortmund
Messing, Eisen, Glas, 28 x 8,2 cm
WIM 1987/3823

Tragbare Grubenlampen waren jahrzehntelang das einzige Licht, das den Arbeitsplatz des Bergmanns unter Tage ausleuchtete. Die Benzinsicherheitslampe spürte zudem über 150 Jahre lang für den Bergmann eine der tückischsten Gefahrenquellen auf – Grubengas. Zwischen 1850 und 1965 diente sie nicht nur als Lichtquelle, sondern zeigte auch an, ob die Luft in der Grube zu viel Kohlendioxid (einschläfernde „matte Wetter“) oder Methan (hochexplosives „Schlagwetter“) enthielt. Bei richtiger Handhabung garantierte die Benzinsicherheitslampe ein hohes Maß an Sicherheit. War sie jedoch defekt, konnte sie auch Schlagwetterexplosionen auslösen. Neben „Schlägel und Eisen“ ist sie bis heute das Symbol für den Bergbau.