Eine zugkräftige Idee: Das LWL - Freilichtmuseum Detmold
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Die Idee, ländliche Haus- und Wohnformen in Freilichtmuseen zu zeigen, ist in Europa etwa 100 Jahre alt. Aus dem Wunsch, Denkmäler der Alltags- und Arbeitskultur zu erhalten und das Leben vergangener Epochen auf dem Lande zu erforschen, entstanden in Skandinavien die ersten Freilichtmuseen. Schon im ausgehenden 19. Jahrhundert - vor mehr als 100 Jahren - wurden also die Zeugnisse ländlichen Lebens als wichtiger Bestandteil unserer Kultur erkannt.
In einer Zeit, in der sich Wandlungen unseres Lebens und unserer Wirtschaftsweise immer schneller vollziehen, ist es die Kulturpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die die Museen trägt. 1960 fiel der Gründungsbeschluss für das Westfälische Freilichtmuseum in Detmold, 1971 wurde es eröffnet.
Anders aber als bildende Kunst, Denkmäler oder musikalische Überlieferung unserer Vergangenheit haben es die Zeugnisse der Allagskultur immer noch schwer, das häufig mühsame und entbehrungsreiche Leben unserer Vorfahren ins Bewusstsein zu rücken.
Hausrat, Möbel und Gerät sind außerdem oft als begehrte Antiquität in modernen Wohnungen nostalgisch verklärt. Bauernhäuser und Kotten, als Wochenendomizil genutzt, geben kaum Aufschluss über das wirkliche Leben, das sie vor Jahrhunderten erfüllte.
Das ist im Freilichtmuseum völlig anders.
Ein Überblick über westfälische Alltagsgeschichte
Im Freilichtmuseum finden Sie Geschichte und Geschichten: Von Häusern, Landschaften, Tieren und Menschen.
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Einblick bekommen...
Je weiter die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen voranschreiten, desto notwendiger werden jedoch Ergänzungen, um mehr verstehen zu können: Hausbetreuer stehen für Besucherfragen zur Verfügung, Führungen durch einzelne Häuser wie im Pastorat aus Allagen oder im Haus Stahl aus Gütersloh erläutern Lebensgeschichten vom Kaufmann bis zum Pastor.
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