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Rückblick

Mehr als 16000 Besucher bei der „PferdeStark“ im LWL- Freilichtmuseum Detmold
August 2007

Mehr als 16000 Besucher bei der „PferdeStark“ im LWL- Freilichtmuseum Detmold

Detmold (LWL). Bei zwar bedecktem Himmel, aber um so besserer Stimmung fand die 7. Auflage der europaweit bekannten „PferdeStark“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold am letzten Wochenende statt: Allein am Samstag waren es schon mehr als 5000 Menschen, die vom Wettbewerb im Holzrücken bis zu den waghalsigen Kunststücken der „Troupe Jéhol“ aus Frankreich alles sehen wollten.

Die Veranstalter – der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Interessengemeinschaft Zugpferde Deutschland (IGZ) – äußerten sich am Sonntagabend hochzufrieden: „Mit mehr als 16.000 Besuchern haben wir neben dem NRW-Tag in Paderborn und der Love-Parade in Essen eine gut nachgefragte Alternative im Freilichtmuseum geboten!“

Viele Aspekte des Themas „Kaltblutpferd“ hatten ihren Platz im Programm, so dass versierte Fachleute genauso wie interessierte Laien auf ihre Kosten kamen und außerdem noch zahlreiche Warmblüter und sogar Esel im Einsatz erleben konnten.

An beiden Tagen fanden von morgens 10 Uhr bis zum späten Nachmittag rund um das „Paderborner Dorf“ im LWL-Museum land- und forstwirtschaftliche Vorführungen und Wettbewerbsdarbietungen statt. Nicht nur die gesamte Palette der Bodenbearbeitung und der Ernte vom Pflügen bis zum Eggen wurde gezeigt, sondern auch die Grünlandarbeiten vom Mähen bis zum Pressen. Um die modernen Pferdezuggeräte im Praxiseinsatz zu sehen, machten sich manche Interessentenschon früh auf den Weg: Bereits um 8.45 Uhr, als die Museums kassen noch gar nicht geöffnet hatten, stand die Besucherschlange am Samstag schon bis zum Parkplatz.

Heinz-Peter Conredel moderierte das Schauprogramm fachkundig und humorvoll – besondere Freude lösten neben den temperamentvollen „Friesen der Finsternis“ auch die Cowgirls aus.
Mit Info-Ständen erteilten Fachleute den interessierten Museumsgästen Auskunft zu den Fähigkeiten, Eigenarten und Charaktermerkmalen der einzelnen Kaltblut-Rassen.

Weitere Informationen, Texte und Bilder für die Presse bei: Gefion Apel, Tel.: 05231/706-140 e-mail: gefion.apel@lwl.org

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Museumsadvent verzauberte Tausende
05.01.2006

Detmold (lwl). Die Adventslichter sind im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold nun wieder ausgegangen: Der erste „Museumsadvent“ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 9. bis 11. Dezember ist
zur großen Zufriedenheit der Veranstalter von mehr als 14.000 begeisterten Adventsgästen besucht worden.
Am eindrucksvollsten war auf den ersten Blick sicherlich die von Wolfgang Graemer mit sicherer Hand gestaltete Illumination, die die Adventsbesucher von der Wassermühle mit ihrem Teich in blaugrünem Licht bis zur Bockwindmühle am Paderborner Dorf, dem Veranstaltungsmittelpunkt, begleitete. Nicht nur die roten, grünen, blauen und weißen Lichter schufen eine eigene Atmosphäre, auch akustische Hintergrundeinspielungen vermittelten die Stimmung eines Winterwaldes – besonders am Samstag verstärkt durch den intensiven Nebel, der Lippe den ganzen Tag über nicht verließ, und den zugefroreren Teich im adventlichen Dorf, dessen Eis die Lichter spiegelte.
Sogar die Busfahrt der SVD wurde dabei zum Ereignis, wenn der Fahrer auf dem Weg kurz die Scheinwerfer ausschaltete und aufforderte :... und jetzt schauen Sie mal!“ und so die erleuchtete Dorfsilhouette vor den Augen der Buspassagiere erschien.
Wer dann den Museumsadvent betrat, genoss das Dorf einmal ganz anders: Weihnachtlich geschmückte, historische Stuben luden zum Schauen ein, wie denn diese Jahreszeit um 1900 ausgesehen haben könnte und brachten so viele Besucherfragen auf. „Woran kann man erkennen, dass diese Familie wohlhabend war?“ wollten Viele wissen. Kompetente Auskünfte erteilten nicht nur die bewährten Hausbetreuungen, sondern auch Museumsführer und – führerinnen, die stündlich zu einem Rundgang zum „Museumsadvent“ einluden.

Die zahlreichen Buden mit ihren adventlichen Angeboten aus Kunsthandwerk, Gastronomie oder Museumsbäckerei traten – im Gegensetz zu den Eltern - für viele Kinder natürlich sofort in den Hintergrund, wenn es darum ging, im historischen Karussell mitzufahren, auf der Schiffsschaukel zu schaukeln oder bei Puppentheater oder Märchenerzähler dabei zu sein. Auch die Mitmachaktionen waren hier gefragt: Neben dem Erwerb adventlicher Dekorationen an den Buden sind so auch viele selbst gebastelte „Engel aus Märchenwolle“ und anderer Weihnachtsschmuck während des Museumsadvents entstanden.

Die Konzerte brachten stimmungsvoll weihnachtliche Musik oder auch Klassiker wie Jacques Offenbach, gespielt vom Detmolder Kammerorchester, auf die Bühnen in den historischen Gebäuden, andere Musik wie die von der Drehorgel erklang unter freiem Himmel. Die Führungen durch die Sonderausstellung „Engel-Vielfalt“, die einmal täglich im Angebot waren, erfreuten sich ebenfalls guter Nachfrage. Maya Zumdick, Volontärin und Projektleiterin am LWL-Museum, hatte eine Ausstellung zum Thema „Engel“ konzipiert, und Bewohner des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum St. Laurentius in Warburg hatten ihre Vorstellungen von Engeln kreativ gestaltet und zeigten sie in der Ausstellungsscheune im Paderborner Dorf. „Die Spannweite vom „Schutzengel“ bis zum „Weihnachtsengel“ weckte erkennbar Neugier, so dass viele Museumsgäste schon nach dem Programm für das kommende Jahr gefragt haben,“ kommentierte die Projektleiterin zufrieden.

Bilder der diesjährigen Veranstaltung und der Hinweis auf den Museumsadvent 2006 sind im Internet unter www.museumsadvent.de oder www.advent-im-freilichtmuseum.de zu sehen.

Das Mausoleum der Hof-Apotheke
07.11.2005

Das Mausoleum, das seit 2001 im LWL - Museum wiedererrichtet wird, hat eine recht romantische Geschichte: Seit 1763 mit der Familie des Hofapothekers Jakob Henrich Keiser befreundet, kümmerte sich Oberst Ernst Johann von Schröderß nach dem Tod des Apothekers um die Hinterbliebenen. 1790 unterstützte er die Witwe bei Ankauf und Umbau des heutigen Hauses der Hof-Apotheke in der Langen Straße 55 in Detmold. 1782 setzte der Oberst für sich und die eng befreundete Florentine Marianne Keiser ein Denkmal, das ihre für die Zeitgenossen sicherlich außergewöhnliche Beziehung verewigen sollte: Ein aufwendiges, spätbarockes Mausoleum im “Apothekergarten” am Weinberg (heute Schützenberg) wurde vor den Toren der Stadt Detmold errichtet. Dieser Grabbau einer bürgerlichen Familie ist ein sehr seltenes Beispiel, das mit qualitätvollen Steinmetzarbeiten, Reliefs und Inschriften aufwendig gestaltet ist. 1965 musste der Bau einem Parkpatz weichen.
Der Wiederaufbau des Mausoleums ist einer Privatinitiative zu verdanken: Der Verein “Freunde der Residenz e.V.” in Detmold hat es durch sein Engangement erreicht, dass die Baumaßnahme im Freilichtmuseum Detmold durchgeführt werden konnte. Für Besucher ist das Mausoleum der Hof-Apotheke seit Herbst 2004 zu besichtigen.

DIE EINWEIHUNG

Am Donnerstagabend (09.09.) trafen sich die Unterstützer aus den Reihen der „Freunde der Residenz e.V.“ und das LWL-Museumsteam mit Museumsdirektor Prof. Dr. Stefan Baumeier und Projektleiter Dr. Heinrich Stiewe, um die Freigabe des fertigen Mausoleums für die Besucher zu feiern. Der nun abgeschlossene Wiederaufbau des Mausoleums war 2001 begonnen worden und ist einer Privatinitiative Detmolder Bürger zu verdanken: Der Verein "Freunde der Residenz e.V." in Detmold hat erhebliche Finanzmittel überwiegend von privaten Spendern zusammengebracht, ohne die der Mausoleumsbau im Freilichtmuseum Detmold nicht zu verwirklichen gewesen wäre. „Dieses spätbarocke Mausoleum ist ein ganz seltenes Denkmal der Begräbniskultur“, erläuterte Projektleiter Dr. Heinrich Stiewe, „es besitzt seinen ganz eigenen, ästhetisch-morbiden Reiz.“

Abgesehen davon rankt sich um das Gebäude eine recht romantische Geschichte, die Dr. Wolfgang Scharlemann, der heutige Inhaber der „Hof-Apotheke“ am Einweihungsabend beitrug: Erbaut wurde es von Oberst Ernst Johann von Schröderß, der seit 1763 mit der Familie des Hofapothekers Jakob Henrich Keiser befreundet war und sich nach dem Tod des Apothekers um die Hinterbliebenen kümmerte. Mit der Witwe Florentine Marianne Keiser verband ihn eine so enge Freundschaft, dass diese auch über den Tod hinaus dokumentiert werden sollte.

1790 unterstützte Schröderß die Familie bei Ankauf und Umbau des heutigen Gebäudes der Hof-Apotheke in der Langen Straße 55 in Detmold. 1782 ließ der Oberst das aufwendige Mausoleum im „Apothekergarten“ am Weinberg (dem heutigen Schützenberg) vor den Toren der Stadt errichten. Damit schuf er ein eindrucksvolles Denkmal, das die unter den Zeitgenossen sicherlich Aufsehen erregende Beziehung zwischen dem Offizier und der Apothekerwitwe verewigen sollte.

Anlässlich der Einweihung dankte Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier allen Aktiven: „Dieses Mausoleum ist ein kulturgeschichtlich bedeutender Grabbau und ein sehr frühes und seltenes Zeugnis privater Bestattungskultur außerhalb eines kirchlichen Friedhofes. Wir sind sehr stolz und dankbar, es hier den Museumsgästen zeigen zu dürfen.“ In seiner Rede äußerte Helmut Merwitz als Vorsitzender der „Freund der Residenz e.V.“ , Detmold stolz: „Es ist uns gelungen, mehr als 70.000€ Spenden für das Mausoleum zu sammeln - ein beachtlicher Erfolg.“

Das spätbarocke Bauwerk, das mit qualitätsvollen Steinmetzarbeiten, Reliefs und Inschriften gestaltet ist, musste 1965 dem Bau eines Parkplatzes weichen. Am „Tag des Offenen Denkmals“ am Sonntag, 12. September, können Museumsbesucher ab 17.30 Uhr das historische Mausoleum aus dem Garten der Detmolder Hof-Apotheke im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold mit einer Führung mit Dr. Heinrich Stiewe erstmals besichtigen.





Jede Spende für die Erhaltung historischer Objekte in Detmold ist herzlich willkommen.

Freunde der Residenz e.V.
Konto Nr. 337 889 bei der Sparkasse Detmold (BLZ 476 501 30)
Kontakt: Helmut Merwitz (Vorsitzender)
Bandelstr. 2, 32756 Detmold, Tel. (05231) 61710

Obstdörren Herbst 2005
07.11.2005

Detmold (lwl). Ab Donnerstag, 15. September, rückte das Westfälische Freilichtmuseum Detmold wieder ein jahreszeitlich passendes Thema in den Mittelpunkt: Das Obstdörren. Im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) war von Donnerstag bis Sonntag (15. bis 18. September) der Dörrofen in Betrieb zu sehen. Jeweils von 11 bis 13.30 und von 14.30 bis 16.30 Uhr zeigte das LWL-Museumsteam die historische Methode des Konservierens.

Das Dörren war früher eine der wichtigsten Vorgehensweisen, Obst und Gemüse
länger haltbar zu machen und nicht nur im Sommer und Herbst genießen zu können. In fast jedem Haushalt wurde Obst gedörrt. Üblicherweise wurden zum Dörren die überall vorhandenen Backöfen nach dem Brot backen genutzt. In obstreichen Gegenden kam es aber zur Entwicklung spezieller Dörröfen, wie z.B. dem Ofen aus Falkenflucht bei Bödexen (Kr. Höxter), der in den nächsten Tagen im LWL-Museum vorgeführt wird.
Der Ofen wurde am Abend vorher mit Holz angeheizt, so dass schließlich eine durchgehende Temperatur von bis zu 90° C erreicht wurde. Am folgenden Tag führte die Hitze des Dörrofens in sechs bis acht Stunden dazu, dass Äpfel, Pflaumen und andere Herbstfrüchte austrockneten und sich dadurch lange hielten, aber auch noch gut schmeckten, weil alle Aromen erhalten blieben. Der Dörrofen, mit dem das Dörren gezeigt wird, steht ganz in der Nähe des Valepagengartens im Paderborner Dorf.
Lediglich der Museumseintritt (5,-€ Erwachsene, 2,- € Kinder von 6 – 17 J.) musste für das Zuschauen und Ausprobieren entrichtet werden.

Im Zeichen des Kaltbluts: Fast 18.000 Besucher bei PS 2005
29.08.2005

Detmold (lwl). Zwar gibt es kein Sternzeichen "Kaltblut", aber fast ebenso allgegenwärtig schienen die schweren Kaltblutpferde bei "PferdeStark" am 27.
und 28. August 2005 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zu sein. Seit 1996 bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der IGZ (Interessengemeinschaft Zugpferde e.V.) alle zwei Jahre am letzten Augustwochenende die internationale Veranstaltung in Deutschlands größtem Freilichtmuseum.
Auch dieses Mal hat die vielseitigste Kaltblutveranstaltung Europas Mengen von Pferdefreunden und Familienbesuchern ins LWL- Museum gezogen:" Wir freuen uns, dass in diesem Jahr wieder fast 18.000 Besucher und Teilnehmer bei der "PferdeStark" waren," fasste Agnes Sternschulte, Organisatorin der Veranstaltung am Sonntagabend zusammen. "Tatsächlich ist die Kombination von Arbeitsdemonstrationen unter Praxisbedingungen, Wettbewerben und Schau in Europa ziemlich einmalig, darin sind sich Pferdefachleute und Kenner der Szene einig" ergänzte Erhard Schroll, Mitorganisator von Seiten der IGZ.
Stets zeigt sich aber nicht nur das Interesse der Fachleute, auch andere Pferdefreunde und Laien sind mit ganzem Herzen dabei, wenn sie am großen Parcours der Troupe Jéhol aus Frankreich oder der Ungarischen Post zusehen, oder sich an Ständen mit Pferdebedarf miteinander über Kaltblüter oder andere Pferde austauschen. Was die schweren Pferde in dem dicht gepackten Programm zu leisten vermögen muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben: Vielseitig und abwechslungsreich zeigten die "Dicken" ihr großes Spektrum.
Nach dem musikalischen Auftakt am Samstagmorgen begrüßte Moderator Heinz-Peter Conredel, selbst Kaltblutbesitzer und langjähriger Mitorganisator der "PferdeStark" mit den Besuchern die ersten Gespanne, danach übertrumpfte eine Vorführung die andere: Mit vielen modernen Geräten zeigte die IGZ moderne Pferdezuggeräte im landwirtschaftlichen Einsatz, bevor es beim ersten Holzrückewettbewerb spannend wurde: Gewinner wurde das Team aus Pferd und Mensch - in diesem Jahr aus Westfalen - das den Holzstamm am schnellsten und fehlerlos durch einen Parcours bewegte. Auf dem Hauptveranstaltungsplatz weilte währenddessen Besuch vom Spreewaldhof Golßen: Mit einem restaurierten Wagen von 1900 präsentierte das Gespann, wie früher Gurken in Fässern transportiert wurden.
Aber auch Kaltblut ist nicht gleich Kaltblut; wie sich bei der Vorführung der verschiedenen Rassen zeigt: Darüber hinaus boten viele Vertretungen der Rassenverbände wie zum Beispiel der Freiberger Pferde, die aus der Schweiz zu Gast waren, direkte Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Aus den Niederlanden war sogar ein historisches Forstwirtschaftsgerät zu Gast, genannt "Mallejan" , dessen Räder mannshoch sind und das den Zuschauern beeindruckend zeigte, wie schwere Holzstämme früher transportiert wurden. Nach der offiziellen Begrüßung am Sonntagmorgen durch die stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Marlene Lubek, war - und besonders im Vorfeld der WM 2006 - das Highlight aus Warendorf an diesem Wochenende sicherlich die NRW- Nationalelf, gestellt vom Nordrhein-Westfälischen Landgestüt, das seine Hengste beim Fußball spielen zeigte.
Noch mehr sportive Ergebnisse verzeichnete die IGZ zum Beispiel beim Leistungspflügen: So gewann Günter Büchler (Baden-Würtemberg)mit dem Gespann Moritz und Ronja das Leistungspflügen, Peter Sandahl konnte sich mit seinem Percheron-Gespann Nougat und Nectar (Dänemark) den zweiten Platz sichern während Ralf Zauner (Hessen) mit den Kaltblütern Tango und Vulkan den dritten Platz belegte. Den vierspännigen Fahrwettbewerb konnte Dietmar Krüger (Niedersachsen) für sich entscheiden und belegte den ersten Platz, den Zweiten erreichte Jeroen Hornesch (Niederland) und den dritten Platz machte Peter Hennig (Sachsen).

Auch das Holzrücken einspännig wurde spannend - den erstn Platz erlangte Matthias Rensing mit Mira, einem Rheinisch-Deutschen Kaltblut aus Westfalen - der auch den Zugleistungswettkampf für sich entscheiden konnte. Den 2. Platz belegte Jean Hermand mit Baron (Ardenner)aus Belgien und den 3. der Luxemburger Jean-Paul Heck mit Max, einem Ardenner-Pferd, der wiederum auch das Holrücken zweispännig gewann und zwar mit Max und Asco. Hier belegte René Richard mit Marquis und Prince (Ardenner) Belgien den 2. Platz.
Die Zugleistung entschied Matthias Rensing aus NRW mit Mira und Hermann für sich, ihm folgten Richard Weil mit Don Camillo I und Weil's Bosén, ebenfalls aus NRW.

Westernreiten, Eselreiten für Kinder, Traditionsgespanne verschiedener Brauereien wie zum Beispiel der Brauerei Felsenkeller Herford und der Egger Brauerei aus der Schweiz oder auch die Schäferin zu Pferde, Anne Krüger, sind nur einige der vielen Programmpunkte, die die "PferdeStark" so bunt und vielseitig für Besucher machen. Und wer noch nicht genug bekommen hat: Für August 2007 plant das LWL-Freilichtmuseum die nächste "PferdeStark".

Weitere Informationen: Gefion Apel, Mobil: 0175/2916661
Foto: "Ungarische Post" WFM Detmold/Schröder

Auf zur „PferdeStark“ im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold
15.08.2005



Detmold (lwl). Freunde der zahlreichen Kaltblut-Pferderassen dürfen sich freuen: Am Samstag, 27. August, und Sonntag, 28. August, sind im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold über 160 dieser eindrucksvollen Tiere bei den in Europa einzigartigen „PferdeStark“-Tagen in zahlreichen Aktionen zu bewundern. Bei der Inszenierung des Programms haben die Veranstalter – der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Interessengemeinschaft Zugpferde Deutschland (IGZ) – auch in diesem Jahr auf eine Mischung aus Geschicklichkeit und Spannung, aus Zuschauen und Mitmachen, aus Information und Unterhaltung gesetzt. Sie haben viele Aspekte rund um das Thema „Kaltblutpferd“ ausgeleuchtet, so dass die Fans dieser Pferde – aber auch alle Anderen - am letzten August-Wochenende ganz auf ihre Kosten kommen.

Noch vor hundert Jahren gehörte das Kaltblutpferd selbstverständlich zum alltäglichen Leben: Ob als „Waldarbeiter“ beim Holzrücken oder als Zugtier vor Postkutschen, Bier-, Milch- und Tramwagen oder Schlitten, ob als Ackerpferd vor Pflug oder Egge oder auch als Reittier: Der Kaltblüter war wegen seiner Gutmütigkeit und Arbeitswilligkeit überall einsetzbar; und – was wenige wissen - er ist es in einigen Arbeitsbereichen auch heute noch. Und gerade für die Präsentation der aktuellen Arbeitsmethoden mit den schweren Pferden ist „PferdeStark“ über Europa hinaus bekannt – und dafür ist ihren Bewunderern auch kein Weg zu weit: Die letzten Anfragen kamen aus Polen, Italien und Norwegen.
Von morgens 10 Uhr bis zum frühen Abend werden an beiden Tagen auf dem Museumsgelände rund um das Paderborner Dorf ständig land- und forstwirtschaftliche Schau- und Wettbewerbsdarbietungen wie zum Beispiel Pflügen, Holzrücken, Eggen, Hacken und Kartoffelroden gezeigt. In der IGZ engagierte Kaltblutkenner wie Erhard Schroll, Karla Ebert oder Peter Herold kommentieren diese Arbeiten fachkundig.

Um die modernen Pferdezuggeräte im Praxiseinsatz zu sehen, machen sich manche Interessenten schon früh auf den Weg: So reisen zum Beispiel Fachkenner aus Frankreich Freitagnacht an, erleben den Einsatz von Heuerntern, aktuellen Pflügen und anderen Geräten während des Wochenendes direkt auf den Museumsfeldern und reisen Sonntagnacht zurück – denn eine solche Präsentation gibt es in ganz Europa kein zweites Mal. „Nur noch in den USA finden ähnliche Veranstaltungen statt, bei denen sich Betriebe, die die Arbeitskraft der Kaltblüter wirtschaftlich nutzen, über aktuelle Entwicklungen anhand praktischer Arbeitseinsätze informieren können,“ berichtet Erhard Schroll, seit Jahren Mitorganisator der „PferdeStark“.

Heinz-Peter Conredel, über Westfalens Grenzen hinaus bekannt als Moderator und Organisator von Aktionen, bei denen das Pferd im Mittelpunkt steht, wird wie schon in den Vorjahren das Schauprogramm fachkundig und mit Humor kommentieren. Im Einsatz sind verschiedene Gespanne wie Ein-, Zwei- ,Vier- oder sogar Fünfspänner zu sehen und es werden ein- und zweispännige Fahrwettbewerbe sowie das „Fahren vom Sattel“ durchgeführt. Außerdem stellen sich an beiden Tagen jeweils um 14.45 Uhr die imposanten Gespanne verschiedener Brauereien vor. Am Samstag, 27. August, findet ab 14.15 Uhr das Leistungspflügen statt. Und wer schon immer dabei sein wollte, wenn ein Pferd neue Hufeisen verpasst bekommt, der kann dem Hufschmied bei seiner Schweiß treibenden Arbeit zusehen.

Wie immer bietet die Großveranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, auch diesmal wieder aufregende Highlights. Gespannt sein dürfen die Besucher beispielsweise auf eine tierische „Nationalelf“. Die Kaltbluthengste vom Warendorfer Landgestüt werden am Sonntag um 15 Uhr in einem Turnier vormachen, wie Fußball richtig gespielt wird. Und wer einmal die Ungarische Post gesehen hat, wird sie sicher nie wieder vergessen: Diese wahrhaft Atem beraubende Dressurnummer mit vier Pferden, bei der der Reiter im vollen Galopp auf zwei Pferderücken gleichzeitig steht, erweist sich immer wieder als echter Publikumsmagnet. Waghalsig ist auch die „Voltige cosaque“ der „Troupe Jéhol": wilde, schnelle Reiter, die sich wendig wie ihre kriegerischen Vorbilder weniger im Sattel als neben dem Bauch ihrer ‚Comtois’ befinden.

An zahlreichen Info-Ständen geben Fachleute dem interessierten Besucher Auskunft zu den Fähigkeiten, Eigenarten und Charaktermerkmalen der einzelnen Kaltblut-Rassen. Vertretungen der Rassenverbände bieten Interessierten direkte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, und natürlich gibt es Musik und viele Kinderangebote wie das Eselreiten am Sonntag. Verkaufsstände halten ein Equipment-Angebot bereit, so dass sich Besucher mit allem eindecken können, was zu einer zünftigen Ausstattung gehört.

Und wer am Ende der Veranstaltung noch immer nicht weiß, dass das Blut der Kaltblüter keineswegs kalt ist, der sollte unbedingt in zwei Jahren wieder kommen, wenn es wieder heißt: „Herzlich willkommen zu PferdeStark 2007“!

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die ansonsten bei „PferdeStark“ gern genutzte Pforte in Richtung Horndoldendorf aus organisatorischen Gründen geschlossen bleiben muss.

Weitere Informationen, Texte und Bilder für die Presse bei: Gefion Apel , Tel.: 05231/706 - 104 e-mail: wfm-detmold@lwl.org

Letzte Gelegenheit: Verschwundene bäuerliche Lebenswelten
25. Juli 2005

Führung zu verschwundenen bäuerliche Lebenswelten im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Detmold (lwl). Sie war ein Höhepunkt zum Saisonstart im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold: Die Ausstellung „Häuser und Höfe aus Westfalen. Verschwundene bäuerliche Lebenswelten – Fotografien von Josef Schepers“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) war bis Sonntag, 24. Juli, zu sehen. Gelegenheit zu einer letzten Führung durch die Fotoausstellung bot Dr. Heinrich Stiewe am kommenden Freitag, 22. Juli 2005, ab 15 Uhr.
Eindrucksvoll zeigte die Auswahl von Fotos aus dem Nachlass des Gründungsdirektors Josef Schepers, wie grundlegend sich die traditionelle agrarische Kulturlandschaft Westfalens seit dem Zweiten Weltkrieg verändert hat: Unzählige Bauernhöfe fielen dem Strukturwandel zum Opfer, die verbliebenen Betriebe stehen unter einem andauernden Modernisierungsdruck. Viele in Jahrhunderten entstandene Gebäude und Hofanlagen wurden und werden abgebrochen oder umgebaut. Die Lebens- und Arbeitswelten westfälischer Bauern haben sich grundlegend gewandelt.
Die Aufnahmen zeigten Hofanlagen und ländliche Gebäude aus Westfalen im Zustand der 1930er bis 1950er Jahre. Zu dieser Zeit fand Josef Schepers noch Bauernhöfe mit strohgedeckten Fachwerkbauten im Schatten großer Hofeichen, auf denen die Zeit scheinbar stehen geblieben war. Heute ermöglichen seine Fotografien seltene Einblicke in längst verschwundene bäuerliche Lebenswelten, zu denen Bauhistoriker Heinrich Stiewe am Freitagnachmittag berichtet. Treffpunkt der Führung in der Reihe „Museumswissenschaftler führen“ war die ehemalige Fasanerie, Interessierten entstanden neben dem Museumseintritt keine weiteren Kosten.

„Häuser und Höfe aus Westfalen“
Sonderausstellung mit Fotos aus dem Nachlass von Josef Schepers
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold, ehemalige Fasanerie
Noch bis 24. Juli 2005
Ausstellung geöffnet: täglich außer montags, 11 - 17 Uhr

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold – Landesmuseum für Volkskunde Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel. (05231) 706-0; Fax 706-106
www.freilichtmuseum-detmold.de; E-Mail: wfm-detmold@lwl.org


Pressekontakt: Gefion Apel Tel.: 05231/706-140
Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235

Treffpunkt: Schultenhof
11. Juli 2005

Treffpunkt: Schultenhof
Sonntagsführung im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Die Serien der Münsterländer Bilder des Fotokünstlers Martin Rosswog sind mit der Ausstellung "Inside - Schultenhöfe des Münsterlandes" im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold seit Juni zu sehen: Am Sonntag, 10. Juli, bot der stellvertretende Museumsleiter Dr. Jan Carstensen ab 14 Uhr eine Sonderführung zum Thema an, die beim Gräftenhof (Hof Schulte-Bispinck) im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begann und Interessierte schließlich in die Sonderausstellung entließ.

Der Fotograf Martin Rosswog, (geb. 1950), hat sich nach seiner Ausbildung bei dem Düsseldorfer Professor und Fotografen Bernd Becher seinen Weg als künstlerischer Dokumentarist gesucht, wie er jüngst in einer Publikation eines seiner Fotoprojekte über ländliche Innenräume Europas bezeichnet wurde. Die Schultenhöfe des Münsterlandes bilden im Gesamtwerk Rosswogs, das Aufnahmen aus europäischen Ländern wie Irland, Spanien oder Finnland zeigt, das wichtigste deutsche Beispiel.

Die Bilder-Serien bieten Einblicke in modern genutzte historische Bauernhöfe des Münsterlandes und regen beim Betrachten zahlreiche Gedanken über das Leben auf diesen Höfen heute und früher an.

"Inside - Schultenhöfe des Münsterlandes. Fotografien von Martin Rosswog." (14.06.-31.10.2005)

Schafschur im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold“
15. Juni 2005

Endlich waren sie vorbei – die Tage der Schafskälte – und so konnte im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zur Schere gegriffen werden, um die Museumsschafe zu scheren. Im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurde am Sonntag, 19. Juni, mit der Handschere geschoren, was bis zu einer halben Stunde pro Schaf dauern kann. Traditionell wurde die Schafskälte als gewöhnlich mit kalten Nordwestwinden und Regenschauern verbundene Zeit zwischen Anfang und Ende Juni abgewartet, bevor man den Schafen ihre wärmende Wolle nahm. Ein weiterer Grund für den späten Termin war die Wollwäsche, die nicht, wie heute, nach der Schur durchgeführt wurde sondern vorher, indem die Tiere in ein Gewässer getrieben wurden.
Eine Schafschur kann man heute nur noch selten miterleben und wenn, dann eine, die mit der elektrischen Schermaschine in wenigen Minuten durchgeführt wird. Am Schafstall des Osnabrücker Hofes konnte man aber nicht nur die Geschicklichkeit der Schererinnen miterleben, sondern auch Schafprodukte probieren, beim Kardieren und Filzen mitmachen, den Spinnerinnen zusehen, Rohwolle kaufen, an Filzschnüren turnen, Fühlproben an Wollen unterschiedlicher Rassen machen, erfahren, warum ein Schaf geschoren werden muss...
Im LWL-Freilichtmuseum werden zwei Schafrassen gehalten: das Westfälische Schwarzkopfschaf und das Bentheimer Landschaf. Letzteres ist Rasse des Jahres 2005 und gehört wegen der geringen Bestandszahlen zu den gefährdeten Schafrassen. Neben der Wollproduktion leisten die Schafe wichtige Beiträge bei der Pflege der extensiven Grünflächen.

Bauarbeiten am Armenhaus Rinkerode gehen voran
07.11.2005

Bauarbeiten „Armenhaus Rinkerode“ schreiten voran

Detmold (lwl). Vor über 40 Jahren wurde es abgetragen, wettergeschützt im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eingelagert, seit 2002 wird es wieder errichtet: Das Armenhaus aus Rinkerode (Kr. Warendorf), das das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Sommer 2005 eröffnen wird, um über die Armenversorgung im frühen 19. Jahrhundert zu informieren.
Gerade die Wintermonate vor der Saisoneröffnung sind im Freilichtmuseum arbeitsintensiv: Die kalte Witterung ist für das Bauteam bei diesem Projekt kein Problem, da nun der Innenausbau ansteht und das Gebäude bereits wetterfest ist. Die Gebäuderestauratoren Werner Flore und Uwe Steinmeier mauern z.Zt. die Innenwände im Fachwerkgefüge des Armenhauses aus. Die Wände waren dünn und so werden jetzt die Lehmsteine nicht liegend sondern hochkant eingesetzt und mit etwas Lehmmörtel vermauert. Der Bau der offenen Herdfeuerstelle in der Küche steht für Januar auf dem Arbeitsprogramm. Es wird eine typische münsterländische Herdstelle mit Baumberger Sandsteinelmenten und einem Rauchfang aus Fachwerk entstehen. Die dafür vorgesehenen Bauteile stammen aus den Magazinen des Museums und wurden sorgfältig nach regionaler Herkunft und Alter ausgesucht. Insofern sind auch andere Kräfte des LWL-Museums beim Aufbau gefordert: So wurden aus den Magazinen aktuell auch die dreizehn originalen Fenster mit ihren Blendläden aus dem Baujahr des Armenhauses, 1824, herausgesucht. Sie werden nach sorgfältiger Restaurierung noch in diesem Winter eingebaut. Das Gleiche gilt für die insgesamt sieben Türen.
Für das Frühjahr 2005 ist der nächste Schritt geplant, zu diesem Zeitpunkt soll der Innenputz der Fachwerkwände aufgebracht werden. Nur die ausgemauerten Felder werden geputzt, die Fachwerkhölzer bleiben dagegen sichtbar. Dieser einfache Zustand war noch bis zum Abbau des Armenhauses in Rinkerode im Jahre 1966 erhalten. Vom Sommer 2005 an soll das Armenhaus aus Rinkerode für Besucher im WFM Detmold zu besichtigen sein.
Weitere Informationen: Gefion Apel Tel.: 05231/706 – 0 oder Fax: 05231/706-106.

Kinderaktion zu Himmelfahrt
08.Mai 2005

Am Feiertag , Donnerstag, 5.Mai, gab es im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold ein besonderes Angebot für Kinder: Im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lud die Textilwerkstatt im Paderborner Dorf zum Mitmachen ein.
„Mit Perlen auf Filz sticken“ von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr bot Kindern die Möglichkeit, zum Beispiel als Geschenk zum Muttertag eine kleine Stickarbeit anzufertigen, die sie für 1,50€ mit nach Hause nehmen konnten. Eine Anmeldung war nicht erforderlich, Eltern sollten vom Eingang aus ca. 20 Minuten Wegstrecke – auch bei der Fahrt mit dem Pferdewagen - zum Paderborner Dorf einplanen.

Kontakt: Gefion Apel Tel.: 05231/706 – 0 oder Fax: 05231/706-106

“Tag des offenen Bauhofs ”
Mai 2005

Was macht Fachwerkbauten haltbar, und wie geht das Westfälische Freilichtmuseum Detmold mit seinen Bauten um? Um diese und andere handwerkliche und wissenschaftliche Fragen ging es, als die Gebäuderestauratoren am Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den Bauhof öffneten, um den Besuchern ihre musealen Kompetenzen zu vermitteln. Am Sonntag, 10. April, konnten hier interessierte Museumsgäste einen „Blick hinter die Kulissen“ werfen. Der „Bauhof“, eines der museumseigenen und für Besucher sonst nicht zugänglichen Betriebsgebäude, enthält verschiedene Werkstätten und die Abbundhalle. Das Gebäude liegt etwas versteckt auf halbem Weg zwischen dem Lippischen Meierhof und dem Paderborner Dorf.

Unter dem Titel „Der offene Bauhof“ zeigten und erläuterten die Restauratoren verschiedene Arbeitsschritte, die nötig sind, wenn sie im Museum ein historisches Gebäude wieder aufbauen.
Dabei dienten ihnen Fachwerkwände, die sie gerade restaurierten als Beispiel für die Arbeitsschritte.
Zum Schauen und für Fragen zum historischen Bauen war der Bauhof im LWL-Museum zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet.


Estland zu Gast im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold:
10. Januar 2005

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold hatte im Jahr des EU – Eintritts zahlreicher neuer Länder eines von ihnen zu Gast: Das Estnische Freilichtmuseum Tallinn präsentierte seine Ausstellung 'Estnische Liebe' im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) . Die Ausstellung sollte zeigen, was die Esten ausmacht und ihnen am Herzen liegt. Obwohl diese Ausstellung viele estnische ländliche Alltags- und Hochzeitsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert präsentierte, zeigte sie nicht nur die Lebensweise oder Volkskunst dieser Epoche. Vielmehr wollte sie der Frage nachspüren, was es hieß und heißt, Este zu sein. Dabei wurden alte Gegenstände, Fotos und Töne, aber auch Farben und Gerüche zu Symbolen und erhielten damit eine weit tiefere Bedeutung. So entstand eine Art Lebensschau des Alltagslebens früherer Zeiten.

Für Esten war es nicht üblich, über Gefühle zu sprechen: Das eher praktisch gesinnte Bauernvolk schätzte Taten mehr als Worte. Vor dem Hintergrund eines gleichförmigen bäuerlichen Alltagslebens tritt die Hochzeit als das wichtigste und feierlichste Erlebnis im Leben eines Menschen besonders augenfällig in den Vordergrund. Ihre Besonderheit wird durch reich geschmückte farbenfrohe Gegenstände betont, die Jugend, schöne Hoffnungen für die Zukunft und Liebe zum Ausdruck bringen. Aber Liebe meint bei weitem nicht nur ein Gefühl zwischen Mann und Frau, das zu einer Heirat führt. Liebe ist ebenso die mütterliche Zärtlichkeit und Fürsorge und der Wunsch der Väter, ihre Söhne als ihre Nachfolger zu sehen. Liebe ist auch der gemeinsame Versuch, den Kindern eine bessere Ausbildung, ein besseres Leben zu bieten.

Für estnische Bauern bedeutete die Arbeit – von jeher ihr Lebensmittelpunkt - vor allem Ackerbau. Das gesamte 19. Jahrhundert war von ihrem Streben geprägt, Abhängigkeitsverhältnisse abzustreifen und selbst Besitzer der Äcker, Wälder und Wiesen zu werden. 'Ihre Liebe zum Boden, der in harter Arbeit immer wieder bebaut wurde, war sehr tief, obwohl – oder gerade weil – sie dieser Liebe oft Gesundheit, Jugend und Schönheit geopfert haben', so Museumsdirektorin Mereike Lang aus Tallinn.

Liebe in Estland – das ist auch ein Heim, das mit eigenen Händen aufgebaut wurde: Ob es sich um ein schornsteinloses rauchgeschwärztes Haus handelt, das die Jahrhunderte überdauert hat, oder um ein sauberes und gepflegtes Wohnhaus aus dem 19. oder 20. Jahrhundert. 'Trotz aller Schicksalsschläge haben die Esten durch Jahrtausende ihre Identität bewahrt, unter anderem indem sie sorgsam auf ihre eigene Sprache und Kultur geachtet haben. Nichts anderes als Liebe mit ihren tausenden unsichtbaren Fäden hat die Esten an dieses kleine steinerne Land an der Ostsee gefesselt. Die Ausstellung möchte mit ihren Bildern, Symbolen und Szenen alle Besucher anregen, die Seele der Esten zu entdecken', so Lang.

LWL-Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier freute sich über den Kulturaustausch: 'Die Ausstellung des Estnischen Freilichtmuseums sollte als Gesamtschau die Besucher ermutigen, das Wesen und das Selbstverständnis der Esten zu entdecken und bietet uns in Westfalen erstmals die Möglichkeit dazu'. Die 'Estnische Liebe' war im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold vom 20. Juli bis zum 31. Oktober 2004 zu sehen.
Im Austausch ist im Estnischen Freilichtmuseum Tallinn gleichzeitig eine Ausstellung aus Detmold zu sehen: 'Häuser und Höfe aus Westfalen'.

Estnische Liebe
Sonderausstellung aus dem Estnischen Freilichtmuseum Tallinn
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Krummes Haus, 32760 Detmold
www.freilichtmuseum-detmold.de

Seltenes Wandbild aus jüdischem Besitz dem Detmolder Freilichtmuseum übergeben
10. Januar 2005

„An den Wassern zu Babylon saßen wir, und weineten, wenn wir an Zion gedachten“ – dieses Zitat aus Psalm 137 schmückt ein prächtiges gerahmtes Wandbild, das von Helene Mühlmeier aus Lage-Waddenhausen dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold im Herbst 2004 übergeben wurde. Das Thema des Bildes, das nun zum Bestand im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)gehört, ist die „babylonische Gefangenschaft“ des Volkes Israel, wie sie im Alten Testament beschrieben wird: Eine trauernde Familie sitzt am Ufer eines Flusses; im Hintergrund ist eine Stadt (Babylon) zu erkennen. Der farbige Druck aus dem späten 19. Jahrhundert entstand nach dem 1832 entstandenen Gemälde „Die trauernden Juden im Exil“ des Düsseldorfer Historienmalers Eduard Bendemann (1811-1889).

Die Geschichte des Bildes ist nicht weniger anrührend als sein Inhalt: Wie Helene Mühlmeier (83) erzählte, gehörte es Berta Riesenfeld, einer Jüdin aus Waddenhausen, die der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus zum Opfer fiel. Ende 1939/Anfang 1940 musste die alleinstehende Witwe Riesenfeld ihre bisherige Wohnung verlassen und wurde im Haus von Pauline und Auguste Jungekrüger in Waddenhausen, der Mutter und Großmutter von Frau Mühlmeier, „einquartiert“. Die beiden alten Frauen nahmen die Witwe auf und versorgten sie mit Essen - Juden erhielten zu dieser Zeit keine Lebensmittelkarten mehr. Abends saßen sie oft zusammen und spielten Schach oder Mühle. Anfang der 1940er Jahre, erinnert sich Helene Mühlmeier, wurde Berta Riesenfeld von der Polizei „abgeholt“ – sie war im Krankenhaus gewesen, konnte aber noch Bettzeug und einige wenige persönliche Sachen aus ihrer Wohnung mitnehmen und sich von Pauline und Auguste Jungekrüger verabschieden.
Der Hausrat von Berta Riesenfeld wurde durch das Finanzamt versteigert – doch hatte sie das Bild mit den „trauernden Juden“ nicht mit angegeben, sondern schon vorher Pauline Jungekrüger anvertraut – mit der Bitte, es für sie aufzubewahren, bis sie zurückkäme.

Berta Riesenfeld kehrte nie zurück - wohin sie kam und was aus ihr wurde, wusste Helene Mühlmeier nicht. Wie auf dem Mahnmal am Bielefelder Hauptbahnhof zu lesen ist, wurde die 64-jährige Berta Riesenfeld, geborene Tintner, im Dezember 1941 von dort mit einem der berüchtigten Deportationszüge ins Ghetto von Riga (Lettland) gebracht. Zusammen mit Zehntausenden anderen wurde sie dort ein Opfer des Holocaust, des Massenmords an den europäischen Juden.
Pauline Jungekrüger und später ihre Tochter bewahrten das Bild von Berta Riesenfeld über 60 Jahre lang sorgsam auf. Vor kurzem entschloss sich Helene Mühlmeier, es dem Freilichtmuseum zu übergeben. Durch Zeitungsberichte über den Wiederaufbau des Fachwerkhauses der jüdischen Familie Uhlmann aus Ovenhausen bei Höxter war sie auf das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe aufmerksam geworden und meinte, dass das Bild dort gut aufgehoben sei. Nach Einschätzung Dr. Heinrich Stiewes vom Freilichtmuseum gehört es zu den ganz wenigen persönlichen Gegenständen aus jüdischem Besitz, die erhalten blieben. Der Museumswissenschaftler hob hervor: „Wie das Haus der Familie Uhlmann aus Ovenhausen, das zur Zeit im LWL – Freilichtmuseum wieder aufgebaut wird, soll das Bild dazu beitragen, bei den Museumsbesuchern die Erinnerung an das Schicksal der deportierten und ermordeten Juden aus Westfalen-Lippe wachzuhalten.“ Für weitere Hinweise ist das Landesmuseum für Volkskunde dankbar.

Online angefragt: Wie gefällt die Museums-Homepage?
22.11.2004



Detmold (lwl). Während der Wintermonate laufen die Vorbereitungen auf die Saison 2005 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold,
und gerade jetzt ist die Besuchermeinung besonders gefragt:
Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
möchte seinen Internetauftritt weiter entwickeln und verbessern und dazu Ideen der Nutzer kennen lernen.

Wer seine Vorstellungen eines Internangebotes von Museen vielleicht in Zukunft verwirklicht sehen will, kann ab sofort online einen Fragebogen ausfüllen, der über einen Mausklick von der Museumshomepage aus erreichbar ist (www.freilichtmuseum-detmold.de). Die Untersuchung wird im Rahmen eines Studienprojektes der Universität Paderborn im Fachbereich Geographie/Tourismus in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold von November 2004 bis Februar 2005 durchgeführt.

Es dauert nur wenige Minuten, den Fragebogen auszufüllen und zu mailen, und dafür gibt es eine Be-lohnung: Als Dankeschön werden drei LWL - Museumscards für Familien verlost. Die Gewinner können zwölf Monate lang die 17 LWL-Museen kostenlos besuchen. Die Card wird am Eingang z.B. der LWL-Freilichtmuseen gezeigt und schon geht es los...

Sollten Fragen zu der Online-Aktion bestehen, gibt es die Möglichkeit für Rückfragen unter wfm-detmold@lwl.org. Alle Angaben werden anonym und vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Mitarbeiter des Museums sind von der Befragung ausgeschlossen.


Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235 und Gefion Apel, Tel. 05231 706-104
presse@lwl.org

Westfälische Bauernhöfe in Estland
03.11.2004

Kultureller Austausch über die Grenzen hinweg – das war das Ziel einer Kooperation zwischen dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold und dem Estnischen Freilichtmuseum in Tallinn, die rechtzeitig zum im Mai 2004 erfolgten EU-Beitritt Estlands umgesetzt worden ist: Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigte bis zum 31. Oktober in der estnischen Hauptstadt die historische Fotoausstellung „Häuser und Höfe aus Westfalen. Vergangene bäuerliche Lebenswelten“. Im Gegenzug war das Tallinner Museum bis Ende Oktober mit der Ausstellung „Estnische Liebe“ in Detmold zu Gast.

Merike Lang, die Direktorin des Estnischen Freilichtmuseums, und der Detmolder Museumsdirektor Professor Stefan Baumeier eröffneten die Ausstellung in Tallinn gemeinsam in Gegenwart der Stellvertreterin des deutschen Botschafters und des Kulturreferenten der Deutschen Botschaft. Baumeier bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und betonte die mehr als zehnjährige Freundschaft, die die beiden Kulturinstitute miteinander verbindet.

Die historischen Beziehungen zwischen Westfalen und Estland reichen weit zurück, bis ins Mittelalter lassen sie sich verfolgen: Ein Großteil der deutschen Ritter und Kaufleute, die das Christentum einführten und in Estland Handel trieben, kam aus Westfalen. In den mittelalterlichen Kirchen und Bürgerhäusern der Stadt Tallinn sind ihre Spuren noch heute deutlich sichtbar. Die westfälischen Bauern hingegen waren nicht bis nach Estland gezogen – daher haben sich gerade die ländlichen Kulturen in beiden Ländern unabhängig voneinander entwickelt und ihr eigenes, charakteristisches Gesicht bewahrt. Die daraus erwachsene traditionelle Arbeits- und Lebenswelt der Landbevölkerung in Westfalen und Estland steht im Mittelpunkt der beiden Ausstellungen in Detmold und Tallinn.

Beide präsentierten das umfassende Thema jedoch in höchst unterschiedlicher Form. Die von der Kuratorin Maret Tamjärv vom Estnischen Freilichtmuseum konzipierte Ausstellung „Estnische Liebe“ zeigte den Detmolder Museumsbesuchern eine faszinierende Fülle: Zu sehen waren liebevoll verzierte Textilien und Gebrauchsgegenstände aus ländlichen Haushalten Estlands des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung erzählte von der Liebe der Esten zu ihrer Familie, ihrem Heim und ihrem Land, aber auch von der Härte der täglichen Arbeit.

Dagegen präsentierte die vom Detmolder LWL-Museumswissenschaftler Dr. Heinrich Stiewe vorbereitete Ausstellung in Tallinn ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotografien von alten westfälischen Bauernhöfen und ländlichen Siedlungen. Sie stammen aus dem Nachlass des bekannten Hausforschers und Museumsgründers Josef Schepers (1908-1989), der die Aufnahmen in den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts machte. So hingen in Tallinn vor historischen Bruchsteinmauern auf der Tenne eines alten estnischen „Riegenhauses“ große Tafeln, die Außenansichten und Innenaufnahmen von alten westfälischen Bauernhäusern zeigten. Sie vermittelten den Besuchern Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der traditionellen ländlichen Bauweise Westfalens und Estlands.

Knappe Texte, die von Mitarbeiterinnen des Tallinner Freilichtmuseums ins Estnische übersetzt wurden, erläuterten die Fotos. Bereichert wurde die Ausstellung durch mehrere reich verzierte Eichentruhen von westfälischen Höfen aus der Sammlung des Detmolder Museums.

Der Ausstellungstechniker Rolf Lüttmann vom Detmolder LWL-Museum hatte die Ausstellung in Tallinn gemeinsam mit den estnischen Kollegen aufgebaut und lobte die gute Zusammenarbeit über Sprachgrenzen hinweg: „Obwohl wir uns manchmal ‚mit Händen und Füßen’ verständigen mussten, hat die Arbeit viel Spaß gemacht. Auch die gastfreundliche Aufnahme in Estland durch die Museumskollegen war einfach begeisternd,“ berichtete der Detmolder nach seiner Rückkehr.

Eesti armastus
01.11.2004

20. juulist—31. oktoobrini 2004
Vestfaali vabaõhumuuseumis Detmoldis

Eesti Vabaõhumuuseumi näitus kõneleb eestlaseks olemisest,
eestlase kargest kiindumusest oma peresse, kodusse, maasse
ja rahvasse. 19.—20. sajandi tarbe- ja pulmavara kõrval
kasutatakse näitusel ohtralt vanu fotosid, lõhnu, värve ja
helisid, mis kasvavad sümboliteks ning omandavad
kinnisevõitu eestlase hinge avamisel sügavama tähenduse.




„Vestfaali hooned ja taluõued.
Kadunud talupojamaailm Josef Schepersi (1908—1989) fotodel.”

23. juulist – 30. septembrini 2004
Eesti Vabaõhumuuseumis Tallinnas

Tundeküllaste ajalooliste fotodega näitus jutustab
Vestfaali maa-asustuse mitmekesisusest, selle piirkonna
taluhoonetest ja –õuedest. Ehitusajaloolase Josef Schepersi 1934.—1965.
aastatest pärinevad fotod on teadlik valik
pildistamise hetkeks juba „vanamoodsatest” algupärastest
õuedest, mis võimaldavad heita pilku Vestfaali maaelanike
kadunud maailma.

Letzte Kellerwand aus Fretter transloziert
15.Oktober 2004

Letzte Kellerwand des Hauses aus Fretter zieht ins LWL-Freilichtmuseum Detmold um
Detmold (lwl). Im Dezember 2003 herrschte große Aufregung im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold: Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) translozierte ein Haus aus Finnentrop/Fretter (Kreis Olpe) in ganzen Teilen. Aber ein Rest des Gebäudes blieb doch noch vor Ort: Der Keller aus Bruchstein war witterungsbeständig und verblieb deswegen noch bis Herbst 2004 im Sauerland.
Im Herbst 2004 wanderte auch der letzte Hausteil mit Hilfe eines 120 Tonnen-Krans auf den Tieflader und wurde von der Bauabteilung des LWL-Museums nach Detmold gebracht.
Die 6,50 m lange und 2,95 m hohe Wand mit einer Stärke von 63 Zentimetern schwebte am frühen Freitagvormittag am Haken. Unterfangen und für den Transport gesichert wurde die Wand von einer Schmallenberger Spezialfirma. Verpackt und reisefertig gemacht hatten das „Päckchen“ am Tag zuvor die Gebäuderestauratoren des LWL-Freilichtmuseums.
„Mit 26 Tonnen Gewicht ist dieses Teilstück ein eher kleinerer Transport. Trotzdem sind wir froh, Haus Fretter vor Wintereinbruch sicher bei uns zu wissen,“ kommentierte Museumsarchitektin Claudia Diekmann zufrieden die Aktion. „Auch dieses Teil kommt im Freilichtmuseum zunächst unter Dach“ erläuterte Dr. Hubertus Michels, Bauhistoriker des Museums, „ es soll dann als Vorbild für die Errichtung der übrigen Kellerwände dienen, wenn wir den Wiederaufbau beginnen.“


Pressekontakt:
Gefion Apel, Telefon: 05231 706-104

Holzrestaurierung historischer Gebäude
25.09.2004

“Holzrestaurierung historischer Gebäude” im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Historisches Bauen – und zwar insbesondere von Fachwerkbauten - gehört zu den Kernkompetenzen des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold: Dabei ist umfangreiche Planung, handwerkliches Geschick und sorgfältige Dokumentation erforderlich. Wie das eigentlich gemacht wird, interessiert viele der Gäste im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) , daher zeigen die Gebäuderestauratoren am kommenden Freitag, 24. September, ihre Einsatzgebiete.
In der Reihe „Restauratoren führen“ stellen Daniel van’t Hull und Timm Miersch
als Gebäuderestauratoren der Fachrichtung „Holz“ unter dem Titel „Holzrestaurierung historischer Gebäude. Handwerkliche Ausführung und Dokumentation“ ihre Arbeit am Beispiel einer aktuellen Baustelle im Freilichtmuseum vor. Wie wird das Fachwerk restauriert, und nach welchen Gesichtspunkten werden die Arbeitsgänge dokumentiert, damit spätere Fachleute sie nachvollziehen können? Der erste Teil der Veranstaltung findet im Schafstall am Gräftenhof statt, danach gibt es eine Besichtigung der Baustelle vor Ort.Treffpunkt des Rundganges ist um 15 Uhr der Eingangspavillon. Für diese Aktion wird keine zusätzliches Entgelt erhoben, lediglich der Museumseintritt muss von Interessierten entrichtet werden

Erstmals Experimetelles Sticken im WFM Detmold gezeigt
24.09.2004

„Experimentelles Sticken“ – Vorführung und Mitmachmöglichkeiten in der Textilwerkstatt des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold

Erstmals gab es im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold solche Vorführungen: Am 18. und 19. September 2004 stand die Textilaktion im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unter der Überschrift „Experimentelles Sticken“. Textilrestauratorin Sandra Schollähn hatte ihren Beitrag zum Jahresprogramm des LWL – Museums so genannt, weil sie zum kreativen Umgang mit dem Stickmaterial ermutigen wollte: Denn auch mit Nadel und Faden kann man experimentieren, genauso wie mit Pinsel und Farbe.
Um das zu beweisen, präsentierte Sandra Schollähn ihre Arbeiten und die Objekte einer Textildesignerin an einem Wochenende im September. Die Textilfachfrauen zeigten Materialien und Sticktechniken, mit denen man frei experimentieren kann. Das gilt sogar für eine recht alte Sticktechnik, den sogenannten“ Klosterstich“, mit dem man modern und abstrakt arbeiten kann. Die Vorführungen waren im Paderborner Dorf des Freilichtmuseums am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Begleitend dazu wurden auch Mitmachaktionen für Kinder geboten.


50 Jahre DKO - Ausstellung im WFM Detmold
25.07.2004

Detmolder Kammerorchester mit Ausstellungsauftakt im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold
Am Sonntag, 25. Juli, eröffnete das Detmolder
Kammerorchester (DKO) mit kammermusikalischen Klängen im
Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eine kleine
Sommerausstellung: Zum 50-jährigen Jubiläum des
Kammerorchesters zeigt die Ausstellung Bilder und Fakten aus seiner künstlerischen Geschichte im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Um die Museumsgäste auf die Präsentation im Paderborner Dorf des Museums musikalisch einzustimmen, spielten Franco Lari, Matias Villafane und Emmanuel Goldstein vom DKO zum Auftakt im Trio in der Scheune Kroll bei der Museumsgaststätte „Zum Wilden Mann“.
Die drei Musiker präsentierten in einer kleinen Matinee Trios von Joseph Haydn als auch symphonische Stücke von Antonio Vivaldi. Die Ausstellung zur Entwicklung des Detmolder Kammerorchesters wird noch bis zum 12. September im LWL – Freilichtmuseum zu sehen sein.

Ausstellungseröffnung
26.07.2004

Am vergangenen Wochenende wurde die Sonderausstellung "Estnische Liebe" aus dem Estnischen Freilichtmuseum Tallinn in Detmold erfolgreich eröffnet. Trotz Sturzregens blieb die Stimmung unter musikalischer Begleitung von "Hermann Brass" unter den geladenen Gästen aus Estland und Deutschland gut.
Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober in Detmold zu sehen sein.

7.000 wollten Landwirtschaft kennen lernen
12.07.2004

7.000 besuchten "Tag der Landwirtschaft" mit Regionaltierschau und buntem Programm im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Detmold(lwl). Der "5. Tag der Landwirtschaft" mit Regionaltierschau fand zum ersten Mal im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vor der historischen Kulisse des Paderborner Dorfes statt: Auftakt bildete ab 9 Uhr die Landessschafschau in der Nähe der Bockwindmühle, bei denen die Rassen Texel und Milchschaf sich einer Auswahl durch Preisrichter stellen mussten: Der beste Siegerbock unter den Texel kam aus Ahlen, ebenso wie das alte und das junge Siegerschaf. Bei den Milchschafen lag die Heimat des Siegerbockes mit Herscheid weiter weg.
Die offizielle Eröffnung ab 10.30 unter der Schirmherrschaft von Landrat Friedel Heuwinkel begleitete das Jagdhornbläserkorps Lippe-Detmold/Lage-Rotenberg im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold und gab damit für die Besucher einen musikalischen Autakt für ein vielseitiges Programm, das der Landrat mit den Worten empfahl: "Selbstverständlich bin ich gern dabei, wenn sich die Landwirtschaft hier im Freilichtmuseum präsentiert. An die Verbraucher appelliere ich, die Gelegenheit zu nutzen, sich einmal mit der Arbeit der Landwirte für die Lebensmittelversorgung der Region zu befassen - ich hoffe, dass alle daran so viel Freude finden, wie ich."
Die Landwirte stellten die leistungsstarke Tierzucht der Region vor;
aus allein 75 schwarz-bunten Kühen, wurde die beste Kuh sowohl nach Aussehen als auch Milchleistung bewertet und prämiert: Als beste Euterkuh der Schau konnte sich "Twiggy" aus Blomberg-Hagendonop durchsetzen.
Außerdem sorgen 42 Pferde, 41 von Jungzüchtern (6-25 Jahre) vorgestellte Rinder, sechs Fleischrinderrassen, fast 200 Schafe sowie Ziegen, Rassegeflügel und Kaninchen dafür, dass so viele Tiere wie selten zuvor im LWL-Freilichtmuseum zu bestaunen waren.
Beim Rassegeflügel waren es weiße Seidenhühner aus Bielefeld von Reinhard Lepper, die die Kammemedaille erhielten, bei den Rassekaninchen ging der erste Preis an einen "Deutschen Klein-Widder, grau" des Züchters Bernd Schnecke aus Bad Salzuflen. Zahlreiche Pferde wurden ebenfalls gesichtet, so gewann Meyer zu Hölsen aus Bad Salzuflen der 1. Preis in der Klasse "Warmblut mit Fohlen" mit Pelota und einem Stutfohlen.
Die Landwirte präsentierten außerdem, wie sich die Landtechnik von den ersten Traktoren, die als Oldtimer liebevoll gepflegt werden, bis hin zu den großen modernen Landmaschinen entwickelt hat: Nicht nur das Tintruper Trecker Team, auch die Alttraktorenfreunde Lippe waren vertreten. So war ein sechsreihiger selbstfahrender Rübenroder zu sehen, außerdem PS-starke Schlepper mit neuesten Anbaugeräten und ein Mähdrescher.
Schließlich konnten Besucher sich an 80 verschiedenen Informations-, Verkaufs- und Imbissständen kundig machen oder Dinge probieren. Hier präsentierten sich von den "Alttraktoren- und Nutzfahrzeugfreunden Fürstenthum Lippe" über den Landfrauenservice bis zum Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband ein Vielzahl von Vereinen, Direktvermarktern und Firmen - außerdem der von vielen Besuchern lang ersehnte Bauernmarkt. Die Landjugend Bielefeld ermöglichte den Besuchern selbst einmal auszuprobieren wie schwierig es ist, mit der Hand zu melken, dafür zeigte die Rinderunion West die Funktionsweise einer kleinen Melkmaschine.
Eine eindrucksvolle Vorstellung zeigten die Hütehunde -am Nachmittag führten sie eine Schafherde unter extrem schweren Bedingungen, nämlich durch das gesamte Paderborner Dorf mit seinen vielen Ständen und zahlreichen erstaunten Besuchern. Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier freute sich: "Was gibt es Schöneres. Als eine Verbindung zwischen der historischen Landwirtschaft im Freilichtmuseum und der aktuellen Landwirtschaft heute zu zeigen?"
Mit etwa 7.000 interessierten Besuchern erfreute sich die Veranstaltung trotz einzelner Regenschauer guten Zuspruchs. Vielen dieser Veranstaltungsgäste wird die Zeit bis zur nächsten Schau sicherlich lang: Erst in vier Jahren präsentiert sich die regionale Landwirtschaft wieder in so breitem Umfang.

Stickmeisterin demonstrierte Weißstickerei
12.07.2004

Stickmeisterin war am Wochenende im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold knüpfte am vergangenen Wochenende wieder an textile Traditionen an: Die Stickmeisterin Renate Vogelsang leitete Workshops und ein Mitmachprogramm am 10. und 11. Juli im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Wer sich für die feine Variante des Stickens interessierte war bei Renate Vogelsang im LWL – Museum genau richtig: Sie führte in die Weißstickerei ein, diesmal in Form von Workshops und einer Vorführung mit Mitmachaktion am Sonntag, 11. Juli ab 11 Uhr, mit einer Pause von 13 bis 14 Uhr.

Sollte es früher etwas Besseres sein, war es bis ca.1970 üblich, dass Bettwäsche, Damenunterwäsche oder Taschentücher mit schönen Monogrammen sowie weiteren Weißstickereien verziert wurden. Da diese Art der Wäsche üblicherweise mit weißen Stickereien verziert wurden, erklärt sich der Begriff „Weißstickerei. Grundsätzlich können diese Arbeiten natürlich auch farbig umgesetzt werden. Gestickt wurde in der Textilwerkstatt gegenüber der Schmiede im Paderborner Dorf.

Ausstellung ReklameKUNST um 1900
30. Juni 2004

Sonderausstellung „ReklameKUNST auf Sammelbildern um 1900 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold bis 20. Juni 2004

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold hatte sich gleich für den Saisonbeginn Einiges vorgenommen: Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigte in diesem Jahr die Sonderaustellung „ReklameKUNST auf Sammelbildern um 1900“. Ein prominenter Partner konnte für die Zusammenarbeit gewonnen werden: Die Ausstellung stammt aus dem Museum Europäischer Kulturen in Berlin.

Gezeigt wurden Reklamesammelbilder, wie sie seit 1875 in Paris von lithographischen Kunstanstalten hergestellt wurden. Insbesondere bei den Kindern waren sie sehr beliebt und wurden in Alben liebevoll gesammelt. Obwohl als Werbung produziert, finden sich doch von Anfang an Gemäldereproduktionen bekannter Meister unter den abgebildeten Motiven: Insbesondere die Firma Stollwerck erkannte früh den Zug der Zeit und bot künstlerische Sammelbilder von Max Liebermann über Adolph von Menzel bis hin zu den Worpsweder Künstlern an.
Ergänzt wurden die Sammelbilder durch Objekte aus der Sammlung des LWL – Museums wie Alben oder Emailschilder, die bereits vor hundert Jahren zu Werbezwecken verwendet wurden. Und es existieren noch weitere Verbindungen nach Detmold: „Wenn abends bei Klingenberg Feierabend war, dann war die Leopoldstraße schwarz von Menschen.“ So berichtete eine ältere Gewährsperson, die bei der Druckerei Klingenberg in Detmold in den 1930er Jahren als Lithograf in die Lehre ging.

Diese Aussage vermittelt ein Bild der lokalen Bedeutung des ehemaligen Druckbetriebes, mit dessen Schließung auch hier ein Kapitel Druckgeschichte beendet wurde. Damals produzierten mitten in der Stadt zeitweise bis zu 600 Beschäftigte – unter anderem die schönen Chromolithografien, die die Sammelbilder sind – zum Beispiel für die Firma Liebig. Die Druckerei Klingeberg ist bis heute unter Sammlern für ihre hochwertig gedruckten Bilder bekannt.
Nicht nur der Ort der Herstellung, also Detmold, verbindet das LWL – Museum mit dem Sammelbild, Projektleiter Dr. Jan Carstensen freute sich: „Wir haben mit dieser Ausstellung einen unserer eigenen Schwerpunkte als Landesmuseum für Volkskunde aufgegriffen - die Sammlung des Freilichtmuseums umfasst nahezu 600 Alben mit zahlreichen Sammelbildern zwischen 1880 und 1970. Zum Teil waren diese Bilder von sehr hoher Qualität und sind richtige Kunstwerke.“
Ergänzend wurde aus der Abteilung Museumspädagogik für Kinder am Anfang ihrer Künstlerkarriere ab Dienstag, 06. April – dem Eröffnungstag - ein Maltisch mit einer Motivauswahl aus den Sammelbildern zum Selbermalen angeboten.