Presseinformationen
Tag der Landwirtschaft11.06.2008
Tierschau, Bauernmarkt und Landmaschinen
Tag der Landwirtschaft im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Die Landwirtschaft der Region Bielefeld-Herford-Lippe ist wieder zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold: zum zweiten Mal lädt der Arbeitsausschuss für den Tag der Landwirtschaft am Sonntag, 22. Juni, zum „Tag der Landwirtschaft mit Regionaltierschau Bielefeld-Herford-Lippe“ ins Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ein. Im Paderborner Dorf können die Besucher an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr alles über die Landwirtschaft der Region erfahren.
Im Mittelpunkt steht die traditionelle Tierschau mit den schwarzbunten Kühen, die sowohl nach Aussehen als auch nach Milchleistung prämiert werden – über 100 Tiere sind dafür bereits gemeldet. 30 Teilnehmer ab vier Jahren nehmen am Jungzüchterwettbewerb teil. Aber auch Fleischrinder, Pferde, Schafe, Geflügel und Kaninchen können bestaunt werden. Neben den Tieren zeigen die Landwirte, wie sich die Landtechnik von den ersten Traktoren, die heute als Oldtimer liebevoll gepflegt werden, bis zu den heutigen hochmodernen Landmaschinen entwickelt hat. So werden beispielsweise Schlepper sieben verschiedener Fabrikate, ein Mähdrescher, ein Rübenroder und eine Rübenmaus zu sehen sein.
Ein eigener Bereich ist dem Thema „erneuerbare Energien“ gewidmet. Verschiedene Anbieter präsentieren umfangreiche Informationen zu diesem aktuellen Thema. Forstwirtschaftliche Organisationen zeigen Vorführungen zur Holztechnik und Energiegewinnung. Die berufsständische Vertretung bietet ein Forum zu aktuellen Agrarfragen wie der Energieversorgung, der Ernährungssicherheit, zum Milchboykott oder der Lage der Schweinehalter an.
Zahlreiche Akteure der regionalen land- und forstwirtschaftlichen Organisationen präsentieren sich auf dem Markt mit Informationsständen. Die Rinderunion West zeigt die Funktion einer kleinen Melkmaschine, und auch die Schur von Angorakaninchen können die Besucher erleben. Außerdem werden an diesem Tag Küken schlüpfen und es gibt einen Parcours für Kleinpferdegespanne, Hütehunde können beim Einsatz bei einer Schafherde beobachtet werden.
Darüber hinaus warten auf die Besucher kulinarische Köstlichkeiten und auf die kleinen Gäste Streicheltiere oder Bullenreiten. Sie können einen sechs Meter hohen „Zuckerhut“ erklettern oder ihr Glück bei Gewinnspielen versuchen. „Damit ist der Tag der Landwirtschaft ein interessanter und abwechslungsreicher Ausflug für die ganze Familie“, so die landwirtschaftlichen Organisatoren. LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen: „Wir freuen uns, dass wir diese Veranstaltung nach 2004 wieder zu Gast bei uns im Museum haben.“
Familien zahlen zum Tag der Landwirtschaft den normalen Tagespreis von 11 Euro, nur erwachsene Einzelpersonen zahlen mit 6 Euro einen Euro mehr als den üblichen Museumseintritt. Die ersten 1600 Besucher erhalten gratis den umfangreichen Katalog. Das vielfältige Programm beginnt um 10 Uhr, wenn unter den Milchkühen die Beste und Schönste ermittelt wird. Im Anschluss werden die Jungzüchter ihre Rinder vorstellen.
Um 10.30 eröffnet die Landrätin des Kreises Herford, Lieselore Curländer, die Veranstaltung in Begleitung des Jagdhornbläserkorps Lippe-Detmold/Lage-Rotenberg, anschließend ist die Landtechnik am Zuge. Danach sind neben den Pferden, Fleischrindern, Schafen und Ziegen auch Kleinpferdegespanne zu sehen, die das Gestüt Max und Moritz aus Herford zeigt. Das Holzrücken mit einem Kaltblutpferd und die Demonstration des Roten Höhenviehs im Arbeitseinsatz runden das Programm ab. Die Hütehunde bieten ab 15 Uhr eine Vorstellung, wenn sie eine Schafherde durch das gesamte Paderborner Dorf führen.
Diese Meldung mit Fotos zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter www.lwl.org
Pressekontakt: Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251/591-235
Rita Rehring, Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband, Tel. 05221/1802-50


PM08TagderLandwirtschaft31.doc
mopsmobil - wie der Hund die Welt bewegt
19. Mai 2008
Mopsmobil: wie der Hund die Welt bewegt - Ausstellung über
den besten Freund des Menschen im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Im Rahmen des Themenjahres „In Fahrt. Liebe Tod Geschwindigkeit“ präsentiert das LWL-Freilichtmuseum Detmold ab Dienstag, 20. Mai die zweite Sonderausstellung „mopsmobil – wie der Hund die Welt bewegt“ in der ehemaligen Fasanerie. Denn auch der beste Freund des Menschen ist mobil, und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Dienten Hunde früher als Zug- und Arbeitstier, bewegen sie heute die Herzen der Menschen und einen ganzen Wirtschaftszweig mit Konsumprodukten für Vierbeiner. Die kleine Ausstellung, die das Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit Studierenden des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erarbeitet hat, gibt Einblicke in die bewegte und bewegende Beziehung zwischen Mensch und Hund.
LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Seit Jahren pflegen wir Kooperationen mit mehreren Universitäten, die unsere Museumsarbeit bereichern.“ Auch die Studenten haben vom gemeinsamen Projekt profitiert: „Die Zusammenarbeit mit dem Museum war sehr spannend, denn wir wussten vorher gar nicht, was für tolle Möglichkeiten es bei der Ausstellungsgestaltung gibt“, erzählt die Studentin Doris Wermelt.
Hunde nehmen heute oft eine wichtige soziale Stellung innerhalb der Familie ein. Sie bereichern das Leben von Familien und Singles, schlafen in Hundebetten, fressen aus Designer-Näpfen und begleiten uns im Alltag und auf Reisen. Stirbt ein Hund, ist die Trauer um ihn oft ebenso groß wie die um einen Menschen. Die Studentin Katja Brandt berichtet: „ Wir waren auf einem Tierfriedhof und haben in vielen Trauerforen im Internet recherchiert, wie die Menschen um ihre Hunde trauern.“ Dies zeigen Ausstellungsstücke wie ein hochwertiger Hundesarg oder eine Hundeurne.
Bis weit in das 20. Jahrhundert jedoch war der Hund primär ein Arbeitstier: Er zog Karren mit Waren, hütete Schafe und bewachte Haus und Hof. Vergleichbare Aufgaben übernehmen Rettungs-, Blinden – oder Polizeihunde bis heute. „Erst Ende des 18. Jahrhunderts begann das städtische Bürgertum, Hunde aus Liebhaberei zu halten“, erklärt Projektleiterin Katharina Schlimmgen-Ehmke vom LWL-Museum. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Zuchtvereine und neue Hunderassen und die Arbeitsbedingungen für Hunde wurden geregelt. Die Einführung der Hundesteuer dämmte die Zahl der streunenden Hunde ein und erklärte gleichzeitig die rein aus Vergnügen gehaltenen Tiere zum Luxusgut, denn nur Gebrauchshunde wie Metzger-, Wach- oder Karrenhunde waren von der Steuer befreit.
Heute ist der Hund „der beste Freund des Menschen“, wie eine breite Produktpalette rund um die Vierbeiner zeigt. Einige ausgewählte Artikel zeigt die Ausstellung: Neben Bio-Hundefutter, Zahnbürsten, Shampoo, Pflegelotionen und Kosmetika gibt es mittlerweile modische Accessoires in allen Stilrichtungen, Schmuck und saisonale Modekollektionen. Auch wenn Herrchen und Frauchen verreisen, ist für die Vierbeiner gesorgt: Für die Ausstellung trugen die Studenten und die Macherinnen Hundetragetaschen, Transportboxen und Hundereisenäpfe zusammen. Bilder zeigen, dass Hundehotels und Pensionen vom individuellen Speiseplan über therapeutische Anwendungen, Massagen sowie Fell- und Pfotenpflege alles bieten, was das Hundeherz begehrt.
Das Verhältnis von Mensch und Hund ist jedoch nach wie vor zwiespältig: Jedes Jahr werden in Deutschland rund 70.000 Hunde ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben. Trennung, Umzug, gesundheitliche Probleme, hohe Kosten oder einfach Urlaubspläne machen die Vierbeiner auf einmal lästig. Die Studenten haben vor Ort das Schicksal der Tiere recherchiert. Doris Wermelt: „Wir waren im Tierheim, haben Interviews geführt und auch Fotos gemacht.“ Diese Bilder belegen die Schattenseite der menschlich-tierischen Beziehung.
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags zwischen 11 und 17 Uhr noch bis 31. Oktober in der ehemaligen Fasanerie zu besichtigen.
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Pressekontakt: Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel.: 05231/706–110
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251/591-235


PM08mopsmobil23.doc
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold kommt in Fahrt
2. April 2008
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold kommt in Fahrt
Eröffnung von Themenjahr und Sonderausstellung
Detmold (lwl). Am kommenden Sonntag, 6. April, ist es soweit: Das LWL-Freilichtmuseum Detmold eröffnet das Themenjahr unter dem Motto „In Fahrt. Liebe Tod Geschwindigkeit“ und die Sonderausstellung „Mein erstes Fahrzeug“. Ab 11 Uhr erleben die Besucher, wie das Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) „in Fahrt“ kommt. Zwischen 11 und 15 Uhr spielt das Maskenensemble „MATZ. Theater mit Masken“ im ganzen Gelände Szenen zum Jahresthema „In Fahrt“. Mit faszinierenden Maskenfiguren setzen die Schauspieler das Thema pantomimisch um und beziehen dabei die historischen Gebäude und Fahrzeuge mit ein.
Die Ausstellung „Mein erstes Fahrzeug“ widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Fahrzeug, die heute wie früher spannend und widersprüchlich ist. Für diese Ausstellung suchte das Museum noch ein besticktes Kissen mit Kfz-Kennzeichen für die Hutablage. Auf den Presseaufruf hin meldete sich Familie Saatkamp aus Lemgo und stellte ihr über 40 Jahre altes Kissen mit aufgesticktem Kennzeichen zur Verfügung. „Auf dieses Ausstellungsstück sind wir besonders stolz, weil es eine schöne persönliche Geschichte hat. In den 1960er Jahren tauschte die Familie ihre Isetta gegen ein Goggomobil ein, für das dann dieses Kissen mit dem Kennzeichen gestickt wurde“, erklärt Museumsleiter Dr. Jan Carstensen. Es ist nun in der Ausstellung zusammen mit dem Klassiker „Wackeldackel“ und einer Toilettenpapier-Rolle mit Häkelüberzug zu sehen. Von Fahrradplaketten und Sammelbildalben über Pokale bis hin zur großen Palette an Pflegeprodukten und Ausstattung wie Wackeldackel oder Schutzheilige reicht die Bandbreite der Ausstellungsstücke. Riech- und Hörstationen und ein Porsche-Kotflügel, der zum Streicheln einlädt, sprechen alle Sinne an und zeigen, dass wir Fahrzeuge oft sinnlich erleben.
Dass viele Menschen eine ganz persönliche Beziehung zur Mobilität haben, zeigte bereits 2002 eine Bildsuchaktion, die das LWL-Freilichtmuseum gemeinsam mit den Volksbanken und Spar- und Darlehenskassen Ostwestfalen-Lippe zum Thema „Mein erstes Fahrzeug“, durchführte. Aus den über 300 eingesandten Bildern aus den 1920er bis zu den 1970er Jahren wählte das Museum einzelne aus, die nun im Rahmen der Sonderausstellung auf einer Panoramawand gezeigt werden. Persönliche Geschichten der Fotografierten, die zeigen, dass mit dem eigenen Fahrzeug oft die verschiedenen Gefühle und Erinnerungen verbunden sind, ergänzen einige der Aufnahmen. So regen sie dazu anregen, selbst einmal im Familienalbum nachzublättern und sich an die eigenen Erlebnisse mit dem ersten Fahrzeug zu erinnern.
Originalfahrzeuge wie eine Isetta (1960er Jahre) oder ein BMW R 4 Motorrad (1920er Jahre) lassen die Begeisterung für Fahrzeuge seit der Mitte des 20. Jahrhunderts erahnen. Ebenso wird ein Bogen bis zur Gegenwart geschlagen, denn Faszination und Gefahren, die von der Mobilität des Menschen ausgehen, sind bis heute höchst aktuell und Teil des Alltags. Weitere Ausstellungsstücke zeigen Risiken und Unfälle als Schattenseiten der menschlichen Mobilität. So erinnern ein Crashtest-Dummy und Unfall-Fotos die Besucher an die eigene Verletzlichkeit im Straßenverkehr.
Außerdem erwarten die Besucher ab Sonntag auf den Wegen im Gelände und in den historischen Häusern an vierzehn Stationen Fahrzeuge wie ein Hochzeitsschlitten, ein Leichenwagen, ein Feuerwehrwagen von Opel, Modell „Blitz“, oder eine Kutsche der lippischen Fürstenfamilie. Sie werden mit besonderer Beleuchtung in Szene gesetzt, und begleitende Texttafeln informieren über die historischen Hintergründe. Farbige Signale führen die Besucher durch das Gelände zu den einzelnen Stationen und zur Sonderausstellung im Paderborner Dorf.
Pressekontakt: Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel.: 05231/706–110
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251/591-235


PM08StartThemenjahr11.doc
In Fahrt 2008: Die Saison 2008 im LWL-Freilichtmuseum Detmold
11.03.2008
Detmold (lwl). Pünktlich für den Osterspaziergang eröffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 21. März, die Saison in seinem Freilichtmuseum Detmold. Zum ersten Mal dreht sich in diesem Jahr alles um ein Thema: Unter dem Motto „In Fahrt. Liebe Tod Geschwindigkeit“ können die Besucher verschiedene Facetten der Mobilität erleben. Das gesamte Museumsangebot von Ausstellungen über Veranstaltungen bis hin zum Gelände und den historischen Häusern präsentiert sich bis zum 31. Oktober unter diesem Schwerpunkt. „Mit einem Themenjahr betreten wir Neuland für das LWL-Freilichtmuseum Detmold. Das alltagsnahe Thema der Mobilität möchten wir unseren Besuchern mit verschiedenen Angeboten näher bringen und sie dazu anregen, sich über eigene Erinnerungen und Erlebnisse auszutauschen. In den kommenden Jahren wird es natürlich andere Schwerpunkte geben“, verspricht Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.
In den Magazinen des Museums lagern seit Jahrzehnten rund 400 historische Fahrzeuge aus 300 Jahren westfälisch-lippischer Geschichte. Von dieser vielfältigen und spannenden Sammlung konnte das LWL-Freilichtmuseum bisher nur einen kleinen Teil zeigen. „Im Themenjahr 2008 öffnet das Museum nun seine Schatzkammer und setzt auf den Wegen im Gelände und in den historischen Häusern Fahrzeuge wie einen Hochzeitsschlitten, einen Leichenwagen, einen Feuerwehrwagen von Opel, Modell „Blitz“, oder eine Kutsche der lippischen Fürstenfamilie in Szene“, so Sammlungs- und Projektleiterin Katharina Schlimmgen-Ehmke. Farbige Signale führen die Besucher durch das Gelände zu den einzelnen Stationen.
Dass viele Menschen eine ganz persönliche Beziehung zur Mobilität haben, zeigte bereits 2002 eine Bildsuchaktion, die das LWL-Freilichtmuseum gemeinsam mit den Volksbanken und Spar- und Darlehenskassen Ostwestfalen-Lippe zum Thema „Mein erstes Fahrzeug“, durchführte. Aus den über 300 eingesandten Bildern aus den 1920er bis zu den 1970er Jahren wählten die Ausstellungsmacherinnen einzelne aus, die ab Sonntag, 6. April, im Rahmen der Sonderausstellung „Mein erstes Fahrzeug“ gezeigt werden. Einige der Aufnahmen werden sogar durch persönliche Geschichten der Fotografierten ergänzt, die zeigen, dass mit dem eigenen Fahrzeug oft die verschiedene Gefühle und Erinnerungen verbunden sind. Die Ausstellung widmet sich dieser Beziehung zwischen Mensch und Fahrzeug, die heute wie damals spannend und widersprüchlich ist. Originalfahrzeuge wie eine Isetta (1960er Jahre) oder ein BMW R 4 Motorrad (1920er Jahre) lassen die Begeisterung für Fahrzeuge in breiteren Bevölkerungskreisen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts erahnen. Ebenso wird ein Bogen bis zur Gegenwart geschlagen, denn Faszination und Gefahren, die von der Mobilität des Menschen ausgehen, sind bis heute höchst aktuell und für alle Teil des Alltags. Ausstellungsmacherin Tanja Zobeley: „Wir zeigen auch Ausstellungsstücke zu Risiken und Unfällen als Schattenseiten der menschlichen Mobilität.“ So erinnert ein Crashtest-Dummy, den die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) der Ausstellung zur Verfügung stellte, die Besucher an die eigene Verletzlichkeit im Straßenverkehr.
Für diese Ausstellung sucht das Museum noch ein besticktes Kissen mit Kfz-Kennzeichen für die Hutablage. Es soll zusammen mit dem Klassiker „Wackeldackel“ und einer Toilettenpapier-Rolle mit Häkelüberzug gezeigt werden. Wer solch ein Kissen zur Verfügung stellen möchte, kann sich bis zum 19. März im Museum unter Tel. 05231/706-0 melden.
Die zweite Sonderausstellung „mopsmobil – wie der Hund die Welt bewegt“ präsentiert das LWL-Museum in der ehemaligen Fasanerie ab Dienstag, 20. Mai. Denn auch der beste Freund des Menschen ist mobil, und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Dienten Hunde früher als Zug- und Arbeitstier, bewegen sie heute die Herzen der Menschen und einen ganzen Wirtschaftszweig mit Konsumprodukten für Vierbeiner. Die kleine Ausstellung, die das Museum in Kooperation mit Studierenden des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erarbeitet hat, gibt Einblicke in die veränderten Beziehungen zwischen Mensch und Hund.
Während der Saison bietet das Museum zahlreiche Veranstaltungen wie Sonderführungen und Kinderprogramme rund um das Thema Mobilität an. „Mit diesem umfassenden Angebot ergänzt das LWL-Museum den Ausstellungsverbund der „Museumsinitiative in OWL“, die sich für die Museen in der Region für das Jahr 2008 auf das Thema Mobilität verständigt hat“, so die stellvertretende Museumsleiterin Gefion Apel. Am 14. Juni beteiligt sich das Museum außerdem am Tag der Artenvielfalt und am 22. Juni findet der Tag der Landwirtschaft statt. Ein großes Familienwochenende mit Freizeitangeboten für Groß und Klein steigt am 16. und 17. August. Das zweite Adventswochenende (5. bis 7. Dezember) ist wieder für den Museumsadvent mit stimmungsvoller Beleuchtung, weihnachtlichen Klängen und Adventsbuden reserviert.
LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus, 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0, wfm-detmold@lwl.org
www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de
Geöffnet: 21.3.-31.10.2008, Di - So von 9 - 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Eintrittspreise:
Erwachsene: 5,00 Euro
Ermäßigte: 3,00 Euro
Gruppen ab 16 Personen: 4,00 Euro pro Person
Kinder/Jugendliche von 6 bis einschl. 17 Jahren, Schüler: 2,00 Euro
Familientageskarte: 11,00 Euro
Diese Meldung mit Fotos zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter www.lwl.org
Pressekontakt: Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel.: 05231/706–110
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251/591-235


PM08Saison7.doc
Wieder NikolausBLues im LWL-Freilichtmuseum Detmold
05.11.2007
Mehr dazu unter -->
Little Willie Littlefield & Band!
15.10.2007
Detmold (lwl). Schon viele Paare wollten sich den Traum vom „schönsten Tag im Leben“ im LWL -Freilichtmuseum Detmold verwirklichen: An diesem Wochenende ist er das erste Mal wahr geworden. Mitten im „Paderborner Dorf“ des Museums fand am vergangenen Samstagvormittag die Trauung des Paares Zimmermann/Friesen statt, die sich vor der Detmolder Standesbeamtin das „Jawort“ gaben.
Mit grün-weißen Farbtönen geschmückt bot der Trauraum, der im „Hof Zeddies“ eingerichtet worden ist, einen harmonischen Ausblick auf den „Schönhof“ im Paderborner Dorf. „Wir mögen das Detmolder Freilichtmuseum schon lange, und hier zu heiraten ist etwas ganz Besonderes“, freuten sich Braut und Bräutigam am Samstag.
„Für uns bedeutet es natürlich ein ganz großes Kompliment, wenn ein Paar seinen ganz besonderen Tag bei uns begehen möchte. Und wir freuen uns über das Vertrauen der Detmolder Standesbeamten, uns zu einer offiziellen Außenstelle zu machen,“ sagte LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen im Anschluss an die Trauung.
Für Bürgermeister Rainer Heller war die Trauung in einer der großen Detmolder Kultureinrichtungen ebenfalls eine Herzensangelegenheit „Viele Menschen suchen sich auch für die standesamtliche Heirat ganz besondere Orte, manche in Neuseeland, manche sogar unter Wasser! Da ist es für uns doch sehr erfreulich, dass eine solche Kulturinstitution ihre Tore für Heiratswillige öffnet, die die Schönheit und Atmosphäre unserer Region für sich und ihr Fest entdeckt haben.“
Für 2008 werden vier Termine im gemeinsamen Kalender des Detmolder Standesamtes und des LWL-Freilichtmuseums vorgesehen, unter denen auch der 08.08.2008 bereits vorgemerkt ist.
Weitere Informationen: Gefion Apel, Tel.: 05231/706-140, gefion.apel@lwl.org
09.09.2007
Detmold (lwl). Der Aufbau des Hauses der jüdischen Familie Uhlmann aus Ovenhausen (Kreis Höxter) im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist abgeschlossen: Am Sonntag (09.09.) feierte der LWL die Eröffnung des Hauses, das ab Dienstag (11.09.) im „Paderborner Dorf“ des Museums auch für Besucher zugänglich ist.
„Das Fachwerkhaus bietet eine Klammer zu 200 Jahren jüdischer Geschichte in Westfalen - diese Hauseröffnung ist ein bedeutender Schritt für unsere gesamte Region“, betonte LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen bei der Eröffnungsfeier. 1805 von Nachkommen des 1783 ermordeten jüdischen Händlers Soistmann Berend in Ovenhausen errichtet, wurde das Haus bis zur Deportation von Familie Uhlmann im Dezember 1941 durchgängig von jüdischen Familien bewohnt.
Der historische Kriminalfall von 1783 bildete zudem den historischen Hintergrund der bekannten Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff. Erbauer des Hauses war der jüdische Händler Bernd Soistmann, der sich ab 1808 Steilberg nannte.1885 erwarb die Familie Uhlmann das Haus. Bis zur Deportation durch die Nationalsozialisten im Dezember 1941 lebten ihre Nachfahren noch darin. Im „Paderborner Dorf“ des Museums soll das Haus an den jüdischen Bevölkerungsanteil in westfälischen Dörfern erinnern.
Das Ovenhausener Haus war von seiner Erbauung 1805 bis 1941 ununterbrochen in jüdischem Besitz. „Es ist damit eines der letzten nahezu unverändert erhaltenen jüdischen Wohnhäuser in Westfalen - und das einzige, das in einem deutschen Freilichtmuseum zu sehen sein wird“, betont Carstensen. Das LWL-Freilichtmuseum hat das Gebäude aus Ovenhausen mit Unterstützung des Landes NRW erworben, und schon der Transport des Hauses war spektakulär: Ein großer Tiefla-der brachte das Gebäude einschließlich Keller in mehreren großen Teilen von Ovenhausen nach Detmold.
Juden waren auch in Westfalen-Lippe ein selbstverständlicher Teil der ländlichen Bevölkerung - bis zu ihrer systematischen Verschleppung und Ermordung in der Zeit des Nationalsozialismus. In den größeren Dörfern des Paderborner und Corveyer Landes lebten zahlreiche Juden, die als Geschäftsleute, Viehhändler oder Schlachter eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen Leben spielten. Gleichzeitig waren sie als Nachbarn geachtete Mitglieder der dörflichen Gemeinschaft, bis die Verfolgung während des Nationalsozialismus diese sozialen Beziehungen zerstörte.
Heute erinnern nur noch wenige ehemalige Synagogen oder Friedhöfe an die religiöse Kultur der ländlichen Juden, während ihre Wohn- und Alltagskultur allmählich in Vergessenheit zu geraten droht. „Mit dem „Haus Uhlmann“ - wird dieser ländliche Bevölkerungsteil wieder seinen Platz in der westfälischen Kultur haben,“ äußerte die Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Maria Seifert, anlässlich der Einweihung.
Pressekontakt: Markus Fischer, Tel.: 0251/591-235
Achtung Redaktionen:
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16.08.2007
Eva Mattes liest die Memoiren der Glückel von Hameln
Detmold (lwl) Das LWL-Freilichtmuseum Detmold ist ab Mitte September um eine Attraktion reicher: das Fachwerkhaus der jüdischen Familie Uhlmann aus Ovenhausen bei Höxter
ist aufgebaut. Das Wohnhaus von 1805 zeigt das Leben westfälischer Juden auf dem Lande und ist sogar in die große Literatur eingegangen: „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff kennt nahezu jeder. Das im LWL-Freilichtmuseum wieder errichtete Haus war vor 200 Jahren im Besitz der Familie, zu der das Mordopfer der Novelle – der Jude Aaron – gehörte. Mit diesem Haus zieht jetzt die Literatur ins Freilichtmuseum ein: Im September hat eine neue Reihe „Dorfgeschichten“ Premiere, die das LWL-Freilichtmuseum gemeinsam mit dem Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe veranstaltet. Zur Eröffnungslesung am 14. September kommt dazu eine der bekanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands nach Detmold: Eva Mattes – sie liest aus den Memoiren der Glückel von Hameln. Es ist die erste und früheste autobiographische Schilderung westjüdischen Lebens um 1700.
Glückel von Hameln wurde 1645 als Tochter eines wohlhabenden Diamantenhändlers in Hamburg geboren. Mit vierzehn Jahren wurde sie nach Hameln verheiratet und begann im Alter von 46 Jahren ihr Leben aufzuschreiben, damit ihre zwölf Kinder und Kindeskinder erfahren,
„von was für Leuten ihr her seid“. Glückel schreibt nachts bei Kerzenschein. In den folgenden 28 Jahren entsteht ein bemerkenswerter Text: sie berichtet über das unsichere Leben der
jüdischen Bürger, über Pest und Hochzeiten, sie schreibt von großen Geschäftsreisen und ganz privaten Dingen. Sie steigt über Nacht ab in Wirtshäusern, sie sitzt in der Gaststube mit ihren Kindern unter fremden Männern und Frauen, Vagabunden, Händlern, Söldnern, Bauern.
Sie kann mit ihnen. Immer wieder streut sie märchenhaft anmutende Parabeln, Fabeln und Geschichten in ihre Aufzeichnungen.
Die vielseitige und preisgekrönte Schauspielerin Eva Mattes, u.a. als Tatortkommissarin Klara Blum und aus Auftritten bei „Wege durch das Land“ bekannt, schafft es, durch ihre tiefe und sanfte Stimme das Thema des Textes respektvoll und unaufdringlich umzusetzen. Ihre
Stimme klingt zeitlos und verleiht auch den Schilderungen der kleinen Details die erforderliche Glaubwürdigkeit. Die Zuhörer erwartet eine spannungsvolle Lesung, die Erinnerungen einer außergewöhnlichen Frau, vorgetragen von einer der stärksten Charakterdarstellerinnen unserer
Zeit.
Der Kartenverkauf (Preis 15,-€) beginnt am Samstag, 18. August 2007, 10 Uhr. Die Karten sind erhältlich im SmartShop, Bismarckstr 10 a, 327566 Detmold, Öffnungszeiten: Montags bis Freitags von 9 bis 19 Uhr, Samstags von 10 – 14 Uhr.--
28.03.2007
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert:
Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet am Sonntag (01.04.) die Saison in seinem Freilichtmuseum Detmold. Ein Höhepunkt ist das neu eingerichtete „Lausch-Haus“, das mitten im Paderborner Dorf des größten deutschen Freilichtmuseums Genuss für Ohren-, Augen- und Gaumen bietet. Faszinierende Frauenporträts aus den 1930er Jahren zeigt das LWL-Museum in seiner Ausstellung „Mach mich schön“. Auf dem Programm 2007 stehen auch die Großveranstaltungen „PferdeStark“ im August und der Museumsadvent zum Ausklang des Jahres.
„Im ‚Lausch-Haus’ wird für das LWL-Freilichtmuseum der Besucherservice groß geschrieben: Hier finden die Besucher – zusätzlich zum Info-Punkt am Museumseingang – eine weitere Anlaufstelle, um sich über museumspädagogische Angebote zu informieren. Der Laden bietet darüber hinaus ein historisches Kauferlebnis“, verspricht LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen. In dem 1731 als Hof Zeddies erbauten Haus ist ein historischer Kolonialwarenladen eingerichtet. Handgefertigte Schokolade und eine besondere Mischung „Museumskaffee“ versetzen die Besucher in die Zeit um 1900.
„Nicht nur im Info-Büro und am Info-Punkt sind wir ‚ganz Ohr’ für die Wünsche der Besucher. Unsere Museumsmitarbeiterinnen geben Auskünfte zu den Veranstaltungen und nehmen Anmeldungen entgegen. Ein offenes Ohr haben sie auch für Lob und Anregungen – erfahrungsgemäß tauschen sich unsere Besucher nämlich gern mit uns aus“, erklärt die stellvertretende Museumsleiterin Gefion Apel. Sie hat die Projektleitung für das Konzept des „Lausch-Hauses“ mit Hör- und Bildstationen sowie dem Mitmach-Programm. „Der Vorteil ist, dass wir nun im Museum mehr Räume zur Verfügung haben, so dass Kurse, Vorträge und Mitmach-Programme auch zeitgleich stattfinden können.“ Lebensgroße Silhouetten stehen für die ehemaligen Hausbewohner und machen auf das laufende und kommende Veranstaltungs- und Kursangebot aufmerksam. Die Räume bieten Gruppen zwischen fünf und 35 Personen Platz, so dass auch die Museumswissenschaftler hier den richtigen Rahmen finden, um kleine oder größere Gruppen von Zuhörern für ihre Fachthemen zu begeistern.
Der Name „Lausch-Haus“ erschließt sich beim ersten Betreten, denn das Haus spricht. Die Türglocke des Kolonialwarenladens am Eingang läutet, und schon ist man mittendrin in einer Palette an Tönen, die von versteckten Lautsprechern ausgesandt werden. Zusammen ergibt sich daraus die wechselvolle Geschichte des Hauses. Sie ist nicht nur zum Lauschen, sondern auch zum Sehen aufbereitet: Filmausschnitte und historische Fotografien auf zahlreichen Bildschirmen ergänzen die akustischen Puzzleteile durch optische Elemente aus dem Leben der früheren Bewohner. Ganz auf die Entdeckerfreude der Besucher zielt auch die offene Konzeption des „Lausch-Hauses“ ab, vom Kellergewölbe bis zum Obergeschoss und dem Aufzugsrad kann die Erkundungstour führen. Eine moderne „Gangway“ im Obergeschoss eröffnet vollkommen neue Blickwinkel nach oben und nach unten.
Fotografische Frauenporträts zeigt das LWL-Museum ab Mai: „In die Auswahl von „Germany’s Next Top Model“ wären sie heute vielleicht nicht gekommen, aber sicher werden sie die Besucher des LWL-Freilichtmuseums faszinieren. 100 ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Frauen, die sich in den 1930er Jahren im Fotoatelier von Rietberg im Kreis Gütersloh porträtieren ließen“, so Carstensen. Diese Bilder präsentiert das Freilichtmuseum vom 1. Mai bis zum 31. Oktober unter dem Titel „Mach mich schön“.
Am 25. und 26. August wird wieder die Erde beben, wenn sich Kaltblüter bei „PferdeStark“ von ihrer besten Seite zeigen. Die international bekannte Großveranstaltung mit einer Kombination aus Schau, Arbeitspräsentationen, Wettbewerben und Informationen hat zahlreiche Superlative zu bieten, so ist sie beispielsweise die größte Präsentation moderner Pferdezuggeräte in Europa. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. April.
Im Mittelpunkt des Interesses steht ab September 2007 das Alltagsleben der Juden auf dem Lande. Das Westfälische Landesmuseum für Volkskunde hält dann am Beispiel eines der letzten ländlichen Wohn- und Geschäftshäuser aus früherem jüdischen Besitz die Erinnerung an die Geschichte der Juden in Westfalen wach. Für das ‚Haus Uhlmann’ lässt sich seit seiner Erbauung 1805 eine ununterbrochen jüdische Besitzertradition nachweisen. Es wurde benannt nach seinen letzten Bewohnern, die 1941 deportiert und ermordet wurden. Mit seiner Versetzung ins Paderborner Dorf des LWL-Freilichtmuseums wurde das Haus vor dem Verfall am Originalstandort in Ovenhausen (Kreis Höxter) bewahrt. „Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger belehren, sondern wir wollen emotional berühren und dazu einladen, dem historischen Alltagsleben von Juden auf dem Land näher zu kommen“, kündigt Carstensen an. „Das Haus Uhlmann steht hier als Beispiel für ein Wohnhaus mit kleinem Laden, in dem Juden wohnten und arbeiteten, und ist damit einzigartig in einem Freilichtmuseum“, so der Museumsleiter weiter.
Vom 7. bis 9. Dezember leuchten im Paderborner Dorf des Museums wieder die Lichter beim Museumsadvent. Neben der stimmungsvollen Beleuchtung lockt rund um den Dorfteich ein Angebot aus Mitmachaktionen, Weihnachtsleckereien und musikalischen Klängen zur Jahreszeit. Weihnachtliche Szenen und Ausstellungen in den Häusern vermitteln volkskundliche Aspekte auf dem Lande.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt die Museumsgaststätte „Im Weißen Ross“ (Reservierungen unter 05231 306060 oder info@im-weissen-ross.de). Chefkoch Ernst Heiner Hüser hat ein kulinarisches Jahresprogramm mit traditionell westfälischer und auch überregionaler Küche vorbereitet. „So kommt im LWL-Freilichtmuseum Detmold auch in der Saison 2007 jeder auf seinen Geschmack und das sowohl kulinarisch wir auch kulturell“, so Carstensen.
Damit die Verbindung zum Träger LWL deutlich wird, heißt das Museum jetzt „LWL-Freilichtmuseum Detmold / Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde. Bis zum 31. Oktober bietet das Museum mit seinen 110 historischen Häusern und Objekten, die auf einem Quadratkilometer in einer Landschaft aus Feldern, Wiesen, Weiden und Wald verteilt sind, über 80 Veranstaltungen an. Der aus-führliche und aktuelle Veranstaltungskalender erscheint im Internet unter www.freilichtmuseum-detmold.de .
LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus, 32760 Detmold
Tel.: 05231 706-0, wfm-detmold@lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de
Geöffnet von April bis Oktober, di – so von 9 – 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Eintrittspreise
Erwachsene: 5,00 Euro
Ermäßigte: 3,00 Euro
Gruppen ab 16 Personen: 4,00 Euro pro Person
Kinder/Jugendliche von 6 bis einschl. 17 Jahren, Schüler: 2,00 Euro
Familientageskarte: 11,00 Euro
Pressekontakt:
Kerstin Ehlert, Tel.: 05231 706-110 und Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org
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Neues Jahr bringt neue Museumszeitschrift und neue Mitarbeiterinnen
17.01.2007
Neues Jahr bringt neue Museumszeitschrift und neue Mitarbeiterinnen im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Drei Neuerungen brachte das Jahr 2007 für das Freilichtmuseum Detmold des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): Mit dem „FREILICHTmagazin“ wurde eine neue Museumszeitschrift vorgelegt und das Museumsteam begrüßte zwei neue Kolleginnen „an Bord“.
Das „FREILICHTmagazin. Mitteilungen aus dem LWL-Freilichtmuseum Detmold“ wird vom Landesmuseum für Volkskunde und den „Freunden des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold e.V.“ herausgegeben. Nicht nur unter den „Freunden“, dem seit November 2005 bestehenden Förderkreis des Freilichtmuseums, sondern bei vielen Lesern hat die neue Publikation bereits Freunde gefunden.
„Wir haben schon erlebt, wie die an unserem Projekt „Spielen am Dorfrand“ beteiligten Kinder sich das Magazin förmlich gegenseitig aus den Händen rissen und mit großem Interesse gemeinsam darin schmökerten“, berichten Museumsleiter Dr. Jan Carstensen und die Vorsitzende der „Freunde“ Maren Lampe über die gute Resonanz auf die erste Ausgabe von 2006.
Als Jahresbericht und Mitteilung für die „Freunde“ erscheint das neue Journal künftig am Ende eines jeden Jahres. Das FREILICHTmagazin wendet sich gleichermaßen an Jung und Alt, an interessierte Besucher wie Fachkollegen. Sie alle sind dazu eingeladen, das Jahr im LWL-Freilichtmuseum Detmold Revue passieren zu lassen. Über 120 Seiten mit 115 Abbildungen präsentieren das vielfältige Engagement des Museums vor und hinter den Kulissen. In Aufsätzen, die allgemein verständlich geschrieben und mit Anmerkungen und Literaturhinweisen versehen sind, werden Projekte zu Forschung, Ausstellungen und Museumspädagogik rück- oder auch vorausblickend vorgestellt. Ereignisse und Veranstaltungen im Austausch mit anderen Museen oder Partnern auf nationaler und internationaler Ebene werden gewürdigt. Eine Übersicht über die neuen Publikationen aus dem LWL-Freilichtmuseum macht Lust auf mehr Lesestoff rund um die Museumsthemen. Auf den Geschmack kommen die Leser übrigens auch im wörtlichen Sinn: Das Konzept der neuen Museumsgaststätte „Im Weißen Ross“ in zwei historischen Gebäuden wird erläutert – und Chefkoch Ernst-Heiner Hüser verrät im FREILICHTmagazin sogar ein Rezept zum Nachkochen.
Das FREILICHTmagazin ist zum Preis von 6,80 Euro im Museumsshop erhältlich. Mitglieder der „Freunde des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold e.V.“ bekommen das FREILICHTmagazin als Jahresgabe frei Haus.
Die Redaktion des FREILICHTmagazins liegt nun – von der zweiten Ausgabe (Jahrgang 2007) an – in den Händen von Kerstin Ehlert. Sie vertritt ab sofort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Ehlert wurde 1976 in Celle geboren und hat Volkskunde, Kunstgeschichte und Deutsche Philologie an der Universität Göttingen studiert. In mehreren Praktika in niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Museen, einer PR-Agentur, zwei Verlagen und bei einer Tageszeitung hat sie vor und während des Studiums Kenntnisse der Museums- und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erworben. Von 2004 bis 2006 war sie wissenschaftliche Volontärin im Historischen Museum Bremerhaven.
„Mit der Neubesetzung können wir die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit intensivieren und die Bedeutung des Freilichtmuseums mit seinem vielfältigen Angebot in und für die Region verstärkt auch außerhalb der Region publik machen“, erklärt die stellvertretende Museumsleiterin Gefion Apel, die bisher die Öffentlichkeitsarbeit neben der Museumspädagogik betreut hat.
Die neue Kollegin, Kerstin Ehler, meint: „Es ist für mich eine zugleich höchst anspruchsvolle und attraktive Aufgabe. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft, Hochschulen und Medien aus ganz Deutschland und auch auf europäischer Ebene – und natürlich freue ich mich auf die Besucher, für deren Wünsche wir offene Ohren haben.“
Die Aufwertung dieser Stelle für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit trägt vor allem den Zukunftsplänen des LWL-Freilichtmuseums Rechnung, die mit der Übernahme der Museumsleitung durch Dr. Jan Carstensen zentrales Anliegen geworden sind: neue Anhänger und „Freunde“ gewinnen sowie den Service für die Besucher verbessern. Ehlert ist deshalb auch direkt der Museumsleitung zugeordnet.
Als wissenschaftliche Volontärin hat die VolkskundlerinTanja Zobeley, Volkskundlerin, ihre Aufgaben im LWL-Freilichtmuseum Detmold übernommen. Sie wurde 1975 in Heidelberg geboren und hat Volkskunde, Neuere deutsche Literatur und Psychologie sowie Sprecherziehung in Marburg studiert. Seit 2000 war sie auch als Kommunikationstrainerin tätig. In ihrer bisherigen wissenschaftlichen Arbeit erforschte sie die Themen Technik, Körper, Gender (Geschlechterforschung), Gewalt, Migration und Psychosomatik. Zobeley unterstützt im Referat Sammlungen die Arbeit der Referatsleiterin Katharina Schlimmgen-Ehmke. Dort wird sie vor allem an der Konzipierung und Realisierung der Sonderausstellungen mitwirken. Darauf freut sich Tanja Zobeley: „Mein großer Wunsch, an einer Ausstellung von der ersten Planungsidee bis zur Umsetzung beteiligt zu sein, geht in Erfüllung.“
Pressekontakt:
Kerstin Ehlert, Tel.: 05231 706 – 0
presse@lwl.org
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus – 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0 wfm-detmold@lwl.org
11.12.2006
stimmungsvoll und mit Besucherrekord von rund 20.000 Besuchern zu Ende gegangen
Detmold (lwl). Gestern Abend, nach dem Programmschluss um 19 Uhr gingen sie aus, die Lichter, die das Westfälische Freilichtmuseum Detmold anlässlich seiner Veranstaltung vom 8. bis zum 10. Dezember entzündet hatte. Bis die letzten der insgesamt 20.600 Gäste das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verlassen hatten, dauerte es ein wenig, aber alle nahmen einmalige Eindrücke mit.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der „Museumsadvent“ mehr als 14.000 Besucher begeistert mit einem Programm, das sich deutlich von vielen Märkten dieser Zeit unterschied. Das zweite Adventswochenende in diesem Jahr bot vieles, was auch schon 2006 besonders gut angekommen ist: So war es möglich nicht nur mit einem der SVD- Busse ins „Paderborner Dorf“ als Zentrum des Geschehens zu fahren, sondern auch die illuminierten Wege durch das Museumsgelände, die die Landschaft und die historischen Gebäude in blaues, rotes oder grünes Licht tauchten, zu genießen und dabei Wölfe heulen und Käuzchen rufen zu hören.
Der Verzicht auf Musik aus der Konserve bei den Adventsbuden mit kunsthandwerklichen und gastronomischen Angeboten wirkte sich wohltuend auf die gesamte akustische Atmosphäre aus: So konnten die Musikgruppen vom „Duivelspack“ am Freitagnachmittag bis zum Posaunenchor Bad Meinberg am Sonntagabend ihre volle Wirkung an der frischen Luft entfalten. Neben den historischen Stuben, die in verschiedenen Häusern des Dorfes eine Weihnachtszeit wie um 1900 spiegelten bot die Sonderausstellung zum Thema „Krippen“ vieles von Wachsfiguren der Zeit um 1800 bis hin zum hinterleuchteten Scherenschnitt.
Nicht selten war zu erleben, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder mit ihren selbst gemachten Basteleien am Teich standen und sich von den spiegelnden Lichtern der Illumination im Dorfteich verzaubern ließen. Danach ging es dann weiter, um mit einem der zahlreichen Handwerker in den Werkstätten zu reden, sei es der Schmied oder der Krippenschnitzer oder auch um eines der zahlreichen gastronomischen Angebote vom Winterbrot der Zwerge in der Bäckerei bis zum Reibekuchen in der Gaststätte zu genießen. Nächstes Jahr wieder dabei zu sein ist nach zahlreichen Äußerungen fester Plan vieler Veranstaltungsbesucher - im kommenden Jahr startet dann ab Freitag, 7. Dezember der nächste „Museumsadvent“.
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Gefion Apel , Tel.: 05231/706 – 140 - e-mail: gefion.apel@lwl.org
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28.11.2006
Krippen stehen im Mittelpunkt
Detmold (lwl). Nicht nur im Paderborner Dorf des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold laufen die Vorbereitungen jetzt in der „Stillsten Zeit des Jahres“ auf Hochtouren: Der zweite „Museumsadvent“ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 8. bis zum 10. Dezember will gründlich vorbereitet sein.
Der Museumsadvent – auch für 2007 geplant – hat jeweils ein ganz eigenes Thema, in diesem Jahr stehen Krippen im Mittelpunkt. Die eigens zum Thema konzipierte Sonderausstellung zeigt das LWL-Museum in der Ausstellungsscheune Westendorf mitten im Geschehen des „Museumsadvents“. Im „Paderborner Dorf“ beweist die dreitägige Präsentation, dass Krippen zur Weihnachtszeit je nach Familie einen ganz individuellen Zuschnitt zeigen und wieviele Ideen mit ihnen verbunden werden.
In den Dorfstraßen laden wieder historische Stuben in den Fachwerkgebäuden zum Schauen ein: Wie Weihnachten um 1900 auf dem Land gefeiert wurde, zeigen drei weihnachtlich ausgestattete Räume. Wann und wie die Kinder beschenkt wurden, und wie weihnachtlicher Schmuck aussah ist hier in Haus Moven, im Valepagenhof und in Haus Stahl zu sehen.
Die Veranstaltung bietet außerdem an allen drei Tagen ein vielseitiges Programm: Neben Musik, Märchenlesungen und einem Spieletag sind auch die dörflichen Museumswerkstätten geöffnet. Schmiedearbeiten, Krippenschnitzerei und Schaudrechseln sind zu sehen. Mitmachaktionen sind rund um „Haus Zeddies“ im Angebot. Unter Anleitung können Kinder Weihnachtsschmuck basteln, es ist sogar möglich, eine Krippe selbst zu bauen.
Das „Paderborner Dorf“ wird auch wieder mit einigen optischen Überraschungen aufwarten: Mit seiner Illumination bietet nicht nur das Dorf, sondern auch der beleuchtete Weg dorthin durch das Museumsgelände an diesen drei Tagen Ansichten und Einblicke, wie sie zu keiner anderen Zeit des Jahres möglich sind.
Das Parken auf den Museumsparkplätzen ist kostenlos, für den kostenfreien Transport von der Eingangskasse zur Veranstaltung im Paderborner Dorf sorgt die SVD mit Pendelbussen, dort sollte nur die Eintrittskarte bereit gehalten werden.
Das Programm mit allen Veranstaltungen ist im Internet unter www.museumsadvent.de oder www.advent-im-freilichtmuseum.de abrufbar.
Öffnungszeiten:
Fr, 08.12. 2006, 14 bis 21. Uhr
Sa, 09.12.2006, 11 bis 21 Uhr
So, 10.12.2006, 11 bis 19 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 5,-€, Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr: Freier Eintritt, keine Gruppenermäßigung
www.museumsadvent.de
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07.11.2006
Detmold (lwl). Musik pur mit den Holmes Brothers erwartet Musikfreunde zum “NikolausBlues” am Mittwoch, 6. Dezember, um 20 Uhr im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): Blues, Soul & Gospel aus New York stehen dann auf dem Programm. Die Gruppe war Gewinner des W.C. Handy Award als beste Blues Band des Jahres 2005.
„Die einmalige Atmosphäre des LWL-Freilichtmuseums und die einsetzende vorweihnachtliche Stimmung - das hat uns schon im letzten Jahr verzaubert, als die großartige Sängerin Angela Brown den Auftakt zur Veranstaltungsreihe mit der Voksbank Detmold eG „Nikolaus Blues“ gab. Dazu trug sicherlich auch einen Großteil die Stimmung des Publikums, wie auch die ganz besonderen Emotionen der Künstler bei. Wir sind sehr froh, nach dem fulminanten Einstieg im letzten Jahr in die „Nikolaus-Blues“ - Reihe in diesem Jahr mit den „Holmes Brothers“ ein seit vielen Jahren in der internationalen Musikszene renommiertes Trio mit einem exzellentem Programm vorstellen zu dürfen,“ so Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.
Erst 1989 erschien ihr erstes Album „In The Spirit“. Und das nachdem sich 30 Jahre zuvor die Brüder Sherman Holmes (bass, vocal) und Wendell Holmes (guitar, piano, vocal) entschlossen hatten, ihren Heimatort Christchurch, Virginia zu verlassen, und in New York ihr Glück zu suchen. Und elf Jahre nachdem sie den ebenfalls aus Virginia stammenden Willie „Popsy“ Dixon (drums, vocal) als Bruder „adoptiert“ hatten, und begonnen hatten als „The Holmes Brothers“ in den Clubs und Kneipen New Yorks zu spielen. „In the Spirit“ erhielt begeisterte Kritiken, und gewann den Preis der French Academie du Jazz als beste Rhythm’n’Blues Platte des Jahres. Es folgten Tourneen durch die ganze Welt, Fernsehauftritte, 1992 der New York Music Award als „Best Blues Artists of the Year“ und sie nahmen als erste amerikanische Musiker eine CD für Peter Gabriel’s Real World Label auf. Die Holmes Brothers (mittlerweile alle drei über sechzig Lenze jung) beherrschen die hohe Kunst der 50er und 60er Jahre Vokalmusik des Soul und Rhythm’n’Blues aufs Feinste. Musik pur – Blues, Soul und Gospel. Karten sind ab 11.11. im „Haus der Immobilie“ in der Bismackstr. 10, Detmold von 10 bis 12 Uhr für 25 Euro erhältlich. Die Abgabe ist auf vier Karten pro Person beschränkt.
ausgewählte Discographie:
Simple Truths (2004), Alligator Records ALCD 4893
Promised Land (1997), Rounder CD 2142
Soul Street (1993), Rounder CD 2124
Jubilation (1991), Real World CDRW21
Pressekontakt: Gefion Apel , Tel.: 05231/706 – 140, e-mail: wfm-detmold@lwl.org

31.10.2006
170.000 Gäste kamen 2006 ins Westfälische Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Viele Fans des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold zog es dieses Jahr mehrfach in das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Saison 2006 bot von April bis Oktober gleich mehrere Höhepunkte, außerdem lockte das schöne Herbstwetter auch noch im September und Oktober viele Museumsgäste ins LWL-Freilichtmuseum. Insgesamt zählte das Museum rund 170.000 Besucher. Das sind nur 5.000 weniger als im Vorjahr, obwohl die alle zwei Jahre stattfindende besucherträchtige Großveranstaltung „PferdeStark“ in diesem Jahr nicht auf dem Programm stand. „Rechnet man PferdeStark heraus, sind die Besucherzahlen sogar noch etwas besser als im Vorjahr“, freute sich LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, der das Museum anlässlich des Saisonabschlusses am Dienstag (31.10.) besuchte. Kirsch und LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen wiesen daraufhin, dass das Museum seiner Pforten in diesem Jahr noch einmal vom 8. bis 10. Dezember für den Museumsadvent öffnet.
Wichtigste Neuerung der Saison war die neue Gaststätte „Im Weißen Ross“. „Hier bietet der Wirt Ernst Heiner Hüser erstklassigen gastronomischen Service mit westfälischen Spezialitäten. Das neue Angebot hat bei unseren Besuchern hervorragenden Zuspruch gefunden: 80 Prozent unserer Muse-umsgäste sind auch ‚Im Weißen Ross’ gewesen und haben die neue Gastronomie genutzt – ein sehr schöner Erfolg für unsere Zusammenarbeit“, so Carstensen.
Drei Ausstellungen prägten das Jahr 2006, daneben konnte mit den „Flugtagen“ auch eine ganz neue Zielgruppe angesprochen werden. Den Start machte die Foto- und Textilausstellung „Die Braut in Schwarz. Fotografische und textile Erinnerungen“, bereits im Mai folgte dann das Kooperationsprojekt mit dem Kreis Lippe und weiteren Partnern „IkarusMaschinen. Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe“. Diese Sonderausstellung sahen mehrere tausend Besucher. Studentisches Leben trat mit der Sonderausstellung „Schlagfertig! Studentenverbindungen im Kaiserreich“ ab August in den Mittelpunkt und zog mit vielen Studierenden eine Altersgruppe zwischen 20 und 30 ins LWL-Museum, die sonst eher seltener ins Freilichtmuseum findet. „Darüber freue ich mich besonders, denn es ist eine der zentralen Aufgaben, möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen die Kultur Westfalens näher zu bringen. Dabei spielen unsere 17 Museen eine wichtige Rolle“, sagte Kirsch.
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27.08.2006
Knapp 4.000 trotzten dem Wetter bei „Flugtagen“ im LWL- Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). „Die Flugtage" des Kreises Lippe und des Luftsportzentrums Oerlinghausen im LWL-Freilichtmuseum Detmold haben ihre Wirkung erzielt: Trotz widriger Witterung in Ostwestfalen, die auch das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nicht verschonte, stellten sich 4.000 Menschen dem Wetter und widmeten sich dem zum Teil waghalsigen Programm der Flugtage.
Mit vielen Veranstaltungspartnern wurden begleitend zur Ausstellung „IkarusMaschinen - Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe" am Wochenende vom 26. und 27. August „Die Flugtage" im Detmolder Freilichtmuseum veranstaltet. Vor der „Skyline“ des „Paderborner Dorfes" im LWL-Museum wurde eine Fläche als Flugfläche ausgewiesen, auf der ab Samstagmittag – wegen der Witterung hatte sich der Programmauftakt verschoben - die verschiedensten Akteure zu sehen waren: Dann zeigten der Motorkunstflieger Armin Brennstuhl und Reinhard Voß mit einer Pitts S-2A halsbrecherisch wirkende Flugmanöver, die sogar Spaziergänger auf den Wegen außerhalb des Museumsgeländes dazu brachten, mit offenem Mund den Kopf in den Nacken zu legen. Die Modellflugzeuge und Modellhubschrauber des MFC's Bergfalke Schlangen e.V. und anderer Clubs bildeten den Schwerpunkt des Programms, nur unterbrochen von zeitweiligen Schauern und weiteren Überflügen mit Motor- und Segelflugzeugen, zum Teil mit Segelflugschlepp. Die Ballonfahrer konnten mit ihren Ballons leider nichts ausrichten: Sowohl für das Fahren als auch für das Nachtglühen waren die Regenschauer auch gegen Abend zu heftig.
Der Sonntag bot ab 11 Uhr wieder ein rundes Programm rund um den Modell- und den Segelkunstflug: Das Wetter war aufgehellt, so dass sogar die „Cottonfield Dixielanders“ mit ihrer Musik im Biergarten der Gaststätte „Im weißen Ross“ für gute Stimmung sorgen konnten. Bei seinem mittäglichen Besuch genoß Landrat Friedel Heuwinkel das Flair der Veranstaltung: "Weder die engagierten Hobbyflieger noch die Besucher lassen sich verdrießen, ein deutliches Zeichen, dass diese gemeinsame Veranstaltung des Kreises Lippe, des Luftsportzentrums Oerlinghausen, des Westfälischen Freilichtmuseum und nicht zu vergessen des Flughafens Paderborn/Lippstadt GmbH eine gute Stimmung vermittelt. ." LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen freute sich mit ihm: „Man merkt, dass wir hier nicht nur neue Partner, sondern eine ganz neue Zielgruppe für das Museum gewonnen haben!“
Für die „Nachlese“ ist das Programm noch nächste Woche im Internet unter www.freilichtmuseum-detmold.de erhältlich, mehr zum Thema der Sonderausstellung„Ikarusmaschinen", die noch bis zum 01. Oktober im Freilichtmuseum zu sehen sein wird, unter www.luftfahrt-owl.de.
„Ikarusmaschinen - Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe"
Sonderausstellung des Kreises Lippe im Westf. Freilichtmuseum Detmold
16. Mai bis 1. Oktober 2006, dienstags bis sonntags 10 -17 Uhr
Pressekontakte:
Thomas Wolf-Hegerbekermeier, Tel.: 05231 62-0 und Gefion Apel, Tel.: 05231/706-140 gefion.apel@lwl.org Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Krummes Haus – 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0 wfm-detmold@lwl.org
Geöffnet von April bis Oktober, di –so , montags geschlossen außer an Feiertagen wie Ostermontag und Pfingstmontag, 9 -.18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr), Familientageskarte: 11,- € , Kinder unter 6 Jahre frei.
09.08.2006
Studioausstellung eröffnet im WFM Detmold
Ausstellungseröffnung „Schlagfertig! Studentenverbindungen im Kaiserreich“ im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Am 15. August ist es soweit: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet gegen Ende der Saison 2006 in seinem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eine schlagfertige Ausstellung. Die Studioausstellung zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus: Nicht nur, dass sie einen Einblick in den Alltag, in Bräuche und Traditionen und in das politische Selbstverständnis von Verbindungsstudenten im Kaiserreich bietet, die Ausstellung wurde auch von Studierenden gestaltet. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Neueste Geschichte der Universität Paderborn mit dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold.
Eine weitere Besonderheit ist, dass nahezu alle ausgestellten Objekte aus einer Stiftung des Detmolder Sammlers Ewald Lutz stammen. Der ehemalige Verbindungsstudent an der Universität Königsberg beschäftigt sich seit den 1950er Jahren mit dem Sammeln von Studentica-Artikeln. „Seine Sammlung genießt in Fachkreisen einen herausragenden Ruf und zeigt in ihrer Dichte und Qualität einen exzellenten Ausschnitt der Kulturgeschichte des studentischen Verbindungswesens zwischen 1840 und 1920“, so LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.
Über ein halbes Jahr haben die Studierenden Wiebke Abel, Ulrike Claßen , René Kwee, Sabrina Lausen, und Jens Rüße unter der Leitung von Privatdozent Dr. Rainer Pöppinghege an der Ausstellung gearbeitet, so dass das LWL-Museum vom 15. August bis zum 31. Oktober 2006 von hunderten von Sammlerstücken die historisch aussagekräftigsten, aber auch beeindruckendsten Stücke präsentieren kann.
„In dieser Studioausstellung können Museumsbesucher das Leben von Verbindungsstudenten im Kaiserreich besser kennen lernen. Studieren bedeutete um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert weitaus mehr als nur Universität, Vorlesung und Examen“, so die Ausstellungsmacher. Neben den ganz alltäglichen Dingen beschäftigt sich die Ausstellung beispielsweise auch mit der politisch-gesellschaftlichen Gedankenwelt der Verbindungsstudenten. Trotz des „einschlägigen“ Titels: Differenziert werden Unterschiede auch zwischen den korporierten Studenten schlagender und nicht-schlagender Verbindungen. Zur Ausstellung erscheint ein „Reader“ mit Hintergrundtexten zur Ausstellung und einem Begleitkatalog.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am 3. und 17. September sowie am 1., 3. , 8. und 22. Oktober 2006, bieten die Studierenden von 14 bis 15 Uhr kostenlose Führungen durch die Ausstellung an.
Ansprechpartnerin: Gefion Apel M.A.
WFM Detmold – Krummes Haus – 32760 Detmold
Öffnungszeiten: 01.April-31. Oktober 2006
27.06.2006
Internationale Tagung „Holzschädlinge im Fokus“ – Modellprojekt will den Schädlingen historische Häuser madig machen
Detmold (lwl). Schädlingsbefall an Holz-Gebäuden ist gerade bei historischen Häusern ein großes Problem – nicht nur im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold. Daher hat das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 2004 gemeinsam mit der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Hamburg (BFH) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Forschungsprojekt gestartet, dessen erste Ergebnisse die Partner jetzt präsentieren: Bei der Tagung „Holzschädlinge im Fokus – Alternative Maßnahmen zur Erhaltung historischer Gebäude“ informieren sich in der Zeit vom 28. bis 30. Juni ca. 150 Teilnehmer aus der Wirtschaft, Museen, Fachinstituten und der Denkmalpflege darüber, wie sie möglichst schonend für die historischen Gebäude Schädlinge bekämpfen können.
Dabei steht das Konzept der „Integrierten Schädlingsbekämpfung“ – das ist ein ganzes Maßnahmenbündel aus Beobachtung, Vorbeugung und Bekämpfungsmethoden – im Mittelpunkt. Museumsleiter Dr. Jan Carstensen freute sich: „Das ist ein wichtiger Schritt für uns, da ökologische Arbeitsmethoden - die hier bevorzugt untersucht werden – nicht nur in der Landschaftspflege zu einer unserer Kernkompetenzen gehören.“
„Die Tagung ist auch ein Forum für Projekte und neue Entwicklungen in ähnlichen Arbeitsfeldern. Dazu gehören zum Beispiel Studien über Holzschädlinge, die außerhalb des LWL-Museums laufen, oder zu Holzschäden im historischen Bestand, die von Pilzen verursacht werden“, so Bauhistoriker Dr. Hubertus Michels, der das Projekt am LWL-Museum leitet.
Einer der Schädlinge wurde besonders genau begutachtet - der Gescheckte Nagekäfer (Xestobium rufovillosum). „Aber grundsätzlich lassen sich die im DBU-Projekt entwickelten Verfahren auf alle Holzschädlinge anwenden“, sagt Dr. Uwe Noldt von der BFH. Die Projektpartner haben zunächst mit Langzeitbeobachtung (Monitoring) die Lebensbedingungen und das Verhalten der Schadinsekten untersucht. Dabei haben sie verschiedene Beobachtungs- und Fallensysteme eingesetzt. Mit diesen Erfahrungen haben sie bekannte Bekämpfungsmethoden, wie das „geregelte Heißluftverfahren“ und die Behandlung mit Mikrowellen weiterentwickelt. Für diese Arbeitsbereiche haben sie zwei zusätzliche Industriepartner gewonnen – das Atelier für Restaurierung und Sanierung – Werner von Rotberg GmbH in Heidelberg (Heißluftbehandlung) und die Firma Kohler Automation in Butzbach-Griedel (Mikrowelle).
Mit ihren neuen Erkenntnissen über die Schädlinge untersuchen die Partner zur Zeit im LWL-Museum die Temperierung. Mit dieser Technik zur Klimastabilisierung in den historischen Gebäuden des Museums hoffen sie, den Schädlingen die historischen Gebäude zu verleiden. Denn nun wissen sie, dass beispielsweise der Gescheckte Nagekäfer keine Holzfeuchten unter 14 Prozent mag.
Das DBU-Projekt läuft noch bis März 2007. Die Ergebnisse der aktuellen Tagung werden in einer Publikation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Interessierte bekommen weitere Informationen unter www.integrierte-schaedlingsbekaempfung.de. oder bei Dr. Hubertus Michels (Westfälilsches Freilichtmuseum Detmold), hubertus.michels@lwl.org und Dr. Uwe Noldt (Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Hamburg), u.noldt@holz.uni-hamburg.de.
Pressekontakt:
Gefion Apel , Tel.: 05231 706 – 140 und Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org
23.06.06
Presseforum 23.06.06
Gefion Apel wird neue stellvertretende Leiterin des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold
Münster/Detmold (lwl). Gefion Apel wird zum 1. Juli 2006 stellvertretende Museumsleiterin des Westfälischen Freilichtmuseum Detmold. Das hat der Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag (23.06.) in Münster beschlossen. Als stellvertretende Museumsleiterin übernimmt Apel dort gleichzeitig das neu geschaffene Referat für Museumspädagogik und Museumsaktivitäten. Der Leiter, Dr. Jan Carstensen, freut sich über diese Verstärkung: „Wir haben gerade im Bereich der Pädagogik und der Events noch ein großes Potential.“
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14.05.2006
Punktlandung des Kreises Lippe im LWL-Freilichtmuseum Detmold: Sonderausstellung „Ikarusmaschinen“ eröffnet
Detmold (lwl). Mit historischen Flugzeugen,
Modellen von Flugzeugen, Cockpits, Fliegerkleidung, einem Flugsimulator und vielen Fotos und Dokumenten zeichnet die Ausstellung „IkarusMaschinen – Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe“ die 100-jährige Geschichte der Luftfahrt in der Region nach. Die Ausstellung, die der Kreis Lippe ab Dienstag (16.05.) in einer Leichtbauhalle im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt, beschäftigt sich auch mit dem Aufbau von Flugplätzen und dem Niedergang einer Fluglinie.
Der Kreis Lippe als Veranstalter hätte sich für eine Ausstellung zur ostwestfälischen Fluggeschichte keinen besseren Ort aussuchen können: Nicht nur, dass das LWL-Museum sich ebenfalls regionaler Geschichte widmet – am 15. Mai 1929 beendete Robert Kronfeld nach seinem Start bei Rheine (Kreis Steinfurt) den weltweit ersten Streckenrekord im Segelflug über 100 Kilometer in der Nähe des jetzigen Paderborner Dorfes. Zur Erinnerung daran findet sich unmittelbar beim Landeplatz heute im LWL-Museum ein Gedenkstein.
„Es sind aber nicht nur Rekorde, die das Thema Fluggeschichte in Ostwestfalen so spannend machen,“ erläuterte Ausstellungsmacher Dr. Hansjörg Riechert, Historiker und Kreisarchivar, “der Luftsport in Ostwestfalen-Lippe – mit seiner Geschichte auch ein Thema der Ausstellung - hat mittlerweile sogar internationalen Rang. In Oerlinghausen, als eins von mehreren Luftsportzentren hier in der Region, finden regelmäßig nationale und internationale Flugwettbewerbe statt.“
Die Ausstellung präsentiert drei Schwerpunkthemen: Es geht um die Geschichte des Verkehrsflugs, des Militärflugs und des Sportflugs in Ostwestfalen-Lippe. Ausstellungsmacher Hansjörg Riechert er-klärt: „Diese Sonderausstellung ist ein Novum - neben der Technikgeschichte der Luftfahrt in OWL, werden auch die sozialgeschichtlichen und mentalitätsgeschichtlichen Aspekte mit einer regionalbezogenen Darstellung nicht vernachlässigt.“ So erfährt der Besucher beispielsweise auch etwas über das kurze Leben ehemaliger Schüler des Gymnasiums Leopoldinum in Detmold, die als Kampfflieger im 2. Weltkrieg rekrutiert wurden. Sie waren zwischen 18 und 25 Jahren alt. Während des Dritten Reiches wurde der Luftsport immer mehr zur vormilitärischen Ausbildung und diente als Schulungs- und Rekrutierungsfeld für den Pilotennachwuchs der Luftwaffe. Vor allem allgemeinbildende, berufsbildende und weiterführende Schulen standen im engen Zusammenhang mit der Luftfahrt von der Weimarer Republik bis zur alten Bundesrepublik.
Zur Präsentation gehören originale Flugzeuge - wie die Bücker Bestmann ein Schulflugzeug der Luft-waffe aus den 1940ern – aber auch eine nachgebaute Junkers F 13 in Originalgröße, Flugzeugtechnik, historische Fliegerbekleidung und teilweise bisher unveröffentlichte Fotos und Filme.
Vielen unbekannt ist auch die Tatsache, dass 1924 eigens für die Region Ostwestfalen-Lippe ein Luftverkehrsbetrieb, die Westflug GmbH, gegründet wurde. Die zunächst erfolgreiche Fluggesellschaft war in Bad Oeynhausen beheimatet und überwiegend im norddeutschen Raum aktiv. Eines der Flugzeuge der Westflug GmbH war eine Junkers F 13, die als Luftlimousine unter den Verkehrsflugzeugen der damaligen Zeit galt, da sie beheizt werden konnte und unter anderem bereits eine Doppelsteuerung besaß.
Landrat Friedel Heuwinkel berichtet: “Ich bin stolz auf dieses Kooperationsprojekt zwischen dem Kreis Lippe und dem Westfälischen Freilichtmuseum und nicht zu vergessen dem Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH. Synergieeffekte zwischen Politik, Wirtschaft und Kultur sind für die Zukunft des Kreises Lippe von besonderer Bedeutung.“ Museumsleiter Dr. Jan Carstensen freute sich über die Zusammenarbeit mit vielen Partnern wie auch über die Unterstützung der Kulturstiftung Westfalen-Lippe: „Ein so spannendes Kulturprojekt gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen, war eine besondere Herausforderung und schafft ein Netzwerk zwischen Kultur und Wirtschaft.“
Der etwa 280 Seiten umfassende Begleitkatalog zur Sonderausstellung wird Ende Mai/Anfang Juni erscheinen. Neben der Ausstellung werden diverse Mitmachaktionen und Veranstaltungen, auch und besonders für Kinder, angeboten. Termine und Informationen dazu sind im Internet unter www.freilichtmuseum-detmold.de zu erhalten, mehr zum Thema „Ikarusmaschinen“ unter www.luftfahrt-owl.de.
Ikarusmaschinen – Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe
Sonderausstellung des Kreises Lippe im Westf. Freilichtmuseum Detmold
16. Mai bis 1. Oktober 2006, dienstags bis sonntags 10 –17 Uhr
Pressekontakt:
Gefion Apel, Tel. 05231 706-104
presse@lwl.org
25. April 2006
Sonderausstellung "Die Braut in Schwarz"
mehr dazu unter:
http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=15945
25.04.2006
Sauerland und Lipperland feiern die neue Museumsgaststätte
„Im Weißen Ross“ des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold
Detmold (lwl). Am kommenden Sonntag, 30, April, ist es so weit: Mit Unterstützung aus Lippe und aus dem Sauerland bietet das Westfälische Freilichtmuseum Detmold einen „Entdeckungstag“ der neuen Gaststätte „Im Weißen Ross“ an. Das Restaurant im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) steht an diesem Tag im Mittelpunkt musikalischer und gastronomischer Aktionen rund um seine beiden Gebäude aus Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) und Kohlstädt (Kreis Lippe).
Ab 11 Uhr bieten Sauerländer und Lipper Musikgruppen einen bunten Reigen unterschiedlicher Vorführungen, so zeigt die „St. Peter und Paul Schützenbruderschaft Obermarsberg“ eine Parade zum Auftakt. Den ganzen Tag finden sich unter anderem sauerländische und lippische Spezialitäten wie Pickert oder Krustenbraten auf der Speisekarte des Wirtes „Im Weißen Ross“, Ernst Heiner Hüser.
Während der Veranstaltung bieten die LWL-Museumsmitarbeiter Dr. Hubertus Michels und Dr. Heinrich Stiewe für interessierte Besucher Führungen zur Geschichte der beiden historischen Gebäude „Haus Roland“ aus Obermarsberg von 1698 und „Hof Kuhlmeier“ aus Kohlstädt von 1558/59 an. Für das besondere Programm mit Musik, Nachtwächterliedern und Führungen entstehen neben dem Museumseintritt keine zusätzlichen Kosten.
22.03.2006
Ein „Weißes Ross", schwarze Bräute, Ikarusmaschinen und Spielen am Dorfrand:
Detmold (lwl). Ein „Weißes Ross", Bräute in Schwarz, Ikarusmaschinen, schlagfertige Studenten und das Mitmachprojekt „Spielen am Dorfrand" - das sind die Höhepunkte die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr in seinem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zu bieten hat. Am Samstag, 1. April, öffnet das größte Freilichtmuseum Deutschlands wieder seine Pforten - und gleichzeitig die neue Museumsgaststätte „Im Weißen Ross".
„Um das Freilichtmuseum für viele Menschen attraktiv zu machen, sind wir auf die Suche gegangen und waren recht erfolgreich: Zu den neuen Partnern gehören Ernst Heiner Hüser als Wirt in der neuen Museumsgaststätte, aber auch der Kreis Lippe als Kooperationspartner bei der Ausstellung ‚Ikarusmaschinen'", so Dr. Jan Castensen, der das LWL-Museum seit November leitet.
Neu ist für die Saison auch, dass das Museum von einem Förderverein begleitet wird. „Die über 50‚Freunde des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold e.V.' bringen sich als aufmerksame und gesprächsfreudige Partner ein und helfen uns so, das Museum weiterzuentwickeln", äußerte Carstensen erfreut, „Wir hoffen auch mit unserem neuen Mitmach-Projekt für jüngere Museumsgäste noch attraktiver zu werden." Hinter dem Titel „Spielen am Dorfrand" verbirgt sich eine Spielfläche neben der Museumsgaststätte, die das Museumsteam gemeinsam mit Kindergruppen und Besuchern in den nächsten Monaten naturnah gestaltet. Auch auf der noch nicht ganz fertigen Fläche, können Kinder erleben, mit welchen Spielen ihre Großeltern die wenige freie Zeit vertrieben haben. Dieses Projekt ist für mehrere Jahre geplant und wird sich auch 2007 und 2008 fortsetzen.
Neben dem Genuss für die Augen in knapp 100 Hektar grüner Kulturlandschaft mit 100 historischen Gebäuden aus ganz Westfalen erwartet die Museumsgäste „Im Weißen Ross" ein neuer Genuss für den Gaumen: Ab 1. April hält die neue Museumsgaststätte westfälische Spezialitäten und andere Erfrischungen bereit. „Mit dem neuen Wirt ist ein neuer Wind in der Museumsgastronomie zu spüren", freut sich Carstensen.
„Wir wollen mit dem gesamten Angebot hier besonderen Service bieten - von der kleinen Kaffeerunde bis zur Hochzeitsgesellschaft im Festsaal," verspricht der neue Wirt Ernst Heiner Hüser. Das „Weiße Ross" besteht aus zwei historischen Fachwerkbauten, die durch ein modernes Servicegebäude verbunden sind. „Gemeinsam umschließen sie Westfalens schönsten Biergarten," ist sich Museumsleiter Carstensen sicher.
Das Hauptgebäude ist ein 1698 erbautes Wohnhaus aus Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) mit besonderem Fachwerkgiebel. Ab etwa 1850 wurde dieses Gebäude für rund 140 Jahre als Wirtshaus mit Saal genutzt. Ergänzt wird dieser Bau durch das Bauernhaus Kuhlmeier aus Kohlstädt (Kreis Lippe). Dieses große, 1558/59 erbautes niederdeutsches Hallenhaus mit seiner eindrucksvollen Deele ist das älteste Hallenhaus des LWL-Museums. Obwohl die Besucher schon ab dem 1. April „Im Weißen Ross" essen können, gibt es am 30. April eine Einführungsveranstaltung der neuen Gaststätte mit Musik und besonderen kulinarischen Angeboten.
Natürlich hat das LWL-Museum für 2006 ein umfangreiches Programm erarbeitet: Gleich am 25. April beginnt die Studioausstellung „Die Braut in Schwarz" in der ehemaligen Fasanerie des Museums. Inspiriert durch einen Fund historischer Glasplatten aus dem Fotoatelier Kuper in Rietberg (Kreis Gütersloh) widmet das Museumsteam eine eigene Ausstellung der Frage, was von den „schwarzen Bräuten" im Museum blieb. Denn früher heiratete frau nicht ganz in weiß, sondern die Bräute trugen schwarze Kleider. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Rundgang zum Thema „Hochzeit" in zahlreichen der historischen Museumsgebäude.
Ab 16. Mai sind die „Ikarusmaschinen" in einer eigens dafür errichteten Leichtbauhalle am Rande des Paderborner Dorfes zu sehen. Zum Thema „Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe" hat der Kreis Lippe eine Sonderausstellung entwickelt, die in ihrem umfangreichen Begleitprogramm auch zwei „Flugtage" am Wochenende vom 26. und 27. August bietet. „Schlagfertig . Studentenverbindungen im Kaiserreich" schließlich ist in intensiver Kooperation mit Studierenden des Fachbereichs Geschichte der Universität Paderborn entstanden, die ab September auch selbst Führungen durch die Ausstellung anbieten.
Aber auch Vertrautes entdecken Freunde des LWL-Freilichtmuseums im Jahresprogramm: So finden der ökumenische Gottesdienst am Himmelfahrtstag und die Andachten in der Kapellenschule Werthenbach an Sonntagnachmittagen in Zusammenarbeit mit dem Stadtkonvent Detmold wieder statt; ebenso startet am Ostermontag die Führungsreihe in Zusammenarbeit mit der Lippischen Landeskirche, dieses Jahr unter dem Motto „Schritte des Lebens", die sich auf das Verhältnis zwischen Religiösität, im Museum sichtbarem Alltagsleben und Bibeltexten beziehen. Neu sind dagegen die „Lyrischen Gartenspaziergänge", die an drei Sonntagen eine ganz neue Herangehensweise an die ländlichen Gärten mit literarischen Texten ermöglichen. Und zum Ausklang des Jahres findet vom 8. bis 10. Dezember wieder der gefragte „Museumsadvent" statt.
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus, 32760 Detmold
Tel.: 05231 706-0, wfm-detmold@lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de
Geöffnet von April bis Oktober, di - so von 9 - 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)

05.01.2006
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold unter neuer Leitung
Detmold (lwl). Das Westfälische Freilichtmuseum in Detmold soll sich noch stärker ökologisch ausrichten. Das hat am Donnerstag (5.1.) Dr. Jan Carstensen in Detmold bei seiner Vorstellung als neuer Museumsleiter angekündigt.
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12.12.2005
Detmold (lwl). Die Adventslichter sind im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold nun wieder ausgegangen: Der erste „Museumsadvent“ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 9. bis 11. Dezember ist
zur großen Zufriedenheit der Veranstalter von mehr als 14.000 begeisterten Adventsgästen besucht worden.
Am eindrucksvollsten war auf den ersten Blick sicherlich die von Wolfgang Graemer mit sicherer Hand gestaltete Illumination, die die Adventsbesucher von der Wassermühle mit ihrem Teich in blaugrünem Licht bis zur Bockwindmühle am Paderborner Dorf, dem Veranstaltungsmittelpunkt, begleitete. Nicht nur die roten, grünen, blauen und weißen Lichter schufen eine eigene Atmosphäre, auch akustische Hintergrundeinspielungen vermittelten die Stimmung eines Winterwaldes – besonders am Samstag verstärkt durch den intensiven Nebel, der Lippe den ganzen Tag über nicht verließ, und den zugefroreren Teich im adventlichen Dorf, dessen Eis die Lichter spiegelte.
Sogar die Busfahrt der SVD wurde dabei zum Ereignis, wenn der Fahrer auf dem Weg kurz die Scheinwerfer ausschaltete und aufforderte :... und jetzt schauen Sie mal!“ und so die erleuchtete Dorfsilhouette vor den Augen der Buspassagiere erschien.
Wer dann den Museumsadvent betrat, genoss das Dorf einmal ganz anders: Weihnachtlich geschmückte, historische Stuben luden zum Schauen ein, wie denn diese Jahreszeit um 1900 ausgesehen haben könnte und brachten so viele Besucherfragen auf. „Woran kann man erkennen, dass diese Familie wohlhabend war?“ wollten Viele wissen. Kompetente Auskünfte erteilten nicht nur die bewährten Hausbetreuungen, sondern auch Museumsführer und – führerinnen, die stündlich zu einem Rundgang zum „Museumsadvent“ einluden.
Die zahlreichen Buden mit ihren adventlichen Angeboten aus Kunsthandwerk, Gastronomie oder Museumsbäckerei traten – im Gegensetz zu den Eltern - für viele Kinder natürlich sofort in den Hintergrund, wenn es darum ging, im historischen Karussell mitzufahren, auf der Schiffsschaukel zu schaukeln oder bei Puppentheater oder Märchenerzähler dabei zu sein. Auch die Mitmachaktionen waren hier gefragt: Neben dem Erwerb adventlicher Dekorationen an den Buden sind so auch viele selbst gebastelte „Engel aus Märchenwolle“ und anderer Weihnachtsschmuck während des Museumsadvents entstanden.
Die Konzerte brachten stimmungsvoll weihnachtliche Musik oder auch Klassiker wie Jacques Offenbach, gespielt vom Detmolder Kammerorchester, auf die Bühnen in den historischen Gebäuden, andere Musik wie die von der Drehorgel erklang unter freiem Himmel. Die Führungen durch die Sonderausstellung „Engel-Vielfalt“, die einmal täglich im Angebot waren, erfreuten sich ebenfalls guter Nachfrage. Maya Zumdick, Volontärin und Projektleiterin am LWL-Museum, hatte eine Ausstellung zum Thema „Engel“ konzipiert, und Bewohner des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum St. Laurentius in Warburg hatten ihre Vorstellungen von Engeln kreativ gestaltet und zeigten sie in der Ausstellungsscheune im Paderborner Dorf. „Die Spannweite vom „Schutzengel“ bis zum „Weihnachtsengel“ weckte erkennbar Neugier, so dass viele Museumsgäste schon nach dem Programm für das kommende Jahr gefragt haben,“ kommentierte die Projektleiterin zufrieden.
Bilder der diesjährigen Veranstaltung und der Hinweis auf den Museumsadvent 2006 sind im Internet unter www.museumsadvent.de oder www.advent-im-freilichtmuseum.de zu sehen.
10.11.2005
Aktuelle Pressemeldung
Die Ausstellung IKARUSMASCHINEN im WEB...
29.08.2005
Im Zeichen des Kaltbluts
Detmold (lwl). Zwar gibt es kein Sternzeichen "Kaltblut", aber fast ebenso allgegenwärtig schienen die schweren Kaltblutpferde bei "PferdeStark" am 27.
und 28. August 2005 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold ..... mehr
03.11.2005
Verschwundene bäuerliche Lebenswelten im LWL-Freilichtmuseum Detmold - Zur Ausstellung „Häuser und Höfe aus Westfalen" -> siehe mehr unter "Rückblicke"...
„Ein Haus für arme Frauen“01.Juli 2005
- Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold eröffnet das Armenhaus aus Rinkerode
Detmold (LWL). „Gedenkt, ihr Armen, eurer Wohltäter. Dieses Haus wurde zum Trost der Armen 1824 wiederaufgebaut.“ - so lautet die Übersetzung der Bauinschrift des Armenhauses aus Rinkerode (Kreis Warendorf), das ab dem 5. Juli im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zu besichtigen ist. 1966 abgebaut, hat es der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt in seinem Museum wieder errichtet. Das Haus war in Rinkerode Nachfolgebau eines wegen Baufälligkeit abgerissenen ersten Armenhauses aus dem 17. Jahrhundert.
Die Armen, an die in der Inschrift appelliert wurde, waren alleinstehende Rinkeroder Frauen, die auf Grund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten. Sie erhielten im Armenhaus eine kostenlose Unterkunft und eine kleine finanzielle Unterstützung. Zu ihren Wohltätern zählte in erster Linie die Familie von Kerckerinck zur Borg, die das Armenhaus durch eine fromme Stiftung im Jahr 1628 ins Leben gerufen hatte. Die Bewohnerinnen des Armenhauses waren im Gegenzug verpflichtet, für das Seelenheil der verstorbenen und lebenden Mitglieder der Familie zu beten.
Bei der Präsentation des Armenhauses hat das LWL-Museum neue Wege beschritten. Projektleiterin Kirsten Bernhardt freute sich bei der Eröffnung: „Statt wie gewohnt eine historischen Ausstattung anzu-treffen, begegnen Besucherinnen und Besucher hier modernen Inszenierungen, die über die Armenhausstiftung, die Bewohnerinnen und das Leben im Armenhaus informieren.
Das Gebäude war für das Museumsteam eine besondere Herausforderung: Es galt, ein neues Konzept für die Präsentation des Armenhauses im Museum zu erarbeiten, denn auf die übliche historische Möb-lierung und Einrichtung sollte in diesem Fall verzichtet werden, zudem stehen dem LWL-Museum nicht für alle Gebäude Hausbetreuungen für die persönliche Vermittlung zu Verfügung. Das Museum wollte etwas Neues bieten: Dazu hat das Museumsteam eine Darstellungsform entwickelt, die den Besucherinnen und Besuchern auf ungewohnte Weise Einblicke in die Geschichte des Armenhauses und seiner Bewohnerinnen gewährt – und dass ohne „Wandtapeten“ voller Texte.
Wesentliche Unterstützung leistete dabei das Büro Homann Güner Blum – Visuelle Kommunikation aus Hannover. Ergebnis der Kooperation ist eine Präsentation, die in ihren Inszenierungen in erster Linie auf das Sehen und Hören setzt, die Texte sind auf ein prägnantes Minimum reduziert. Vor dem Armenhaus geben drei moderne Stelen eine kurze Einführung ins Thema, sie bilden die Grundlage für das Verständnis der weiteren Präsentation. Das Gebäude selbst wurde in seinen ursprünglichen Zustand von 1824/25 zurückversetzt, so dass man hier beispielsweise die beengten Raum und auch die Lichtverhältnissse, unter denen die Frauen lebten, selbst nachempfinden kann. Die einzelnen Räume im Inneren (Flur, vier Kammern, Küche und Stube) widmen sich auf verschiedene Weise der Frage, wer hier im Laufe der Stiftungsgeschichte unter welchen Umständen lebte. Das Gebäude selbst wurde in seinen Originalzustand von 1824 zurückversetzt und ist Teil der Inszenierungen.
Am Dienstag, 5. Juli, findet um 14 Uhr unter dem Titel „Das Armenhaus aus Rinkerode und seine museale Präsentation“ eine öffentliche Führung durch das neu eröffnete Gebäude statt.
Pressekontakt:
Gefion Apel, Tel.: 05231 706-0 und
Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235 presse@lwl.org
Bilder zum Download unter www.lwl.org
13.Juni 2005
Fotokunst Martin Rosswogs im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Die Jahresausstellung im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold, „[Inside] – Schultenhöfe des Münsterlandes. Fotografien von Martin Rosswog“ hat ihre Pforten geöffnet: Ab Dienstag, 14. Juni werden die Serien der Münsterländer Bilder des Fotokünstlers im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu sehen sein, die Einblicke in modern genutzte historische Bauernhöfe des Münsterlandes geben.
Martin Rosswog, (geb. 1950), hat sich nach seiner Ausbildung bei dem Düsseldorfer Professor und Fotografen Bernd Becher eigene Wege gesucht: Man kann ihn als künstlerischen Dokumentaristen bezeichnen, wie es jüngst in einer Publikation eines seiner Fotoprojekte über ländliche Innenräume Europas geschehen ist. Die Schultenhöfe des Münsterlandes bilden im Gesamtwerk Rosswogs, das Aufnahmen aus europäischen Ländern wie Irland, Spanien oder Finnland zeigt, das wichtigste deutsche Beispiel. Ansatzpunkt für das LWL-Freilichtmuseum für die Zusammenarbeit mit dem Fotokünstler war der Museumshof Schulte-Bisping, da zum Thema „Schultenhöfe“ bereits seit längerer Zeit ein Forschungsprojekt geplant war.
Im Münsterland, im nördlichen Ruhrgebiet und im Sauerland bezeichnet „Schulte“ oder „Schulze“ heute einfach einen reichen Bauern. Häufig findet sich „Schulte“ in zusammengesetzten Namen alter, großer Bauernhöfe. Das Wort stammt ursprünglich aus dem mittelalterlichen Wirtschaftssystem der Grundherrschaft. „Schulten“ waren im Mittelalter die vom meist adeligen Grundherrn eingesetzten Besitzer großer Haupthöfe, und noch heute findet sich der Name häufig in Hofnamen der Region.
Die künstlerische Fotodokumentation der Innenräume von zehn verschiedenen Schultenhöfen Rosswogs war in den Jahren 1999 bis 2002 der erste Schritt des Forschungsprojektes. Es entstanden insgesamt 500 Aufnahmen, von denen rund 100 für die Ausstellung, die das LWL-Museum in der Scheune Westendorf im Paderborner Dorf gezeigt, ausgewählt wurden. Während jede Innenaufnahme aus volkskundlicher Sicht zunächst als Ergänzung der Forschungsgrundlagen dient, belässt es der Fotograf nicht dabei: Er arbeitet seriell, fügt Bild für Bild aneinander und legt genau fest, welche zwei, vier oder fünf Aufnahmen als Serie gezeigt und ausgestellt werden müssen.
Die optischen Verbindungen der Motive untereinander werden durch Möbel, Türen oder Fenster hergestellt. Diese finden sich wiederkehrend und aus verschiedenen Perspektiven abgebildet in den Fotografien. Alle Schwarz-Weiß-Aufnahmen innerhalb der Ausstellung sind so genannte Barytabzüge, ein Fotopapier, das Berufsfotografen seit 100 Jahren verwenden. Sie wurden vom Künstler selbst hergestellt. Die Farbabzüge wurden in Handarbeit vom Fachlabor Wagner in Rösrath angefertigt.
Sowohl die „kulturelle Insel“ Münsterland, die der Künstler mit ihren Charakeristika dokumentiert hat als auch die eigene Handschrift, die die Räume in den Fotos mit immer unterschiedlichen Aspekten zeigt, machen eine ganz eigene Faszination der Präsentation im Detmolder LWL-Museum aus.
„Lassen Sie sich von diesen Fotografien einfangen, nehmen Sie die inside – Perspektive ein - die Bilder machen süchtig“, empfiehlt Projektleiter Dr. Jan Carstensen.
Die Ausstellung ist vom 14. Juni bis zum 30. Oktober 2005 zu sehen, eine Begleitpublikation ist bei Schirmer/Mosel
erschienen unter dem Titel: Martin Rosswog: Schultenhöfe, (ISBN 3-8296-0206-5 ) und ist für 29,80 € im Buchhandel erhältlich. Broschierte Ausgabe nur im Museum für 19,80 €.
Internet: www.freilichtmuseum-detmold.de.
[Inside] – Schultenhöfe des Münsterlandes.
Fotografien von Martin Rosswog
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold- Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus- 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0 wfm-detmold@lwl.org
Öffnungszeiten: di – so 9 –18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr.
Weitere Informationen für die Presse bei: Gefion Apel , Tel.: 05231/706 – 140 - e-mail: wfm-detmold@lwl.org
18. Mai 2005
Detmold (lwl). Bei strahlendem Sonnenschein war es diese Woche im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold endlich so weit: Das acht Tage alte Senner-Fohlen präsentierte sich erstmals seinem Paten Prinz Stefan zur Lippe und dessen Familie. Vom Paten erhielt das erste im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geborene Stut-Fohlen der Sennerpferde den Namen „Kassandra“.
Senner Pferde sind akut vom Aussterben bedroht, Stutfohlen Kassandra ist eines von weltweit nur noch 47 Pferden dieser traditionsreichen Rasse. Jahrhundertelang züchtete das Lippische Fürstenhaus Senner Pferde mit einem halbwilden Gestüt in der Senne. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung 1160 gilt diese Pferderasse als die älteste in Deutschland.
In Blütezeiten des Gestütes waren es bis zu 200 Tiere, die als Renn-, Jagd- Wagen- und Reitpferde gefragt waren und als politische Geschenke auch schon einmal die Geschicke des Fürstentums Lippe beeinflussten. Da sie frei in der Senne lebten, zeichneten sie sich durch ihre Robustheit, ihre Ausdauer und Langlebigkeit aus.
Genetische Untersuchungen haben die Eigenständigkeit der Rasse belegt: So wurde nie mit fremden Stuten gezüchtet. Zur Vermeidung von Inzucht wurden immer Hengste anderer Rassen, vornehmlich Vollblüter, eingesetzt. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt: 1918 gingen die Pferde in das Eigentum des Verbandes Lippischer Pferdezüchter über, der sich verpflichtete, mindestens acht Zuchtstuten zu halten. 1936 jedoch kam es zur Versteigerung der letzten Senner auf dem Marktplatz in Detmold. Das Ende der Rasse schien besiegelt, hätte nicht Julie Marie Immink Gefallen an den edlen Pferden gefunden und sie unter schwierigsten Bedingungen über die Kriegs- und Nachkriegsjahre gerettet, bis auch sie 1950 aufgeben musste. Glücklicherweise waren einige Pferde in Lippe verblieben, u.a. bei Familie Lüpke aus Lemgo. Karl Ludwig Lackner, begab sich 1970 auf die Suche nach Senner Pferden und begann ab 1976 sein Gestüt in Borgholzhausen aufzubauen, unter anderem mit der Stute Indra von Frau Lüpke und der Stute Norma, die er in Rheinland-Pfalz ausfindig gemacht hatte.
Das LWL-Museum begann 2001 mit der Sennerzucht und beteiligt sich neben weiteren Privatpersonen weiterhin an der Erhaltung dieser einzigartigen Pferderasse. Auch in der Mossheide in der Senne weiden auf Initiative der Biologischen Station seit 2000 wieder Senner. Die Stuten des Freilichtmuseums, „Nadine“ und „Dorinah“ haben bisher mit drei Hengst-Fohlen, „Hamlet“, „Ikarus“ und „Jupiter“ zum Bestand beigetragen. Über das erste Stut-Fohlen „Kassandra“ freute sich Landschaftsökologin Agnes Sternschulte besonders: „Bei nur noch elf für die Zucht verwendeten Stuten ist Kassandra natürlich für den Bestand der Senner besonders wichtig.“
Westfälische Freilichtmuseum Detmold - Krummes Haus – 32760 Detmold geöffnet vom 25.03. bis 30.10. 2005, Öffnungszeiten: di – so, 9 – 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
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17.04.2005
Detmold (lwl). Die traditionelle bäuerliche Kulturlandschaft Westfalens hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg stark verändert: Unzählige Bauernhöfe fielen dem Strukturwandel zum Opfer, die verbliebenen Betriebe stehen unter einem andauernden Modernisierungsdruck. Viele in Jahrhunderten entstandene Gebäude und Hofanlagen wurden und werden abgebrochen oder umgebaut. Unter dem Titel „Häuser und Höfe aus Westfalen“ zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Dienstag (19.04.) in seinem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eine Auswahl von Fotos aus dem Nachlass des Gründungsdirektors Josef Scheipers, die Höfe aus allen Teilen Westfalens in ihrem ursprünglichen Zustand zeigen. „Die Bilder haben nicht nur einen dokumentarischen sondern auch einen großen ästhetischen Wert“, so Ausstellungsmacher Dr. Heinrich Stiewe.
Der westfälische Volkskundler und Hausforscher Josef Schepers (1908-1989) begann schon während seiner Studienzeit in den 1930er Jahren, alte Bauernhöfe zu erforschen und fotografisch zu dokumentieren. Aus diesen Forschungen entstand sein Werk „Haus und Hof westfälischer Bauern“ (1. Auflage Münster 1960). Zugleich bildeten sie die Grundlage für Konzeption und Aufbau des LWL-Freilichtmuseums Detmold, dessen erster Direktor Schepers von 1960 bis 1976 war.
Die Aufnahmen zeigen Hofanlagen und ländliche Gebäude aus Westfalen im Zustand der 1930er bis 1950er Jahre. Zu dieser Zeit fand Josef Schepers noch Bauernhöfe mit strohgedeckten Fachwerk-bauten im Schatten großer Hofeichen, auf denen die Zeit scheinbar stehen geblieben war. Tatsächlich war die Modernisierung auf dem Lande aber schon vor dem Zweiten Weltkrieg weit vorangeschritten, was Schepers mit Sorge betrachtete. Umso mehr bemühte er sich, die letzten noch weitgehend unberührten Hofanlagen zeichnerisch und fotografisch festzuhalten.
Die Ausstellung zeigt Beispiele ländlicher Gebäude und Siedlungsformen aus den verschiedenen Kulturlandschaften Westfalens: „Neben den schlichten Fachwerkbauten des Münsterlandes, deren Fachwerke schon früh mit Backsteinen ausgemauert wurden und die mit Hohlpfannen gedeckt waren, beeindrucken die monumentalen Meierhäuser etwa des Ravensberger Landes mit dichtem Gitterfachwerk und reich verzierten Einfahrtstoren. Die ältesten Bauernhäuser, die Schepers im Osnabrücker Land oder der früheren Grafschaft Lippefand, stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Während im Norden und Westen Westfalens Streusiedlung und Einzelhöfe verbreitet sind, entstanden am Hellweg und an der Weser große Haufendörfer“, so Stiewe.
Neben Gesamt- und Detailansichten der Gebäude geben seltene Innenaufnahmen Einblick in Dielen und Ställe, Küchen und Stuben. Auch das landschaftliche Umfeld der Gehöfte mit Gärten und Weiden, Hecken und Teichen hat Schepers fotografisch dokumentiert. Den großen Hofanlagen mit ihren zahlreichen Nebengebäuden stehen die bescheidenen Kotten der „kleinen Leute“ auf dem Lande gegenüber. Auf vielen Fotos sind die Bewohner der Häuser zu sehen: Bauern und Landarbeiter, Männer, Frauen und Kinder. Josef Schepers hatte die Absicht, zumindest „in letzter Stunde noch ein papiernes Bild des alten Bauernhofes, ein Bild unserer Herkunft, zu retten“ – heute ermöglichen seine Fotografien seltene Einblicke in längst verschwundene bäuerliche Lebenswelten.
„Häuser und Höfe aus Westfalen“
Sonderausstellung mit Fotos aus dem Nachlass von Josef Scheipers
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold, ehemalige Fasanerie
19. April bis 24. Juli 2005
Geöffnet: täglich außer montags, 11 - 17 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold – Landesmuseum für Volkskunde –
Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel. (05231) 706-0; Fax 706-106
www.freilichtmuseum-detmold.de; E-Mail: wfm-detmold@lwl.org
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