Der Erbdrostenhof ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler Münsters. Er ist Dienstgebäude des LWL und beherbergt darüber hinaus eine bedeutende Sammlung an historischen Instrumenten.

Haupt- und Glanzstück des Erbdrostenhofes ist der durch den ganzen Mittelbau reichende Festsaal.

 

Im Auftrag von Erbdroste Adolph Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering wurde der als Stadtpalais genutzte dreiflügelige Adelshof vom Barockarchitekten Johann Conrad Schlaun in den Jahren 1753-1757 erbaut.

Bild: LWL-Museum für Kunst und Kultur (Westfälisches Landesmuseum), Münster

Johann Conrad Schlaun
(1695–1773) war ein deutscher Baumeister, Architekt und Militär des Barocks.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Erbdrostenhof schwer beschädigt und in den nachfolgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut.

Erbdrostenhof

Hauptfassade-Zustand um 1900 (Bild:LWL-DLBW)

Erbdrostenhof

Die Ruine 1946/47 (Bild: W.Rösch - LWL-DLBW)

Im Festsaal des Erbdrostenhofes fanden seinerzeit hauptsächlich Empfänge statt.

Heute finden im Saal repräsentative, kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen statt, wie z.B. Klassische Konzerte, Preisverleihungen und Vorträge.

                                                                                                     Bild: LWL-DLBW, A. Brockmann-Peschel

Die von Herrn N. Loder im Jahr 1757 ausgeführte Freskomalerei wurde im Krieg zerstört; Paul Reckendorfer hat die zerstörte Pracht 1965-1967 neu geschaffen. Der Künstler Johann Rauchegger hat die Malerei im Treppenhaus 1983-1985 wieder hergestellt.

Nähere Informationen zur Geschichte des Erbdrostenhofes sind in der Broschüre „Der Erbdrostenhof in Münster – Westfälische Kunststätten“ zu finden. Diese Broschüre kann zum Preis von 2,50/3,00 Euro erworben werden

im Buchhandel Ringold (neben dem Erbdrostenhof, Ringoldgasse 1) oder
im Stadtmuseum (Salzstraße 28) in Münster.