DNK-Preisträgertreffen

Das Netzwerk der „westfälischen DNK-Denkmalpreisträger“ feierte sein zehnjähriges Jubiläum auf der Burg Isenberg in Hattingen

Zu ihrem zehnten Jahrestreffen kamen dieses Jahr im Haus Custodis in der Burg Isenberg in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) die westfälisch-lippischen Preisträger des „Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz“ (DNK) zusammen. Auf Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) treffen sich seit 2008 die vom DNK ausge­zeichneten ehrenamtlichen Denkmalpfleger einmal im Jahr in Westfalen zum Erfahrungs­austausch.


Bildergalerie zur Veranstaltung

Fotos: LWL/Bonnermann


Der DNK-Preis

Die „Silberne Halbkugel" und der „Karl-Friedrich-Schinkel-Ring" gelten als höchste deutsche Auszeichnungen für besondere ehrenamtliche Verdienste im Denkmalschutz. Die Preise werden vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz in Bonn (DNK) vergeben. Das 1973 gegründete DNK ist in Deutschland das übergreifende Forum für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Bau- und Bodendenkmale als wichtiges Kulturerbe für nachfolgende Generationen zu erhalten.


Verein zur Erhaltung der Isenburg e.V.

Der 1976 gegründete gemeinnützige Verein zur Erhaltung der Isenburg e.V. wurde bereits 2002 für seine kontinuierliche, über jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit zur Erhaltung der Burganlage mit dem DNK-Preis ausgezeichnet. Die 51 Mitglieder pflegen und erhalten die Burgruine, indem sie beispielsweise die Mauern restaurieren und ausbessern. Darüber hinaus erforschen die Mitglieder die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner und vermitteln die Erkenntnisse im Rahmen von Ausstellungen, Publikationen und Führungen.


Denkmal „Ruine der Burg Isenberg“

Die Ruine der Burg Isenberg ist Hattingens ältestes und bedeutendstes archäologisches Baudenkmal des Hochmittelalters und von überregionalem Rang. Die erste Erwähnung  als “Castrum Ysenberg” ist in einer Urkunde des Erzbischofes Adolf von Köln aus dem Jahr 1200 zu finden. Der Baubeginn der Burganlage wird um 1193/94 vermutet. Sie wurde im Winter 1225/26, also bereits 25 Jahre nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1200, zerstört. Die Ruine der Burg Isenberg repräsentierte in ihrer Ausdehnung und Außenwirkung der gewaltigen Bauformen den hohen sozialen Status und Machtanspruch ihrer Erbauer, Graf Adolf von Altena (seit 1193 Erzbischof von Köln und Herzog von Westfalen) sowie dessen Bruder Graf Arnold von Altena. Das markante Haus Custodis wurde Ende der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts als Landhaus mitten in die Burgruine gebaut.