Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege

Vom Deelenhaus bis zur Wassermühle: Bewerbungen beim LWL eingereicht

Deelenhäuser und Speicher größerer Hofstellen, städtische Bürgerhäuser, zwei Kirchen, ein kleinerer Kotten, ein ehemaliges Stiftsdamenhaus, ein ehemaliger Schulbau, ein Torhaus und eine Wassermühle: Dies sind die Wettbewerbsbeiträge, die beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege eingegangen sind.

Im Frühjahr hat das Land Nordrhein-Westfalen den Preis ausgelobt, mit dem es den privaten und ehrenamtlichen Einsatz für gefährdete Baudenkmäler in Westfalen-Lippe auszeichnen möchte. Denkmaleigentümer konnten Bauten einreichen, die sie innerhalb der letzten zwei Jahre auch mit Hilfe der LWL-Denkmalexperten vorbildlich instandgesetzt haben.

In Kürze wird sich die fachkundige Jury darüber verständigen, welche der eingereichten Objekte bei einer Bereisung vor Ort begutachtet werden sollen. Kriterien für die weitere Auswahl der Jury sind ein beispielhafter Planungsprozess mit guter Zusammenarbeit, eine fach- und denkmalgerechte Sanierung, die Eigenleistung des Bauherrn sowie das bürgerschaftliche Engagement. Der mit 7.000 Euro dotierte Staatspreis wird ungeteilt an einen der Bewerber verliehen.

Hintergrund

Der Rheinisch-Westfälische Staatspreis für Denkmalpflege wird jährlich im Wechsel im Rheinland und in Westfalen vom NRW-Bauministerium ausgelobt. In diesem Jahr ist Westfalen-Lippe an der Reihe. In Kooperation organisiert die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und  Baukultur in Westfalen den Preis. Neben Albert Simons von Bockum-Dolffs, dem Sprecher der Jury, gehören auch LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens und Ulrich Burmeister vom NRW-Bauministerium zur Auswahlkommission. Hinzu kommen Vertreter aus dem Kreise der privaten Denkmaleigentümer, der Kirchen, der Unteren Denkmalbehörden, des Westfälischen Heimatbundes und der Hochschulen.