13/0569

Vorlage

 
 
Betreff: Fortführung des Vorhabens STAR - Schule trifft Arbeitswelt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Dr. Beule, Tel. 4724
Federführend:LWL-Integrationsamt Westfalen Bearbeiter/-in:Schuht, Werner
Beratungsfolge:
Sozialausschuss Entscheidung
12.04.2011 
7. Sitzung des Sozialausschusses ungeändert beschlossen   
Schulausschuss Kenntnisnahme
10.05.2011 
7. Sitzung des Schulausschusses zur Kenntnis genommen   

Der LWL-Sozialausschuss ermächtigt das LWL-Integrationsamt Westfalen, mit den Partnern des Vorhabens STAR (dem Ministerium für

Das LWL-Integrationsamt Westfalen wird beauftragt, mit den Partnern des Vorhabens STAR (dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW – MAIS, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung – MSW sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbiet) über seine Fortführung zu verhandeln, diese ggf. zu ermöglichen und dafür auch anteilig Mittel aus der Ausgleichsabgabe zur Mitfinanzierung zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Zusammenfassung:

 

 

Mit dem landesweiten gemeinsamen Vorhaben „STAR – Schule trifft Arbeitswelt – zur Integration schwer behinderter Jugendlicher“ der Landschaftsverbände und der Landesregierung (insbesondere Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales) sollen die Unterstützungsstrukturen im Bereich des Übergangs von der Schule in den Beruf für Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nachhaltig gestärkt werden. Dabei soll vorrangig die Weiterentwicklung der Verfahren der Berufswegentscheidung und der Vernetzung der Akteure vor Ort im Zentrum der Projektarbeiten stehen.

 

Die erste Förderphase des Vorhabens, das auf insgesamt 3,5 Jahre angelegt ist, endet am 31.7.2011.

 

Das LWL-Integrationsamt Westfalen wird beauftragt, mit den Partnern des Vorhabens (dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW – MAIS, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung MSW sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit) über seine Fortführung zu verhandeln, diese ggf. zu ermöglichen und dafür auch anteilig Mittel aus der

Ausgleichsabgabe zur Mitfinanzierung zur Verfügung zu stellen.
Begründung:

 

 

STAR – Schule trifft Arbeitswelt: zur Integration (schwer) behinderter Jugendlicher

 

Junge Menschen, egal mit welcher Behinderung, möchten dort arbeiten, wo alle arbeiten: auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf benötigen nachhaltige, individuell „maßgeschneiderte“ Unterstützung für den Berufseinstieg – gerade dann, wenn der Weg nicht in die Werkstatt für behinderte Menschen führen soll, sondern in ganz reguläre betriebliche Ausbildung und Beschäftigung.

 

Seit Jahren steigen die Zahlen der Besucher von Werkstätten für behinderte Menschen stark an. Zudem steigen auch die Zahlen der Kinder, die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung oder dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung besuchen. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung wechseln die jungen Menschen in aller Regel in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

 

Fachlich ist daher seit langem unbestritten, dass bereits vor dem Ende der Schullaufbahn mit einer speziellen Berufsvorbereitung für diesen Personenkreis begonnen werden muss. Gute Ergebnisse sind unter dem Stichwort Berufswegekonferenz erzielt worden. Erfolge hat der LWL insbesondere mit zwei Equal-Projekten zwischen 2002 und 2005 erreicht. Es hat sich gezeigt, dass durchaus eine höhere Zahl von Förderschulabgängerinnen und -abgängern der Förderschwerpunkte körperliche und motorische Entwicklung sowie Hören und Kommunikation Chancen außerhalb der WfbM haben kann.

 

Diese Ergebnisse sind im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Anfang 2008 vorgestellt worden. In anschließenden Verhandlungen ist ein Vorhaben entwickelt worden, mit dem die bisherigen Erfolge auf das gesamte Land verbreitert werden sollen. Mit dem landesweiten gemeinsamen Vorhaben der Landschaftsverbände (insbesondere als Integrationsämter) und der Landesregierung (insbesondere Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales) sollen in Abstimmung mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit die Unterstützungsstrukturen im Bereich des Übergangs von der Schule in den Beruf für Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nachhaltig gestärkt werden. Dabei soll vorrangig die Weiterentwicklung der Verfahren der Berufswegentscheidung und der Vernetzung der Akteure vor Ort im Zentrum der Projektarbeiten stehen. Im Einzelnen geht es darum,

·         die Berufsorientierung im Übergang Schule - Beruf mit dem Ziel zu verbessern, die Integration in Ausbildung und Arbeit außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen für Förderschüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf zu erhöhen,

·         eine verstärkte und verbesserte Kooperation und Vernetzung der Akteure und ihrer Ressourcen (landesweit und regional) auf allen Ebenen (strukturell und individuell) im Hinblick auf Verbindlichkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit zu bewirken,

·         die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Erfordernisse im Sinne des Gender Mainstreaming ebenso wie die Berücksichtigung der Bedarfe von Schülern/Schülerinnen mit Migrationshintergrund als Querschnittziele des Vorhabens zu implementieren.

 

Ziel ist es, mehr Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Hören und Kommunikation, Körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Sprache in betriebliche Beschäftigung und Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. Für schwerbehinderte Jugendliche und ihre Eltern erscheint der Weg von der Schule in den Beruf oft unübersichtlich. Um die berufliche Integration zu verbessern, setzt STAR darauf, den individuell bestmöglichen Übergang von der Schule in den Beruf frühzeitig 2 bis 3 Jahre vor Schulabschluss zu organisieren. Gleichzeitig sollen die Kooperations- und Vernetzungsstrukturen der beteiligten Akteure im Eingliederungsprozess weiterentwickelt und – wo notwendig – verbessert werden.

 

Die Laufzeit des Vorhabens ab Dezember 2009 soll 3,5 Jahre betragen. Die Kosten der ersten 20-monatigen Projektphase belaufen sich auf ca. 0,9 Mio. Euro je Landesteil. Davon trägt das Land jeweils die Hälfte aus EU-Mitteln, die Landschaftsverbände steuern die andere Hälfte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe bei.

 

Begonnen wurde im westfälischen Landesteil in den Modellregionen Siegen/Olpe und Bochum/Herne, in der zweiten Phase sollen die Erfahrungen auf ganz Westfalen-Lippe (bzw. NRW) übertragen werden.

 

Im Frühjahr 2011 ist nun zwischen den Partnern über die Fortführung des Vorhabens in der beabsichtigten zweiten Phase von 20 bis 24 Monaten Dauer ab dem 1.8.2011 zu entscheiden. Dabei sind die Erfahrungen und Ergebnisse aus der ersten Phase zu berücksichtigen.

 

Dazu benötigt das LWL-Integrationsamt Westfalen die Ermächtigung des Sozialausschusses, mit den Partnern des Vorhabens (dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW – MAIS, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung MSW sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit) über seine Fortführung zu verhandeln, diese ggf. zu ermöglichen und dafür auch anteilig Mittel aus der Ausgleichsabgabe zur Mitfinanzierung zur Verfügung zu stellen. Deren Höhe ist derzeit noch nicht absehbar.

 

Rechtsgrundlage ist § 14 Absatz 1 Nr. 4 der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (Leistungen zur Durchführung von Modellvorhaben mit regionaler Bedeutung auf dem Gebiet der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben).

 

3


 

1

Ergebnis- und/oder zahlungsrelevante Auswirkungen?

 

nein

X

ja

 

 

Im Haushaltsplan vorgesehen?

 

nein

X

ja, Sachkonto 533.960; Auftrag 61050403 1001

Im Wirtschaftsplan vorgesehen?

X

nein

 

ja, im Wi-Plan

2

Die Leistungen sind

3

Rechtsgrundlage/Ausschussbeschluss:

 

 

 

freiwillig

 

Neuntes Buch Sozialgestzbuch (SGB IX) i. V. m.

Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV)

 

(Ggfls. weitergehende Erläuterungen siehe Begründung, Seite/Ziffer              )

X

durch Gesetz/Verordnung pp. bestimmt

 

durch Ausschussbeschluss des LWL bestimmt

4

Investitionskosten/einmalige Auszahlungen:

5

Jährliche ergebnisrelevante Folgekosten:

6

Hinweise

Insgesamt:           

EUR

Insgesamt:

EUR

Ergänzende Darstellung zu den ergebnis- und/oder zahlungsrelevanten Auswirkungen

Mittel der Ausgleichsabgabe, nicht umlagewirksam

Beteiligung Dritter:

EUR

Beteiligung Dritter:

EUR

Belastung LWL:   

Siehe Nr. 6

Belastung LWL:

Siehe Nr. 6