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Vorwort
vom LWL-Direktor Wolfgang Schäfer
Liebe Leserin, lieber Leser,
das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen war nur der Anlass
für diese Broschüre. Wir haben schon vorher viele Hinweise bekommen: Die
Vielzahl der Hilfen und Vorschriften, die das Leben der 840.000 schwerbehinderten
Menschen in Westfalen-Lippe berühren, verlange nach Orientierung. Die
Broschüre soll ihre Leserin und ihren Leser dabei unterstützen, ein weitgehend
selbstbestimmtes Leben mit Behinderungen zu leben. So wenig wie es den
behinderten Menschen als Prototyp gibt, so wenig gibt es eine Regel, die
alles regelt. Es gibt viele Wege für Menschen mit Behinderungen. Darum
haben Sie nicht eine komplette Landkarte vor sich, auf der jeder mögliche
Weg und Ort verzeichnet ist, sondern eher einen Wegweiser, der an Weggabelungen
die mögliche Richtung anzeigt.
An mehreren Stellen findet sich auf den folgenden Seiten auch der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) mit seinen Hilfen für Menschen mit schweren und
mehrfachen Behinderungen – sozusagen als Haltepunkte am Weg. Adressverzeichnisse
am Ende jedes Kapitels nennen weitere kompetente Beraterinnen und Ansprechpartner.
Wir haben „Geschichten aus dem Leben“ erzählt, um mit diesen Beispielen
einiges verständlicher zu machen. Für die Nichtbehinderten ohne Erfahrung
mit ihren behinderten Mitmenschen erhoffe ich mir durch die Beispiele
einen Perspektivwechsel. Wir sollten verstehen, dass nur aus der Perspektive
der Nichtbehinderten ein Leben mit Behinderung der permanente Ausnahmezustand
ist. Für Menschen mit Behinderungen bedeutet das Leben den Alltag – mit
Tiefen, aber auch mit Glücksmomenten. Ich selbst habe das in der eigenen
Familie erlebt, und manchmal habe ich mir einen Wegweiser gewünscht. Vielleicht
kann diese Broschüre ein Beitrag dazu sein.
Ihr

Wolfgang Schäfer
LWL-Direktor
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