Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Land; nordwestlich von Lage im Bereich der Werreaue; Größe etwa 2 Hektar.
Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Im frühen 11. Jahrhundert wurde Iggenhausen vom Kloster Corvey erworben. Vor der ehemaligen mittelalterlichen Turmhügelanlage sind noch Teile der Ringmauer erhalten. Die Gutsanlage befindet sich seit vielen Jahrhunderten im Familienbesitz. Wappen in der alten Gutskapelle zeigen die seit dem 16. Jahrhundert auf Iggenhausen ansässigen Adelsgeschlechter: von Iggenhausen/von Exter (1505), von Exter/von Brink (1550), von Brink/von Blomberg (1769), von Blomberg/von Eckardstein (1935). Das alte Herrenhaus der ehemaligen Gräftenanlage wurde im 19. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt.
Gebäude und Ausstattung:
Ältestes Bauwerk des ehemaligen Rittergutes ist eine Kapelle, die 1618 vom damaligen Gutsbesitzer Albert von dem Brink und seiner Gemahlin erbaut wurde. Die eingeschossigen Wirtschaftgebäude aus Fachwerk, folgen in ihrer Anordnung dem Verlauf der mittelalterlichen Ringmauer mit Gräfte und wurden vermutlich im 18. und 19. Jahrhundert errichtet. Das neugotische Herrenhaus wurde zwischen 1856 und 1865 durch August und Friedrich von Blomberg erbaut. Eine Besonderheit ist ein historisches Gewächshaus der Zeit um 1860.
Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.
Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die landschaftliche Anlage südlich des von der Werre abgezweigten Mühlengrabens ist wahrscheinlich zusammen mit dem Bau des neugotischen Herrenhauses gestaltet worden. Ein Situationsplan aus dem Jahre 1849 zeigt noch die Gutsanlage von einer Gräfte umgeben, die mit dem Neubau des Herrenhauses trockengelegt wurde. Auffällig ist aber eine großzügige Gartenanlage im Norden zwischen dem Mühlengraben und der Werre dargestellt. Dabei handelte es sich um einen langgestreckten, rechteckigen regelmäßigen Garten, der vermutlich noch im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Am westlichen Abschluss des Gartens ist ein kleinerer gestalteter Bereich zu erkennen, der einen direkten Zugang mit einer Brücke über den Mühlengraben hatte. Ein 1875 entstandenes Aquarell zeigt diesen Gartenbereich als intensiv gestaltete Fläche mit Teppichbeeten und verschiedenen Ziergehölzen.
Heutiger Zustand / Nutzung:
Der regelmäßige Gartenbereich nördlich der Gutsanlage wurde inzwischen parzelliert und ist zugewachsen. Auf dem Gelände finden sich noch einige stattliche botanische Raritäten und ein historisches Gartenhaus. Der um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte Landschaftspark im Bereich des Herrenhauses ist eine gepflegte Anlage mit geschwungenen Kieswegen und zahlreichen Laub- und Nadelgehölzen, die noch aus der Entstehungszeit stammen.
Historischer Zeitraum:
von 1849Quellen:
Bilder und historische Karten: