Eigentümer und Zugänglichkeit
Haus und Park sind privat und nicht öffentlich zugänglich. Der Skulpturenpark ist von außen einsehbar.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Westmünsterland; westlich von Vreden; etwa 2 ha.
Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Park wurde von Johanna Erning angelegt und zeigt insgesamt etwa 80 Skulpturen und Plastiken, die einzig von den Eheleuten oder ihrem Sohn A. Marcellus Erning gearbeitet wurden. Die Idee zum Skulpturenpark war die logische Folge der intensiven Auseinandersetzung des kunstinteressierten Ehepaars mit der Bildhauerei während des Bildhauersymposiums, das 1977/78 in Vreden stattfand. Dr. Dr. Adolf Erning hatte es initiiert. Aus der Begeisterung heraus reifte der Entschluss, der Kreativität mit eigenen Mitteln Ausdruck zu verleihen, und nur zwei Jahre später begann der langsame Aufbau des privaten Skulpturenparks.
Gebäude und Ausstattung
Für Adolf Erning war das künstlerische Schaffen über Jahrzehnte leidenschaftlicher Ausgleich zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Jurist und Notar. Seine Frau Johanna schuf zeitgleich zahlreiche Kunstwerke parallel zu ihrer Arbeit als Mutter und Hausfrau. Sie war es auch, die die Werke in der Anlage platzierte und die die Details am Atelier in Fachwerkbauweise entwarf, welches nahe am Eingang des Parks steht. Der gemeinsame Sohn A. Marcellus studierte Kunst an der Kunstakademie in Münster und schuf eigene Arbeiten. Die Bandbreite der ausgestellten Werke lässt sich jedoch nicht mit den drei Künstlernaturen begründen, denn die Eheleute selbst bedienen sich bereits unterschiedlichster Stile und Materialien. So stehen Plastiken aus Eisen, Edelstahl, Kupfer und Bronze neben Skulpturen aus Stein, sogar Glas wurde verarbeitet. Und die Stile reichen von naturalistisch über expressiv bis abstrakt. Eine Zuordnung zu einem der Künstler ist nicht einfach: Das Ehepaar Erning ist der Meinung, dass unterschiedliche künstlerische Aussagen mit unterschiedlichen bearbeiteten Materialien einhergehen müssen. So haben beide naturalistisch und abstrakt und in diversen Materialien gearbeitet. Die Skulpturen sind bis zu 14 Meter hoch, aber es gibt auch 50 Kleinplastiken zu sehen.
Art der Grünanlage
Park
Beschreibung
Bereits Ende der 1960er Jahre begann Johanna Erning mit der Bepflanzung der vormals baumfreien Wiese in der Berkelaue. Ihr Interesse galt zu dieser Zeit vor allem der Anlage eines schönen Parks, und so wurden Hunderte Sträucher, vor allem Hasel, aber auch Rhododendron und Feuerdorn sowie Bäume, darunter Buchen, Platanen, Eichen, Kiefern, Kastanien, Walnussbäume, Birken und Weiden gepflanzt. Dazwischen entstanden Rosen- und Staudenbeete, aber auch Wildblumenwiesen.
Die Vielfalt im Park wird durch die tages- und jahreszeitlichen Stimmungen in der Natur noch erhöht. Mittagssonne und Abenddämmerung sowie Sonnenauf- und -untergang rufen ganz unterschiedliche Stimmungen und Assoziationen hervor und während in der verschneiten Winterlandschaft die Kunst stark hervortritt, geht sie im Sommer mit dem Laub der Bäume und den blühenden Wiesen eine Einheit ein.
Historischer Zeitraum:
von 1979Quellen:
Bilder und historische Karten: