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Gutspark Hiddenhausen
Titelbild der Anlage
Kartenausschnitt zur Anlage
Kartenausschnitt: http://www.lwl-geodatenkultur.de

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Land; am nördlichen Rand des Ortsteils Hiddenhausen; Größe etwa 2,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Haus Hiddenhausen ist neben Gut Bustedt der zweite Adelssitz in Hiddenhausen. Eine erste Erwähnung findet sich 1545. Seit 1701 befindet sich das Gut im Eigentum der Familie von Consbruch. Das Haus diente bis 1806 als Verwaltungsmittelpunkt des Amtes Enger, das bis zu diesem Zeitpunkt über mehr als 100 Jahre von der Familie von Consbruch repräsentiert wurde.

Gebäude und Ausstattung:
Ein Großteil der Gutsgebäude stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Den Mittelpunkt bildet das zweigeschossige, noch aus dem 17. Jahrhundert stammende barocke Herrenhaus. Die Zufahrtsachse zum Herrenhaus wird durch zwei langgestreckte Fachwerkscheunen flankiert. Ein drittes Fachwerkhaus ist als Durchgangsscheune dem Herrenhaus annähernd radial zugeordnet. Eine Besonderheit ist die Lage der kleinen Fachwerkorangerie am seitlichen Rand des Vorhofes im rechten Winkel zum Herrenhaus. Ursprünglich als Remise erbaut, befand sich im Süden des Gebäudes das ehemalige Orangerieparterre mit einem großen Brunnen und zwei Gewächshäusern.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark und neu angelegter Bauerngarten südlich der Orangerie.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Vermutlich existierte schon im 18. Jahrhundert eine barocke Gartenanlage östlich des Herrenhauses und südlich der Orangerie. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde dann im Bereich östlich des Herrenhauses ein Landschaftspark mit seltenen Bäumen angelegt. 1865 wurde der Familienfriedhof der Familie von Consbruch im Nordteil des Landschaftsparks angelegt.


Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Anlage besteht heute aus 3 Teilen:

  • Im Mittelpunkt des großzügigen Hofbereiches aus Kies- und Rasenflächen befindet sich ein buchsbaumgefasstes Rundbeet mit Rosen. Vor der barocken Gebäudefassade stehen kugelförmig geschnittene Gehölze.
  • Südlich der ehemaligen Orangerie ist in Anlehnung an das ehemaligen Orangerieparterre ein kleiner geometrischer Garten mit buchsbaumgefassten Beeten, einem Mittelrondell und Kieswegen angelegt worden.
  • Östlich des Herrenhauses liegt der Landschaftspark. Eine weite Rasenfläche mit einzelnen Altbäumen wird von dichten Gehölzbeständen gesäumt, nach Norden schließt ein Teich mit Rhododendron unterpflanzten lichten Waldflächen sowie das Erbbegräbnis an. Auffällig ist die kürzlich wieder freigestellte Sichtachse vom Familienfriedhof zur Hiddenhauser Kirche. Die Anlagenteile befinden sich insgesamt in einem guten Pflegezustand.

Historischer Zeitraum:

von 1801 - 1865

Quellen:

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Liesche, Franz (1987): Gut Bustedt - Kleine Geschichte des Gutes. Bustedt.
  • Bufe, Thomas/ Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalen-Lippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Band 3.4: Stadt Bielefeld, Kreis Herford, Kreis Paderborn. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Maoro, Ernst (1986): Wasserschloss Bustedt in Hiddenhausen. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen, Bielefeld, Seite 109 - 110.
  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1895): Königlich Preußische Landesaufnahme - Neuaufnahme, Blatt 3817. Bonn-Bad Godesberg.

Bilder und historische Karten:

Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage
Stand: 01.01.2000

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