Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; die Anlage ist gegen eine Eintrittsgebühr öffentlich
zugänglich.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Niederrheinisches Tiefland - Isselebene; südlich von Anholt
im Ortsteil Vehlingen; ca. 56 ha.
Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Leopoldspark, der heute Teil
des Wildparks Anholter Schweiz ist, wurde 1892 anlässlich der Hochzeit Fürst
Leopolds mit Eleonore, Prinzessin von Croy, auf 18 Hektar Fläche angelegt.
Bereits 1890 hatte der Fürst zahlreiche bäuerliche Anwesen aufgekauft, die
Gebäude abreißen und das Gelände, inklusive des historischen Jagdparks,
aufforsten lassen. Die Bepflanzung bestand überwiegend aus Nadelbäumen und
Rhododendron, es waren aber auch einige Laubbäume und Stauden sowie später
Rosen und Alpenpflanzen zu sehen. Von 1900 bis 1905 erfolgte eine
Erweiterungsplanung durch den Kölner Gartenarchitekten Finken. Hierzu gehörten
auch die Erweiterung der Wasserfläche und des Wegesystems sowie nachfolgend
Rehbesatz. 1919 waren bereits zahlreiche alpine Pflanzen durch das Klima oder
durch Diebstahl verloren gegangen.
Gebäude und Ausstattung
In Erinnerung an den gemeinsamen Aufenthalt in der Schweiz
wurde ein alpiner Steingarten angelegt, damals ein hochmodisches Element in herrschaftlichen
Gärten. Als Vorlage für den künstlichen See im Park diente der
Vierwaldstätter See, und die Felsformationen sind unter anderem kleine
Versionen der Berge Rigi und Pilatus. Der Unterbau dieser Felsen wurde aus
Eichenpfählen und Ziegeln errichtet, die Felsanlagen durch den Grottenbauer
Biesenbach aus Lavagestein und Kalkstein erbaut. Die Baumaterialien kamen auf
dem Wasserweg nach Anholt. Zum weiteren Transport wurde eigens eine kleine
Bahnstrecke bis in den Park gelegt. 1894 folgte das Schweizer Haus, das erste "Fertighaus" der Region, nach Plänen einer Schweizer Baufirma und des
Baumeisters Delere.
Art der Grünanlage
Wildpark
Beschreibung
Nach Schäden in der Kriegs- und Nachkriegszeit erhielt der
Park 1968 weiteren Tierbesatz und wurde der Öffentlichkeit als Wildpark
präsentiert. 1991-94 erfolgte eine Neugestaltung nach einem wild-biologischen
Konzept durch Diplom-Ingenieur Reilmann. Hierbei wurden viele seltene Baumarten
erhalten, ebenso wie das Schweizer Haus und der See.
Historischer Zeitraum:
von 1892Quellen:
Bilder und historische Karten: