Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Am Ostrand des Steinheimer Beckens, etwa 3 km östlich des Stadtkerns von Steinheim in der freien Landschaft; Größe etwa 2,5 Hektar.
Allgemeine Angaben zur Geschichte:
An der Stelle des heutigen Parks befand sich vom 15. Jahrhundert bis 1740 eine Wasserburg, die wahrscheinlich im Lehen des Stiftes in Neuenheerse stand. Diese Burg wurde abgebrochen. Um 1850 entstand das heutige Herrenhaus der Familie von Kanne, 1919 erfolgten Umbauten und Erweiterungen. Das Gut wird heute noch als landwirtschaftlicher Betrieb geführt.
Gebäude und Ausstattung:
Das Herrenhaus wurde um 1850 errichtet. Seine heutige Form mit Mansardendach, Freitreppe und gepflastertem Vorplatz erhielt das Gebäude 1919.
Im Park befindet sich unmittelbar östlich des Herrenhauses eine ehemalige Kapelle, die völlig von Efeu überwuchert ist und nicht genutzt wird. Etwas abseits vom Haus liegt die neue Kapelle, die ebenfalls 1919 durch Umbau eines Badehauses entstand.
Im Park liegt von Efeu überwachsen der "Jungfernstein", der ursprünglich an der Zufahrt postiert war. Am Rande des Parks ein Erbbegräbnis mit einer Einfassung aus geformten, durchlässigen Ziegeln.
Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.
Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Der Park wurde um 1870 von einem dendrologisch interessierten Mitglied der Familie angelegt, dabei blieben Teile der mittelalterlichen Gräfte als Parkbestandteil erhalten. 1919 erfolgte die Gestaltung im Bereich der Zufahrt und des Hauseinganges, dort wurde ein kleiner
Steingarten angelegt.
Heutiger Zustand / Nutzung:
Vor dem Portal und der Treppe des Hauses liegt in Kieswegen ein Rasenrundbeet mit teilweiser Buchsbaumeinfassung und vier Sandsteinsteelen, unmittelbar vor dem Haus Kalksteinpflaster aus der Zeit um 1920.
Der Bereich der ehemaligen Gräfteninsel wird weitgehend als Rasenfläche genutzt, gegliedert durch Kieswege und Sitzgruppen aus Stein sowie die efeuberankte ehemalige Kapelle.
An den Rändern außerhalb der Gräfteninseln stehen einzelne Altbäume aus der Anlagezeit des Parks. Hier sind die Blickbeziehungen durch nachgewachsene Bäume und Sträucher verschlossen, die Gehölzbestände sind insgesamt dort zu dicht. Bemerkenswert sind die ausgedehnten Vorkommen des Märzenbechers (Leucojum venum) im gesamten Park.
Die Zufahrt von der Landstraße wird von einer gut ausgeprägten alten Allee gesäumt.
Historischer Zeitraum:
von 1870Quellen:
Bilder und historische Karten: