Stadtpark Borken
Eigentümer und Zugänglichkeit:
Stadt Borken, die Anlage ist öffentlich zugänglich.
Naturräumliche Situation und Lage:
Westfälische Tieflandsbucht - Westmünsterland. Im Zentrum Borkens.
Angaben zur Geschichte:
1913 wurde die Fläche erworben und in den 1920er Jahren wurde mit dem Ausbau des Stadtparks begonnen.
Gebäude und Ausstattung:
Vogelgehege des Natur- und Vogelschutzvereins Borken; Gedenkstätte: Kriegerehrenmal.
Art der Grünanlage:
Stadtpark
Beschreibung:
Der Stadtpark (in früheren Jahren auch Luna-Park oder Volkspark genannt) mit seinem zum Teil sehr alten Baumbestand und den ausgedehnten Rasen- und Grünflächen grenzt unmittelbar an die Borkener Innenstadt und lädt mit seinen zahlreichen Ruhebänken zum Verweilen und zur Entspannung ein. Für Kinder gibt es einen Spielbereich. Viel beachteter Anlaufpunkt ist das kleine Vogelgehege des Natur- und Vogelschutzvereins Borken.
Auszug aus einem naturschutzfachlichen Gutachten für den Stadtpark und die Vennegärten in Borken (siehe Literaturangabe):
... "Der Stadtpark und die angrenzenden Anlagen der Vennegärten stellen eine zusammenhängenden Grünzug dar, der dem Verlauf von Döringbach (=Maibach) und Engelradingbach folgend, von Südwesten her bis in das Stadtzentrum von Borken vordringt." Für den Bereich der Vennegärten ist durch Urkunden
belegt, dass die Flächen schon 1361 als Gärten vor den Toren der Stadt Borken genutzt wurden (ST. REMIGIUS PROBSTEI o.J.)
Die Parkanlagen nördlich des Vogelgeheges sind nach dem Krieg wieder in Stand gesetzt (sogenannter Luna-Park, vorher sogenannter Volkspark) und später nach Süden mit der Festwiese und Sportanlagen erweitert worden. Noch 1950 hat die Stadt Borken die damals stattliche Summe von 11083,35 Deutsche Mark für Park und Gartengestaltung bereitgestellt (STADT BORKEN 1951). Mit der Gestaltung des krankenhausnahen Grünzuges wurde Prof. Schreiber aus Aachen beauftragt (SELHORST etwa 1955). Dabei wird ".... ein Teil des mit grüner Wasserpest verwucherten Stadtgrabens, der überhaupt zu einem stagnierenden Gewässer geworden ist, ... zugeschüttet." Bei der Anlage des Sportgeländes im "Trier" wurde der "versumpfte Lauf der Aa" reguliert. ...
... Der Borkener Stadtpark lässt sich strukturell in drei Bereiche unterteilen, die sich vor allem durch das Alter des Baumbestandes und die Intensität der Grünflächepflege unterscheiden. Der zentrale Teil des Parks reicht vom Zusammenfluss von Engelradingbach und Döringbach im Norden bis etwa auf Höhe des Durchstiches zwischen den beiden Fließgewässern am Sportgelände des Turn- und sportverein Borken und wird von beiden Gewässern eingegrenzt. Dieser Teil des Parks wird intensiv gepflegt. Eine geringere Bedeutung haben dagegen die Flächen zwischen Döringbach und den Vennegärten, die sich in ihrem Charakter vom zentralen Teil deutlich unterscheiden. Der Gehölzbestand ist relativ jung und besteht zum großen Teil aus sehr lückig stehenden Obstbäumen (Apfel, Pflaume, Birne, aber auch Walnuss, Essigbaum, Esche, Stiel-Eiche, Silber-Linde), so dass diese Bereiche eher Obstwiesencharakter haben.
Wieder anders gestaltet sich der Bereich zwischen Schniggenteich und Berufsschule. Diese Fläche wird von einem Mosaik aus kleinflächigen, ruderal-beeinflussten Tritt- und Flutrasen, Hochstaudenfluren, Säumen und Gebüschen bewachsen. ..."
Jährlich findet am letzten Wochenende im August das Sankt Johanni-Bürgerschützen-fest in einem Festzelt im Stadtpark statt.
Historischer Zeitraum:
von 1911
- 1920
Quellen:
- Stadt Borken (Hrsg.) (1951): Wiederaufbau in der Stadt Borken (Westf.) - Ein Rechenschaftsbericht der Stadtverwaltung über das Rechnungsjahr 1950 . Borken, 96 Seiten.
- Sankt Remigius Probstei (o.J.): Depositum St. Remigius Borken. Borken, Seite 1 bis7.
- Weddeling, K. (2000): Naturschutzfachliches Gutachten Stadtpark Borken . Bonn.
Stand:
18.10.2007