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Kloster / Haus Loreto, Horstmar-Leer, Bauerschaft Haltern
Titelbild der Anlage
Kartenausschnitt zur Anlage
Kartenausschnitt: http://www.lwl-geodatenkultur.de

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stiftung Haus Loreto; die Außenanlagen sind öffentlich zugänglich

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; etwa 6 km nördlich von Horstmar und 2 km südöstlich von Burgsteinfurt; etwa 8 ha.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Schon zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die aus Kiefernwald und Heide bestehende Fläche in der Halterner Mark kultiviert und ein Kötterhaus errichtet. 1853 erwarb der Sanitätsrat Dr. Hofmann aus Burgsteinfurt das Areal, um das Kötterhaus als Ferien- und Wochenendhaus zu nutzen. Als Bewirtschafter wird die Familie des Tagelöhners Wilhelm Denkler eingestellt, nach dem der Erholungssitz den Namen "Wilhelmshof" erhielt. Helene Hofmann, die Tochter des Sanitätsrates erbte den gesamten Besitz und brachte von einer Romreise ein Gnadenbild mit, zu dessen Verehrung 1892 im Wald eine kleine Holzkapelle errichtet wurde. Die Erbin stiftete ihren ganzen Besitz den Schwestern der Göttlichen Vorsehung, die 1842 durch den Priester Eduard Michelis in Münster gegründet wurden. Sie errichteten 1901 das Waisenhaus und Kloster Loreto, in das 1902 dreißig Kinder und sechs Schwestern einzogen. 1904 wurde im Wald anstelle der Holzkapelle die neu erbaute "Loreto-Kapelle" zusammen mit einer Lourdes-Grotte geweiht. Um die wirtschaftliche Grundlage des Waisenhauses sicherzustellen, wurden bald schon Volks- und Haushaltsschülerinnen in Pension aufgenommen. Durch den erhöhten Raumbedarf erfolgte 1914 der Anbau des Ostflügels an das Hauptgebäude. Während des 2. Weltkrieges mußten die Waisenkinder das Haus verlassen und die Haushalts- sowie Volksschule wurde eingestellt. Das Haus diente nun als Lazarett. Nach unterschiedlicher Nutzung, 1954 wurde noch im Westen eine Krankenstation angebaut, wird das Haus Loreto jetzt als Alten- und Erholungsheim der Schwestern genutzt.

Gebäude und Ausstattung
Südlich vom Hauptgebäude eingeschossiges, verputztes Wohnhaus aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Krüppelwalmdach. Langgestrecktes Hauptgebäude, in der Mitte der 1901 als Waisenhaus errichtete Baukörper des Historismus mit übergiebeltem Mittelrisalit und zentralem Eingang. Im Osten der Anbau von 1914 mit Turm, Kapelle und breit gelagerter Ostfassade. Im Westen der 1954 ausgeführte Anbau der Krankenstation. Nördlich vom Haupthaus mehrere Wirtschaftgebäude, die inzwischen zu Wohnhäusern ausgebaut wurden. Im Waldpark schlichte Backsteinkapelle mit Dachreiter und im Norden der Anlage bemerkenswerte Lourdes-Grotte.

Art der Grünanlage
Krankenhauspark und Waldpark

Beschreibung
Die Zufahrt aus nordöstlicher Richtung wird durch eine stattliche Allee aus Linden und Eichen geführt. An der Südseite des Hauptgebäudes großzügige Parkgestaltung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Zur Entstehungszeit wurde der Park mit geometrischen und landschaftlichen Elementen im "gemischten Stil" angelegt. Bis auf den teilweise alten Gehölzbestand mit Eiben, Lebensbäumen, Platanen und Zypressen ist der heutige Zustand etwas vereinfacht. Westlich des Hauptgebäudes schließt sich der ausgedehnte Waldpark mit der Kapelle, verschiedenen Kreuzwegstationen und der Lourdes-Grotte an.

Pflegezustand
Die Parkanlagen werden relativ gut gepflegt.

Historischer Zeitraum:

von 1901

Quellen:

  • Janßen, Anton (2002): Das Haus Loreto war früher eine private Haushaltungsschule. In: Unser Kreis 2002 - Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Steinfurt, Seite 12 - 19.

Bilder und historische Karten:

Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage
Stand: 01.01.2002

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