Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ostrand des Kernmünsterlandes, etwa 3 km westlich des Stadtkerns von Rheda, Größe etwa 1 Hektar.
Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Das Gut Bosfeld wird erstmalig am Ende des 16. Jahrhunderts in den Renteiregistern von Rheda geführt. Nach verschiedenen Eigentümern im 17. Jahrhundert gelangt das Gut 1713 in das Eigentum des regierenden Grafenhauses Bentheim. Es ist bis heute im Besitz dieser Familie. Das vorhandene Gebäude wurde zu diesem Zeitpunkt zum Witwensitz der Gräfin Christiane Maria umgebaut, dabei wurden Bruchsteine des zerfallenen Turms der Burg in Rheda verwendet. Es folgt eine Verpachtung für landwirtschaftliche Nutzung und von 1769 bis 1773 eine Nutzung als Porzellan- und Fayence-Manufaktur der Grafen. Nach der Auflösung des Klosters Herzebrock wurden die von dort kommenden Ordensinsassen einquartiert, seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Gebäude von Mitgliedern der fürstlichen Familie bewohnt, unterbrochen von einer Nutzung als Müttergenesungsheim im 2. Weltkrieg.
Gebäude und Ausstattung:
Das um 1713 erbaute barocke Herrenhaus mit Mittelrisalit und aufgesetztem Dreiecksgiebel sowie Mansardendach ist vollständig von einer Gräfte umgeben. Der Hofbereich wird nach Osten von einem Gräftenausläufer begrenzt, nach Westen schließen flache Wirtschaftsgebäude um einen weiteren Hof an. Der Haupteingang wird durch ein hohes schmiedeeisernes Tor an Sandsteinpfosten begrenzt.
Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.
Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Über die Gartenanlage liegen keine Unterlagen vor. Auch die preußische Neuaufnahme von 1895 zeigt keine Parksignatur, sondern Garten-, Hof- und Grünlandsignatur. Es dürfte sich überwiegend um Nutzgärten gehandelt haben.
Heutiger Zustand / Nutzung:
Das Gelände ist weitgehend von einer Hainbuchenhecke umgeben, der Hof zwischen Tor und Herrenhaus ist durch Rasenflächen mit axialen und geschwungenen Kieswegen sowie altem Baumbestand gekennzeichnet. Das Gelände östlich der Gebäude und Gräften ist weitgehend mit Fichten bestanden. In diesem Fichtenbestand sind kleinere Gartenbereiche mit barocken Gestaltungselementen eingelagert. Die außerhalb der Gräften liegenden kleineren Parkteile sowie ein reetgedecktes Gartenhaus am Nordrand sind über weiße Holzbrücken erreichbar. Kleinere leicht verwilderte Parkteile an der Kreisstraße weisen eine hohe Dichte von Frühjahrsgeophyten auf.
Historischer Zeitraum:
von 1850Quellen:
Bilder und historische Karten: