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Schlosspark Petershagen
Titelbild der Anlage
Kartenausschnitt zur Anlage
Kartenausschnitt: http://www.lwl-geodatenkultur.de

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Norddeutsche Tiefebene, am linksseitigen Weserufer im Zentrum von Petershagen; Größe etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Minden war seit der Gründung des Bistums Minden 803 Sitz des Bischofs. Durch den Anschluss Mindens an die Hanse und das Erstarken der Bürgerschaft fühlte sich der Bischof Gottfried von Waldeck in der Ausübung seiner geistlichen und weltlichen Macht eingeengt. So ließ er 1306 etwa 10 km nördlich von Minden an der Mündung der Ösper in die Weser eine neue Residenz als wehrhafte Burg bauen. Der Ausbau zur Renaissance-Residenz erfolgte unter Bischof Franz II. Graf von Waldeck in dessen Regierungszeit von 1530 bis 1553. Mit der Auflösung des Fürstbistums 1647/48 und dem vom Westfälischen Frieden festgelegten Übergang an Brandenburg endet die Funktion von Burg und Schloss Petershagen als Residenz. Das Gebäude diente danach als Wohnsitz für Regierungsbeamte und verfiel zusehends. 1901 erwarb Heinrich Hestermann das Schloss, es ist bis heute im Besitz der Familie. 1967 wurde in dem Schloss ein Hotel und Restaurant eröffnet.

Gebäude und Ausstattung:
Die im 14. Jahrhundert vom Mindener Bischof Gottfried von Waldeck als Residenz erbaute Wasserburg wurde unter Bischof Franz II. von Waldeck durch den Baumeister Jörg Unkair in den Jahren 1544 bis 1547 zu einem stattlichen Weserrenaissanceschloss umgebaut. Um 1560 wurde die Anlage im Norden um einen zweiten Flügel, das sogenannte "Neue Haus" mit Festsaal und Kirche erweitert.

Art der Grünanlage:
Kleine Parkanlage mit Altbaumbestand.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Durch das frühe Ende des Residenzsitzes kam es nicht wie z. B.­­ in Schloss Neuhaus oder Corvey im 18. Jahrhundert zum Ausbau einer repräsentativen Gartenanlage.
Vermutlich im Bereich der ehemaligen Befestigungsanlagen erstreckt sich im südlichen Anschluss an die große Schlossterrasse ein kleiner landschaftlich gestalteter Park mit beeindruckendem Altbaumbestand, über dessen Entstehungszeit nichts bekannt ist. Die vormals großzügig anlegte Parkanlage ist im Laufe der Zeit bebaut und mehrfach umgestaltet worden.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Gartenanlage wird heute vom Hotelbetrieb genutzt.

Historischer Zeitraum:

von 1544 - 1648

Quellen:

  • Maoro, Ernst (1986): Schloss Petershagen in Petershagen. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 196 - 198.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Hestermann, Klaus (1984): Schloss Petershagen. In: 1200 Jahre Petershagen 784 - 1984. Beiträge zur Kultur und Geschichte, Petershagen, Seite 75 - 78.
  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Urmeßtischblatt Blatt 3619. Bonn-Bad Godesberg.
  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1896): Königlich Preußische Landesaufnahme - Neuaufnahme Blatt 3619. Bonn-Bad Godesberg.

Bilder und historische Karten:

Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage Bild zur Anlage
Stand: 01.01.2000

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