Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.
Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Warburger Börde; in herausragender landschaftlicher Lage auf einer Bergkuppe gelegen; Größe etwa 1,5 Hektar.
Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Die Höhenburg wurde 1299 erstmals erwähnt. Wohl zur Sicherung des Territoriums des Paderborner Fürstbistums wurde Raveno von Pappenheim als Lehen eingesetzt. Einen bescheidenen Aufschwung nahm der Ort nach der Übernahme der Burg durch den Großagrarier Friedrich Schuchard, der die Burg als seinen Wohnsitz ab 1880 im neugotischen Stil umbauen ließ.
Gebäude und Ausstattung:
Die von einer Ringmauer umgebene Burg war ursprünglich durch einen Graben von der nordwestlich vorgelagerten Burgfreiheit getrennt. Ältester Bau der Burganlage ist der Palas oder Wohnturm vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Das benachbarte "Zehnthaus" wird mit seinem quadratischen Turm als Wohnbau genutzt. Der gesamte Burgenkomplex ist 1880 - 1882 vom Kölner Baumeister Heinrich Wiethase im Sinne der Burgenromantik mit durchgreifenden Veränderungen des alten Baubestandes und ergänzenden Neubauten wie Rundturm, Galerie und einer Kapelle rekonstruiert worden.
Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftsgarten.
Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Den Zustand des Schlosshofes und der vorgelagerten Freiheit vor dem grundlegenden Umbau zeigt eine 1877 datierte Zeichnung. Außer dem Palas und dem Zehnthaus sind keine Gebäude der mittelalterlichen Burganlage erhalten geblieben. Ebenso sind der Burggraben und die Zugbrücke nicht mehr vorhanden. Die einfache landschaftliche Gestaltung des Schlosshofes zeigt niedrige Gehölzgruppen und an der Auffahrt eine ovale Rasenfläche mit einem runden Fontänebecken. Zur Ausstattung gehörten zwei steinerne Vasen, aufgestellte Pflanzkübel mit kugelig geschnittenen Gehölzen und nordwestlich des mittelalterlichen Palas eine Pergola. Ein vermutlich von Wiethase im Jahre 1881 gezeichneter Situationsplan zeigt
maßstabsgetreu die neugestaltete Außenanlage des Burghofes. Unmittelbar vor den Gebäuden wurden auf den terrassenartig ausgebauten Flächen intensiv gestaltete Schmuck- bzw. Teppichbeete angelegt. Am Fuße der Terrasse blieb das Wasserbecken mit der Fontäne erhalten. Die vorgelagerte Burgfreiheit war mit Schlängelwegen, großzügigen Rasenflächen und einzelnen Gehölzgruppen landschaftlich gestaltet. Die gärtnerischen Anlagen außerhalb des umfriedeten Burgbereiches entstanden vermutlich zur gleichen Zeit. Hier hat man auch einen Rundweg mit Aussichtspunkten, Ruheplätzen sowie einen Pavillon und eine Grotte angelegt. Am Osthang des Burgberges gab es ursprünglich einen Rosengarten.
Heutiger Zustand / Nutzung:
Am verwilderten Hang des Berges sind noch der Umgangsweg, der Treppenaufgang vom Dorf, der Pavillon und die Grotte am Weg erhalten geblieben. Wesentlich vereinfacht hat man die gärtnerischen Anlagen vor der Burg. Von der einstigen Gestaltung haben sich nur noch einige Altbäume und das inzwischen bepflanzte, runde Wasserbecken erhalten. Auffällig ist ein schöner achteckiger Pavillon an der nordwestlichen Außenmauer.
Historischer Zeitraum:
von 1877 - 1881Quellen:
Bilder und historische Karten: