Hintergrund

Das steckt hinter dem Begriff Integrationsunternehmen

Ein Integrationsunternehmen ist eine Form eines Integrationsprojekts.

Integrationsprojekte bieten dauerhafte Arbeitsplätze zu tariflichen oder ortsüblichen Konditionen und erwirtschaften die zur Kostendeckung notwendigen Umsätze durch Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsleben. Integrationsprojekte sind laut Gesetz besondere Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarkts.

In Integrationsprojekten arbeiten schwerbehinderte Menschen und nichtbehinderte Menschen zusammen. Einige schwerbehinderte Menschen haben wegen ihrer Behinderung Schwierigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie finden in Integrationsprojekten eine Stelle.

Es gibt unterschiedliche Formen von Integrationsprojekten:

  • Integrationsunternehmen sind selbstständige Firmen. Es sollten möglichst gleich viele schwerbehinderte und nichtbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein.
  • Integrationsbetriebe und Integrationsabteilungen sind Teile einer Firma.

Als Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts werden sie von ihren Gesellschaftern in eigener Verantwortung geführt. Integrationsprojekte erhalten eine öffentliche Unterstützung in Form von Nachteilsausgleichen. Diese dient nicht der Abdeckung unternehmerischer Risiken, sondern dem Ausgleich der betriebswirtschaftlichen Nachteile, die durch die besondere Zusammensetzung der Belegschaft entstehen.

Das LWL-Integrationsamt Westfalen fördert

  • die betriebswirtschaftliche Beratung
  • den Bau oder den Ausbau von Gebäuden
  • die Ausstattung mit Maschinen und Anlagen

Weitere Nachteilsausgleiche sind:

  • Zuschüsse zu den Lohnkosten der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Erstattung des besonderen Betreuungsaufwandes

Wenn Sie weitergehende Fragen zu Integrationsprojekten und -unternehmen haben, werfen Sie doch auch einen Blick in unsere FAQs. In den nächsten Wochen werden wir dort einige häufige Fragen zum Thema sammeln und beantworten.