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Häufig gestellte Fragen - Integrationsunternehmen im Detail

Auf dieser Seite finden Sie die häufigsten Fragen und Anworten, wenn es um die Gründung eines Integrationsunternehmens geht.

Was sind Integrationsunternehmen?

In Integrationsunternehmen arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Die Betriebe beschäftigen in der Regel zwischen 25 und 50 Prozent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Handicaps. Die Firmen sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständig und müssen sich wie jedes andere Unternehmen am freien Markt behaupten. Weiterhin sind in Westfalen-Lippe viele Integrationsbetriebe bei gewerblichen Betrieben entstanden. 

Wie viele Integrationsunternehmen arbeiten in Westfalen-Lippe?

Momentan bieten ca. 150 Integrationsunternehmen oder -abteilungen in Firmen aus Industrie, Handel und Gewerbe rund 1.450 Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Tendenz ist steigend: Anfang 2008 gab es erst 57 Integrationsunternehmen in Westfalen-Lippe.

Welche Vorteile bieten Integrationsunternehmen?

Die Firmen sorgen für Inklusion auch im Arbeitsleben, indem sie Menschen mit und ohne Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigen. Außerdem profitiert auch die öffentliche Hand: Die Arbeitsplätze sind im Schnitt mit 7.100 Euro pro Jahr deutlich kostengünstiger als die Plätze in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung (14.500 Euro pro Jahr). 

Wie kann ein Betrieb zu einem Integrationsunternehmen werden?

Das LWL-Integrationsamt berät Gründer oder bestehende Unternehmen, die Interesse haben, Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen. Die Experten analysieren die Idee, beraten zum richtigen Vorgehen, zu den rechtlichen Grundlagen und zu den Fördermöglichkeiten, auch über den LWL hinaus. 

Wer unterstützt Integrationsunternehmen?

Der LWL unterstützt die Integrationsunternehmen mit Mitteln aus der Ausgleichsabgabe, die Unternehmen zahlen müssen, die nicht mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Schwerbehinderung besetzen. Der LWL zahlt Zuschüsse zu Investitionen, zum betrieblichen Mehraufwand, zur Betreuung und zu den Lohnkosten. An der Finanzierung beteiligen sich auch die Arbeitsagenturen und die Jobcenter mit Eingliederungszuschüssen sowie das Land Nordrhein-Westfalen über das Investitionsförderungs- Programm „Integration unternehmen!“.