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Integrationsunternehmen in Westfalen

Eine feste Arbeit – davon träumen viele Menschen mit einem Handicap. Sie sind behindert, weil sich durch einen Unfall plötzlich ihr Leben geändert hat. Sie haben Gewalt erlitten, sind Opfer eines Kriegs geworden. Oder sind mit der Behinderung geboren worden. Mehr als 110 Integrationsunternehmen oder -abteilungen in Betrieben in Westfalen-Lippe lassen diesen Traum von einem Leben mit Arbeit, eigener Wohnung und geregeltem Einkommen für immer mehr Menschen mit Behinderungen Wirklichkeit werden.

Seite an Seite mit ihren Kolleginnen und Kollegen arbeiten sie verstreut über die Region in Industrie, Handwerk oder Handel. Es gibt Supermärkte als Integrationsbetriebe, Hotels, Cafés, Radstationen ebenso wie Golfplätze. Und sogar eine Brauerei wird von Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen mitbetrieben.

Das LWL-Integrationsamt Westfalen des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) setzt sich dafür ein, dass möglichst viele schwerbehinderte und ihnen gleich gestellte behinderte Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätz am allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen. Unsere Gesellschaft soll so gestaltet werden, fordert die UN-Konvention zur Inklusion seit 2009, dass jeder Mensch mit Behinderung ihre Angebote problemlos wahrnehmen kann. Das Motto heißt: „Unternehmen tun Gutes – inklusiv arbeiten!“

Im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit bekannteren Werkstätten für behinderte Menschen stehen die Integrationsprojekte markt- und wettbewerbsorientiert mit allen Konsequenzen eines Wirtschaftsunternehmens mitten im allgemeinen Arbeitsmarkt.


Aktuelle Berichte

Der Blick hinter die Kulissen

Bis zur 2. LWL-Messe im März 2012 stellen wir Ihnen 20 ausgewählte Integrationsunternehmen in Westfalen mal genauer vor.

  • „Hier blüh’ ich auf.“

    Michael Jung findet im Siegener Integrationsunternehmen Reselve in der alten Heimat einen neuen Anfang

    Trupbach – da ist Michael Jung daheim. „Feuerwehr, Heimatverein, Fußballverein“, beschreibt der gelernte Maler und Lackierer, was das 2000-Einwohner-Dorf bei Siegen für ihn ausmacht. In dem Ort ist er aufgewachsen, zur Schule gegangen. Dort lebt er mit seiner Familie und seinen Freunden. Vor gut zwei Jahren hat der 41-Jährige den Pinsel aus der Hand gelegt, ist wegen einer schweren Depression ins Krankenhaus gekommen. „Da war ich weg vom Fenster.“ Seit einem Jahr hat der stämmige Mann eine neue Arbeit in Trupbach – als Hausmeister bei Reselve. „Und mein ganzes Umfeld sagt: Sei froh.“ Weiterlesen ...

  • Beruf, Bude, Beziehung

    Das Integrationsunternehmen HFR Rümpelfix in Münster gibt Menschen mit Behinderung Arbeit und Sicherheit

    Kasse, Quittungsblock und Stempel hat er vor sich. Links die Kontrollmonitore der Kameras. Tesa-Roller, Rechner, Locher stehen rechts. Dazwischen Wasserflasche und Telefon. Udo Mathias hat alles im Griff in seinem Laden. Der Ort hinter der Theke ist der Arbeitsplatz des 40 Jahre alten Münsteraners. Sechs Tage die Woche ist er der Herr eines Dauer-Flohmarkts. Weiterlesen ...

  • Neues Konzept im ältesten Haus der Stadt

    http://www.lwl.org/LWL/integrationsunternehmen-westfalen/integrationsunternehmen-in-westfalen/anker-villa-wiedenbrueck

    Kuchen verkaufen, das macht Ann-Sophie Bathe am liebsten. „Heute haben wir Käsekuchen, Apfelkuchen, Kirsch-Krokant und Mandarine-Maracuja“, zählt sie auf. In ihrer roten Schürze steht die zierliche junge Frau hinter der Kuchentheke oder bringt den Gästen Kaffee an den Tisch. Zwischendurch verpackt sie kleine Nussecken für den Verkauf, bindet sorgfältig rote Schleifen um die durchsichtigen Cellophan-Tüten. Weiterlesen ...

  • Das Handicap spielt keine Rolle

    16 Menschen mit Behinderung sorgen für perfekte Verhältnisse auf dem Golfplatz Haxterpark in Paderborn

    Als Jörg Glörfeld und seine drei Kollegen an Loch drei ankommen, scheint die Sonne hoch vom Himmel. Der Mann im grünen Arbeitsanzug schnappt sich den Handrasenmäher und legt los. Sehr konzentriert rasiert er den dichten Rasen auf vier Millimeter Länge ab, versucht, keinen Weg doppelt zu fahren. „Jörg“, ruft sein Kollege herüber, „du musst hier am Rand noch einmal her.“ Glörfeld dreht sich um, nickt und dreht den Mäher herum. „Ok, mache ich.“ Und schiebt noch eine Runde entlang des rund angelegten Grüns auf dem Golfplatz Haxterpark in Paderborn. Weiterlesen ...

  • Qualität auf allen Ebenen

    Bei der Arbeitsgemeinschaft Arbeit in Detmold produzieren Menschen mit Behinderung für den Weltmarkt

    Eines nach dem anderen nimmt Monika Dämmrich die grünen Kunststoffteile aus der Kiste, konstant und ruhig. Im Hintergrund ist Radiomusik zu hören, der Lokalsender. Die 53-Jährige greift nach ein paar silbernen Schräubchen, die sie auf dem Tisch bereitgelegt hat, dreht sie in die eine Gehäusehälfte, fügt anschließend die zweite hinzu. Das fertige Teil legt sie fein säuberlich in einen weiteren Behälter. Sie schaut kurz hoch, blickt durch den Raum, in den durch die Dachfenster die Sonne hineinscheint. Dann rückt sie ihren Stuhl zurecht und nimmt das nächste hellgrüne Gehäuse in die Hand. Weiter geht’s. Weiterlesen ...

  • Von Wettringen in die Welt

    Die Neuenkirchener Fördertechnik baut Förderbänder für die Industrie

    Auf den Bändern, die Sven Barfs in Wettringen zusammenbaut, werden später Autos, Fisch, Fleisch, Getränke oder Kartonage transportiert. Das Prinzip ist ganz einfach, sagt der 31-Jährige. Ein glänzender Stahl- oder ein Kunststoffstift wird durch Ösen zwischen zwei schwarze Kunststoffteile geschoben. Dann kommt ein kleiner, roter Schieber davor. Fertig. Viele zigtausend solcher Teile später wird daraus eine Kette oder ein Band entstehen, auf dem dann irgendwo auf der Welt Produkte befördert werden. Weiterlesen ...

Die Sammlung aller Berichte finden Sie auf der Seite "Im Porträt - Integrationsunternehmen in Westfalen"