Header Bildercollage

Willkommen!

Integrationsunternehmen in Westfalen

Eine feste Arbeit – davon träumen viele Menschen mit einem Handicap. Sie sind behindert, weil sich durch einen Unfall plötzlich ihr Leben geändert hat. Sie haben Gewalt erlitten, sind Opfer eines Kriegs geworden. Oder sind mit der Behinderung geboren worden. Mehr als 110 Integrationsunternehmen oder -abteilungen in Betrieben in Westfalen-Lippe lassen diesen Traum von einem Leben mit Arbeit, eigener Wohnung und geregeltem Einkommen für immer mehr Menschen mit Behinderungen Wirklichkeit werden.

Seite an Seite mit ihren Kolleginnen und Kollegen arbeiten sie verstreut über die Region in Industrie, Handwerk oder Handel. Es gibt Supermärkte als Integrationsbetriebe, Hotels, Cafés, Radstationen ebenso wie Golfplätze. Und sogar eine Brauerei wird von Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen mitbetrieben.

Das LWL-Integrationsamt Westfalen des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) setzt sich dafür ein, dass möglichst viele schwerbehinderte und ihnen gleich gestellte behinderte Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätz am allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen. Unsere Gesellschaft soll so gestaltet werden, fordert die UN-Konvention zur Inklusion seit 2009, dass jeder Mensch mit Behinderung ihre Angebote problemlos wahrnehmen kann. Das Motto heißt: „Unternehmen tun Gutes – inklusiv arbeiten!“

Im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit bekannteren Werkstätten für behinderte Menschen stehen die Integrationsprojekte markt- und wettbewerbsorientiert mit allen Konsequenzen eines Wirtschaftsunternehmens mitten im allgemeinen Arbeitsmarkt.


Aktuelle Berichte

Der Blick hinter die Kulissen

Bis zur 2. LWL-Messe im März 2012 stellen wir Ihnen 20 ausgewählte Integrationsunternehmen in Westfalen mal genauer vor.

Neueste Berichte aus den Integrationsunternehmen!

  • Foto: Thorsten Arendt, Münster.

    Von Anis bis Zimt

    Ein Integrationsunternehmen führt die traditionsreiche Gewürzmanufaktur Fortkamp & Wiegers in Gelsenkirchen weiter

    Sandy Sommer sortiert in einer weißen Pappkiste auf dem Tresen kleine Cellophan-Tütchen. Weißer Pfeffer, doppelt in Reih und Glied, der Inhalt kaum mehr als daumendick. Oben mit einer Klammer zugedrückt. „Fein gemahlen, 50 Gramm“, ist auf dem Etikett zu lesen. Die Frau im weißen Kittel richtet daneben eine Reihe mit schwarzem Pfeffer auf. Die Mitnahme-Päckchen für die Theke im Direktverkauf. Sandy Sommer sagt: „Die sind beliebt“. Weiterlesen ...

  • Foto: Thorsten Arendt, Münster.

    Saubere Arbeit

    In der Bäckerei Grobe in Dortmund wurde aus der Reinigungs- eine Integrationsabteilung

    „Pause zu Ende“, sagt Jennifer Kretschmann. Sie nimmt ihre Wasserflasche vom Tisch im Aufenthaltsraum, in dem sie erst seit fünf Minuten mit zwei Kollegen sitzt. Ein Schluck noch, dann geht`s zurück an die Arbeit. Die 27-Jährige in der grauweiß-karierten Bäckerhose und dem grünen Sweat-Shirt steht auf, sagt: „Bis später.“ Die weiße Mütze zieht sie etwas tiefer ins Gesicht. „Die müssen wir wegen der Sauberkeit tragen“, erklärt sie und macht sich auf den Weg in die Produktionshalle der Bäckerei Grobe in Dortmund. Weiterlesen ...

  • Foto: Thorsten Arendt, Münster.

    Mit Rotation zum Erfolg

    In Hagen-Hohenlimburg arbeiten bei Springtec, Schrimpf & Schöneberg behinderte und nicht behinderte Menschen eng zusammen

    Bei Knut Schuster war es der Vater, der ihm klarmachte, dass Menschen mit Behinderungen ebenso große Chancen wie nichtbehinderte Menschen haben sollten. Schon, weil sein Papa an einer offenen Tuberkulose litt und eine Wirbelsäulenverkrümmung sowie eine dementsprechende Körperhaltung hatte. „Wenn die anderen Kinder mir mal sagten, dass er sich aber komisch bewegen würde, habe ich immer nur geantwortet, dass er genauso ein Vater wie alle anderen ist“, erinnert sich der 41-Jährige, der in Hagen-Hohenlimburg die Geschäfte der Springtec Group, Schrimpf und Schöneberg führt. Weiterlesen ...

  • Jan Hannwacker und Ralf Hoffmann schweißen - im Integrationsunternehmen Komet in Gütersloh. Foto: Thorsten Arendt, Münster.

    Schweißen für den Weltmarkt

    Das Integrationsunternehmen Komet in Gütersloh setzt behinderte und suchtkranke Mitarbeiter am richtigen Arbeitsplatz ein

    Funken sprühen, knappe Anweisungen hallen durch die hohe Werkhalle. Die Sonne scheint durch das Fenster. Aber die Arbeiter haben keinen Blick für das schöne Wetter. Einige tragen Stahlstangen in die Ecke des Raums, in der ein Kollege mit Gesichtsschutz das Material zusammenschweißt. Mittendrin Ralf Hoffmann, im Blaumann. Er hat alles im Blick, prüft Schweißverbindungen, klopft einem Kollegen auf die Schulter. Weiterlesen ...

  • Foto: Thorsten Arendt, Münster.

    Deutschlands Einzige

    Behindertengerecht und barrierefrei: In Bigge brauen Sauerländer mit und ohne Behinderung Biere

    Um ihn herum zischt und dampft es. Heute wird das naturtrübe Kellerbier abgefüllt. Ein paar Stunden hat Ralf Beckmann unter der riesigen schwarzen Plastikschürze schon auf die vor ihm vorbeiklimpernden Bierflaschen geschaut. Er sitzt in seinem Rollstuhl und hat ein Auge darauf, ob das „Josefs“-Kopfetikett gerade über dem Verschlussbügel sitzt. Kontrolliert, ob die Flaschen richtig befüllt sind. Weiterlesen ...

Die Sammlung aller Berichte finden Sie auf der Seite "Im Porträt - Integrationsunternehmen in Westfalen"