LWL - Versorgungsamt Westfalen

Soziales Entschädigungsrecht

Seit dem 01. Januar 2008 hat das LWL-Versorgungsamt Westfalen von den ehemaligen Versorgungsämtern Münster, Soest, Dortmund, Bielefeld und Gelsenkirchen die Aufgaben des Sozialen Entschädigungsrechts zentral in Münster übernommen.

Wer Gesundheitsschäden erlitten hat, kann dafür unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Leistungen erhalten. Diese Leistungen sollen Betroffene für die gesundheitliche Beeinträchtigungen entschädigen. Sie werden "Soziale Entschädigung" genannt, da die Allgemeinheit für den Schaden des Einzelnen aufkommt.

Es handelt sich hierbei um Leistungen, die notwendig sind, um
• die Gesundheit der Betroffenen zu erhalten, zu bessern oder wiederherzustellen,
• Betroffene angemessen wirtschaftlich zu versorgen,
• Hinterbliebene von Betroffenen zu versorgen, das sind Witwen, Witwer, Lebenspartner,  Waisen und Eltern.

Hierbei sichern verschiedene Renten und Leistungen die wirtschaftliche Versorgung.
Um sicher zu stellen, dass Beeinträchtigungen bundesweit einheitlich bewertet werden, gibt es Begutachtungs-Richtlinien.

Diese Richtlinien heißen „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im Sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht“ (AHP).

Die Anhaltspunkte ordnen bestimmten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen einen entsprechenden Grad der Schädigungsfolgen (GdS) zu.
Unterschieden wird nach Personen, deren GdS weniger als 50 beträgt (=Beschädigte), und Personen, deren GdS 50 und mehr beträgt (=Schwerbeschädigte).

Anspruchsberechtigt sind Beschädigte, Schwerbeschädigte und deren Hinterbliebene (Witwen/Witwer, Lebenspartner, Waisen und Eltern).

Weitere Informationen, welche Leistungen im Rahmen des Sozialen Entschädigungsrechts gewährt werden, erhalten Sie unter: Leistungen.
 

LWL-Versorgungsamt: 0251 / 591-01 
E-Mail:
versorgungsamt@lwl.org