Initiative Inklusion

Das Bundesprogramm „Initiative Inklusion“ hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Ausbildung und Beschäftigung von (schwer)behinderten Menschen zu erreichen. Zur Erreichung dieses Zieles wurden rund 100 Millionen Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMAS) aus dem Ausgleichsfonds während der fünfjährigen Laufzeit von 2011 bis 2016 zur Verfügung gestellt. Das Bundesprogramm ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Ziel 1:

Die Installation eines beruflichen Orientierungsverfahrens für jeden Schüler, jede Schülerin (S’uS) der Zielgruppen (Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Körperlich motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache) in den drei letzten Schuljahren

  • mit dem Ziel, durch eine frühzeitige und umfassende Berufsorientierung die Chancen auf eine Ausbildung oder Beschäftigung zu erhöhen. Zum beruflichen Orientierungsverfahren gehört etwa die Potentialanalyse, um die besonderen Fertigkeiten von (schwer-)behinderten jungen Menschen zu erkennen.
     
  • Dem Ausprobieren von unterschiedlichen Berufsfeldern, zum einen durch Berufsfelderkundungen und/oder der Durchführung und Auswertung von Praktika – vorrangig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt –. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der kontinuierlichen Einbindung und Unterstützung der Eltern/Erziehungs-berechtigten der (schwer-)behinderten S‘uS. An dem Verfahren zur beruflichen Orientierung sind neben der Bundesagentur für Arbeit und der Schule weitere Akteure beteiligt. Ein Ziel besteht auch darin, Netzwerkstrukturen aufzubauen bzw. weiter zu entwickeln.

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Ziel 2:

Es sollen 1.300 neue betriebliche Ausbildungsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Jugendliche mit Schwerbehinderung geschaffen werden. Ebenso wird die Heranführung an eine betriebliche Ausbildung gefördert. Eine betriebliche Ausbildung ist anzustreben. Die bereits in der Schule beginnende vorbereitende Förderung zur Entwicklung der Ausbildungsfähigkeit kann bis zu zwölf Monaten dauern, wie etwa die Begleitung von Praktika bis zu drei Monaten sowie die Vermittlung beruflicher Kenntnisse bis zu zwei Monaten.

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Ziel 3:

Rund 2000 ältere schwerbehinderte Arbeitslose sollen aktiviert und mit spezifischen Unterstützungsangeboten in Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden. Ältere schwerbehinderte Menschen sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Um ihnen eine nachhaltige Beschäftigung auf allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, sind spezifische Angebote notwendig, wie etwa die Unterstützung bei der Vermittlung, Orientierung und Aktivierung und Begleitung während der Beschäftigung sowie Lohnkostenzuschüsse und Prämien an die Arbeitgeber

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Richtlinien zum Download

Elektronischer Bundesanzeiger des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

linkicon Richtlinien zum Download als PDF

(Das PDF ist ein Link zur Webseite http://www.bmas.de/)