Herr Busch massiert einen Patienten. Selbstständig mit Behinderung: Herr Busch

Ein Beispielfall für Arbeitsassistenz

Herr Busch ist selbstständiger Masseur. Er hat seit 5 Jahren eine eigene Praxis in Dortmund. Herr Busch hat eine starke Sehbehinderung und ist schwerbehindert.

Als Aushilfe beschäftigt Herr Busch Frau Kunz, die ihn bei der Arbeit unterstützt. Die Aushilfe übernimmt Aufgaben wie:

  • Termine der Patienten planen,
  • die Liegen der Patienten säubern und neu beziehen,
  • Wäsche waschen,
  • mit den Krankenkassen abrechnen.

Die Sehbehinderung von Herrn Busch ist in den letzten Jahren stärker geworden. Er braucht jetzt mehr Unterstützung. Deswegen arbeitet Frau Kunz mehr Stunden als am Anfang und erledigt Hilfsarbeiten für Herrn Busch.

Herr Busch hat gehört, dass das LWL-Integrationsamt Westfalen die Kosten für eine Arbeitsassistenz übernimmt. Er stellt im März 2004 einen Antrag auf Arbeitsassistenz beim Integrationsamt.

Eine Mitarbeiterin des LWL-Integrationsamtes Westfalen kommt im April in seine Praxis nach Dortmund und begleitet ihn für 2 Tage. Danach kann sie sagen, wie Herr Busch arbeitet und welche Unterstützung er wegen seiner Behinderung braucht.

Im Mai legt das LWL-Integrationsamt Westfalen fest, dass Herr Busch Leistungen für 2 Stunden Arbeitsassistenz am Tag bekommt. Das LWL-Integrationsamt Westfalen zahlt ihm insgesamt 265 Euro im Monat. Mit dem Geld kann Herr Busch nun Frau Kunz für die Hilfsarbeiten bezahlen, die sie wegen seiner Behinderung für ihn erledigt. Für die 2 Stunden am Tag ist Frau Kunz seine Arbeitsassistenz.

Der Antrag ist für 2 Jahre bewilligt. Alle 6 Monate muss Herr Busch nachweisen, wie er das Geld für die Arbeitsassistenz ausgeben hat. Nach 2 Jahren kann er wieder einen Antrag stellen, den das LWL-Integrationsamt Westfalen neu prüft.

Herr Busch und Frau Kunz sind zufrieden mit der Lösung. Ihre Arbeit kann nun gut weiterlaufen.

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