Wie erhält man den BVS?

§ 2 BVSG

Den Bergmannsversorgungsschein erhalten auf Antrag Bergleute, die nach mindestens fünfjähriger Untertagearbeit und gleichzeitiger Zugehörigkeit zur knappschaftichen Renten- oder Krankenversicherung während ihrer Untertagebeschäftigung im nordrhein-westfälischen Bergbau von

- der Bundesknappschaft oder

- der zuständigen Berufsgenossenschaft oder

- dem Bergwerksbetrieb auf Anregung des Betriebsarztes

aus vorbeugenden Gründen aufgefordert worden sind, für dauernd

a) die Untertagearbeit aufzugeben oder

b) Arbeiten an staubfreien oder staubarmen Betriebspunkten zu verrichten oder

c) keine Arbeiten in Wettern im Salzbergbau bei einer Trockentemperatur von mehr als 46 °C, außerhalb des Salzbergbaues bei einer Effektivtemperatur von mehr als 29 °C zu verrichten oder

d) Arbeiten ohne Druckluftschlagwerkzeuge zu verrichten oder

e) eine andere Arbeit unter Tage zu verrichten, weil ihre Erwerbsfähigkeit infolge eines unter Tage erlittenen Arbeitsunfalls oder infolge einer durch Untertagear-beit verursachten Berufskrankheit (§§ 548 Absatz 1 Satz 1, 549, 551 der Reichsversicherungsordnung) in messbarem Grade gemindert ist.

Der Aufforderung im Sinne des Buchstaben a) steht die Gewährung von berufsfördernden Leistungen zur Rehabilitation und der im Sinne des Buchstaben e) die Verrichtung einer mit Einsatzeinschränkung verbundenen Arbeit wegen eines Arbeitsunfalls unter Tage oder einer durch Untertagearbeit verursachten Berufskrankheit gleich.

Außerdem erhalten Arbeitnehmer den Bergmannsversorgungsschein, die nach mindestens fünfjähriger Untertagearbeit und gleichzeitiger Zugehörigkeit zur knappschaftlichen Renten- oder Krankenversicherung während ihre Untertagebeschäftigung im nordrhein-westfälischen Bergbau im Bergbau vermindert berufsfähig im Sinne des § 45 Absatz 2 SGB VI geworden sind, ohne berufsunfähig oder erwerbsunfähig zu sein, sofern sie das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Bei Wegfall des Zuerkennungsgrundes ist nach § 14 BVSG NW die Zuerkennung des Bergmannsversorgungsscheins aufzuheben, wenn dem Berechtigten ein Untertagearbeitsplatz zur Verfügung steht, der seiner früheren Tätigkeit entspricht.