LWL-Hauptfürsorgestelle Westfalen

Das Soziale Entschädigungsrecht:
Ausgleich für Opfer von Kriegen und Gewalttaten

Die Kriegsopferfürsorge ist Teil des Sozialen Entschädigungsrechts, das im Bundesversorgungsgesetz (BVG) und seinen Nebengesetzen geregelt ist. Der Name verweist auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten: die Kriegsbeschädigten und ihre Hinterbliebenen (Witwen, Witwer, Waisen, Eltern).

Die Kriegsopferfürsorge umfasst inzwischen alle Fürsorgeleistungen im Sozialen Entschädigungsrecht. Ihre Aufgabe ist es, für den Personenkreis der Leistungsberechtigten ergänzend zu den Leistungen der Kriegsopferversorgung (bisher erbracht von den Versorgungsämtern; jetzt auch von den beiden Landschaftsverbänden) eine angemessene wirtschaftliche Versorgung sicherzustellen und Unterstützung in den verschiedenen Lebensbereichen zu leisten, um die Folgen der Schädigung bzw. des Todes des Versorgers oder Versorgerin auszugleichen.

Im Rahmen der Kriegsopferfürsorge werden neben den Leistungen an Kriegsbeschädigte und deren Hinterbliebene insbesondere Leistungen für Menschen erbracht, die

• als Wehr- oder Zivildienstleistende einen anerkannten dauerhaften gesundheitlichen Schaden erlitten haben.

• als Opfer einer Gewalttat anerkannte bleibende gesundheitliche Schädigungen erlitten haben.

• einen bleibenden Impfschaden erlitten haben.

• als anerkannte politische Verfolgte oder Häftlinge der ehemaligen DDR und in den ehemaligen Ostgebieten dauerhaft gesundheitlich geschädigt wurden.

Leistungen für diesen hier nicht abschließend aufgeführten Personenkreis können auch an deren Hinterbliebene (Witwen, Witwer, Voll- und Halbwaisen, Elternpaare und Elternteile) erbracht werden.