Übertragung der Aufgaben des Soldatenversorgungsgesetztes auf die Bundeswehrverwaltung

Aufgrund des Gesetzes zur Übertragung der Zuständigkeiten der Länder im Bereich der Beschädigten – und Hinterbliebenenversorgung nach dem 3. Teil des Soldatenversorgungsgesetzes auf den Bund vom 15.07.2013 (BGBL.I S. 2416) wird die bislang bei der Versorgungsverwaltung liegende Zuständigkeit für die Versorgung von Wehrdienstbeschädigten nach Beendigung des Wehrdienstverhältnisses sowie die Versorgung ihrer Hinterbliebenen auf die Bundeswehrverwaltung übergehen.

Dabei wird im 1. Schritt zum 01.01.2015 die Zuständigkeit für die Renten- und Hinterbliebenenleistungen auf die Bundeswehrverwaltung übertragen

Im 2. Schritt übernimmt die Bundeswehrverwaltung ab 01.01.2016 auch die entsprechenden Leistungen der Kriegsopferfürsorge.

Ansprechpartner innerhalb der Bundeswehr ist ab 01.01.2015 das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, das unter folgender Anschrift zu erreichen ist:

Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr

-Beschädigtenversorgung –

Wilhelm – Raabe – Str. 46

40470 Düsseldorf

Hotline – Nummer der Bundeswehr: 0800 /7241428

Link zum Internetportal

Im Rahmen des Aufgabenübergangs waren alle Aktenfälle, in denen laufende Rentenzahlungen zu leisten sind, bis zum 05.12.2014 zur Abgabe so vorzubereiten, dass die Bundeswehr in die Lage versetzt wird, die Rentenzahlungen für den Monat Januar 2015 aufzunehmen.

Hierzu wurden zunächst unter der Leitung der für beide Landschaftsverbände zuständigen IT – Produktbetreuung (PQ) im Referat 11 der Abteilung 63 sowohl alle Zahlungsempfänger über die Änderungen zum 01.01.2015 mittels zentral erstelltem Info – Schreiben informiert als auch die laufenden Zahlungen aller Zahlungsempfänger zu Ende Dezember 2014 automatisiert eingestellt.

Die Abgabe aller in NRW vorhandenen Akten nach diesem Gesetz und die dazugehörigen Datensätze des SAP basierten Anwendungsverfahren waren, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr über kein entsprechendes Anwendungsverfahren verfügt, eine logistische Herausforderung.

Immerhin waren in Münster und Köln zusammen etwa 3150 Aktenfälle und Datensätze zu bewegen und allein in Münster rund 450 Umzugskartons mit Akten zu füllen. (s. Foto)

Nur die sehr gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen dem Dienstleister it.nrw, PQ und nicht zuletzt der sehr engagierten Mitarbeit der betroffenen Fachreferate des LWL –Versorgungsamtes Westfalen konnte den reibungslosen und pünktlichen Ablauf sicher stellen.

Hierfür gebührt allen beteiligten Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön.