Jan-Henning Roes sitzt in einem Trecker

Schritt für Schritt zum Integrationsunternehmen

Tipps zur Gründung

Häufige Fragen

 


Ich möchte ein Integrationsunternehmen oder eine Integrationsabteilung gründen – was muss ich
als erstes tun?


Ganz unkompliziert: Einfach bei uns anrufen. Wer sich vorstellen kann, mehrere Menschen mit Behinderung regulär zu beschäftigen, braucht noch kein ausgereiftes Konzept. Die Interessentinnen und Interessenten können ihre Idee mit uns diskutieren. Anschließend gehen wir mit ihnen durch, was sie beachten müssen – von rechtlichen über finanzielle Fragen bis hin zu Entscheidungen, wie das
Unternehmen am Markt agieren will.

 

Was sind die weiteren Schritte?

Wir machen einen Besuch vor Ort. Es ist wichtig, direkten Kontakt zu haben, um einen tieferen Eindruck von der Ausgangslage und den Akteuren zu bekommen. In diesen Gesprächen können wir viel über die Motivation der Gründerinnen und Gründer erfahren und gleichzeitig die Konzeptidee mit der Wirklichkeit abgleichen.

 

Wie lange dauert der Gründungsprozess in der Regel?

Zwischen drei, vier Monaten und ein- bis anderthalb Jahren, je nach Unternehmensgröße und -art. In besonderen Fällen, wenn die Firmen zum Beispiel ein Gebäude errichten müssen, kann der Zeitraum auch länger sein.

 

Welche Fördermöglichkeiten bietet der LWL?

Wir stellen für jedes Unternehmen ein individuelles Förderkonzept zusammen. Zunächst einmal erhalten die Firmen einmalige Investitionskostenzuschüsse für Bau und Ausstattung. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung wird ein Minderleistungsausgleich gezahlt und der besondere Betreuungsaufwand finanziert. Insgesamt bringen wir pro Jahr rund zehn Millionen Euro für die Unternehmen auf. Hinzu kommen weitere Förderprogramme, zum Teil in Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit, dem Land Nordrhein-Westfalen oder Stiftungen.

 

Wie stellen Sie sicher, dass das Unternehmen eine Chance am Markt hat?

Wir haben eine große Verantwortung nicht nur, weil wir die Unternehmen mit erheblichen Summen fördern. Wir wollen verlässliche und dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Deswegen prüfen wir die Interessentinnen und Interessenten sehr umfangreich. Dazu gehört, dass wir genau hinschauen, welche Qualität die Arbeitsplätze für die Menschen mit Behinderung haben. Wir nehmen aber
auch die Geschäftsidee und die Businesspläne unter die Lupe. Außerdem ermöglichen wir eine betriebswirtschaftliche Beratung durch die Handwerkskammer Münster. Sie hilft bei der Erstellung des Konzepts und prüft die Wirtschaftlichkeit. Bei Bedarf werden weitere Stellen beteiligt.

 

Wie kommen die Firmen in Kontakt mit den Menschen mit Behinderung?

Eine Zielgruppe sind diejenigen, die aus den Werkstätten für behinderte Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt wechseln wollen und können. Einen engen Kontakt zu möglichen Bewerberinnen und Bewerbern haben die vom LWL finanzierten Integrationsfachdienste, die eng mit den Integrationsunternehmen zusammenarbeiten. Darüberhinaus vermitteln die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter.

 

Welche Ratschläge geben Sie Geschäftsführern und Betriebsleitern von Integrationsunternehmen?
 
Ganz wichtig: Sie sollen sich vorher gut informieren, wie Integrationsunternehmen arbeiten, z.B. ein Gründerseminar besuchen. Wir vermitteln Kontakte zu bestehenden Integrationsfirmen. Die potenziellen Gründerinnen und Gründer können so im Austausch mit anderen Firmen Erfahrungen sammeln.

 

Sollten die Unternehmerinnen und Unternehmer schon zuvor mit Menschen mit Behinderung  zusammengearbeitet haben?
 
Das schadet nicht, ist aber keine Bedingung. Sie müssen sich vielmehr darauf einlassen und sich im Vorfeld die Herausforderungen vor Augen führen, die sich ihnen stellen werden. Wer gut vorbereitet ist – das ist unsere Erfahrung – bereut nie, dass er ein Integrationsunternehmen gegründet hat. Er bekommt gute Arbeitsleistungen zurück und hat eine loyale, motivierte Belegschaft.

 

 

Materialien zum Thema Integrationsprojekte:

Der Flyer informiert über kompetente Fachberater der Handwerkskammer Münster, die intensive betriebswirtschaftliche Beratung für Integrationsprojekte und schwerbehinderte Existenzgründerinnen und -gründer anbieten.

Flyer Betriebswirtschaftliche Beratung

Ein Flyer des LWL-Integrationsamts, der Ziele, Begriffe und Leistungen rund um Integrationsprojekte kurz und knapp erläutert.

Flyer Integrationsprojekte

Aktuelle Förderrichtlinien zum Bundesprogramm "AlleImBetrieb"

Flyer Förderrichtlinien AlleImBetrieb

Anträge auf Bewilligung einer finanziellen Hilfe aus dem Bundesprogramm "AlleImBetrieb"

Antrag auf Investitionskostenförderung

Laufende monatliche Leistungen für einen Arbeitsplatz nach dem Bundesprogramm AlleImBetrieb

Antragsformular Laufende Leistungen

Lediglich neue und zusätzliche Arbeits- oder Ausbildungsplätze können für die
Zielgruppe des Programms AlleImBetrieb in bestehenden oder neuen Integrationsprojekten
gefördert werden.

Bestätigung des Integrationsprojektes

Ein Gliederungsraster der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen für einen Geschäftsplan.

Gliederungsraster

Ihre Ansprechpartner beim LWL-Integrationsamt Westfalen sind:

Michael Schneider
Tel.: 0251-591/272
E-Mail: michael.schneider@lwl.org

Michael Veltmann
Tel.: 0251-591/3826
E-Mail:michael.veltmann@lwl.org

Sina Dege
Tel.: 0251-591/3778
E-Mail: sina.dege@lwl.org

Melanie Ahlers
Telefon: 0251 591-3885
E-Mail: melanie.ahlers@lwl.org

Christian Niemand
Telefon: 0251 591-6547
E-Mail: christian.niemand@lwl.org

Janine Schapdick
Telefon: 0251 591-5911
E-Mail: janine.schapdick@lwl.org