Das Bild zeigt eine Frau, die in einer Wäscherei Wäsche sortiert

Übergang plus3

Wege aus der Werkstatt zum Arbeitsmarkt finden

Als Teil des LWL-Budget für Arbeit unterstützt das Förderprogramm Übergang plus3 Betriebe finanziell, die Menschen mit Behinderung aus dem Arbeitsbereich einer Werkstatt (WfbM) ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis anbieten und ihnen damit den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen.

Der pauschalierte Nachteilsausgleich kann je nach Einzelfall und Lohnkostenhöhe im Monat bis zu 75% der Arbeitgeber-Bruttolohnkosten betragen.

Der LWL bietet aber noch mehr: neben Geldleistungen direkte Unterstützung am Arbeitsplatz und vorbereitende Maßnahmen. Spezialisten beraten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber persönlich.

Leistungen

Aus diesem Programm wird ein Geldbudget bereitgestellt, das Nachteile im Wettbewerb mit anderen Arbeitskräften ausgleicht. Mit den langfristig gebundenen Mitteln können die Lohnkosten eines Arbeitgebers bei regulärer Beschäftigung und Bezahlung bis zu einem Anteil von 75 Prozent finanziert werden. Im Unterscheid zu den sonst üblichen, kurzfristigen Lohnkostenzuschüssen erhält ein Arbeitgeber einen Bescheid über 5 Jahre, der verlängert werden kann. Auch deswegen ist das Plus im Namen kein leeres Versprechen.

Zielgruppen

  • Werkstattbeschäftigte in westfälisch-lippischen WfbM
  • behinderte als auch schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen im Arbeitsbereich der WfbM, die in Kooperation mit dem Integrationsfachdienst in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis von mindestens 12 Monaten Dauer auf den allgemeinen Arbeitsmarkt einschließlich der Integrationsprojekte wechseln.
  • in Ausnahmefällen Teilnehmer/innen, die aus dem Berufsbildungsbereich einer westfälisch-lippischen WfbM in ein Arbeitsverhältnis auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln (Bedingungen)
  • Teilzeitbeschäftigte beim Arbeitgeber in einem Umfang von mindestens 15 Stunden wöchentlich

Beispiele

Der Sprung von der Werkstatt in den ersten Arbeitsmarkt. Für Menschen mit Behinderung, wie Tatjana Clusmann, keine Selbstverständlichkeit. Aber mit Unterstützung durch den LWL auch keine Unmöglichkeit. Ein Musterbeispiel für Integrationsarbeit bei der Firma Wirtschaftsdienste Hellersen.

"Wo andere einen Berg Wäsche sehen, sehen wir eine wertvolle Chance" - Fallbeispiel Tatjana Clusmann (PDF)

Weitere Beispiele