Das Bild zeigt Börje Nolte mit Grubenhelm vor einem Stolleneingang

LWL-Industriemuseum mobil

Museumspädagogische Programme in Senioreneinrichtungen

Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz können mit den LWL-Industriemuseen in Senioreneinrichtungen eine Reise in die Vergangenheit unternehmen.

Ausgestattet mit historischen Requisiten, Fotos und typischer Kleidung, knüpfen die geschulten Museumspädagogen an die Erfahrungswelt der Bewohnerinnen und Bewohner an, um ihre Erinnerungen und Emotionen zu wecken.

Sollten Sie Interesse an der Durchführung eines der nachfolgenden Programme in Ihrer Einrichtung haben, wenden Sie sich gerne an Börje Nolte (Kontaktdaten unten).

 

 

Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

 

1. Zwischen Küche und Kaue

Dieses mobile Angebot aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten bietet eine Reise in die 1950er Jahre, als auf den Kleinzechen im Ruhrtal die Kohle eimerweise zu Tage gezogen wurde und die großen Bergwerke im Revier Millionen von Tonnen des schwarzen Goldes förderten. Unsere Mitarbeiter bringen in einem alten Eimer Objekte aus der Arbeitswelt und dem damaligen Alltag mit, darunter verschiedene Kohlesorten, eine Wetterlampe, ein altes Arbeitshemd, Seife und Grubentuch.

Infos zum Programm "Zwischen Küche und Kaue"

 

2. Feuerarbeit

Bei diesem mobilen Programm aus dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen dreht sich alles ums „alte Eisen“. Unsere Museumspädagogen nehmen die Bewohner von Senioreneinrichtungen mit in eine Zeit, als das Bügeleisen noch auf dem Kohlenherd erwärmt, die Sahne mit der „flotten Lotte“ geschlagen wurde und der Hochofenabstich den Himmel über der Ruhr rot färbte. Anschaulich wird die Arbeit am Hochofen, wenn sich ein Freiwilliger aus der Runde in den „Silberling“, den feuerfester Schutzanzug der Gießer, traut. Weitere Objekte aus Industrie und Haushalt wecken Erinnerungen an die Arbeitswelt und den Alltag von einst: Koks als Brennstoff, Werkstücke aus Eisen, Backformen und eine Kaffeemühle machen die Runde und dürfen in die Hand genommen werden.

Infos zum Programm "Feuerarbeit"

 

3. Hüte machen Leute

„Da geht einem doch der Hut hoch!“, sagt ein Sprichwort. Doch woraus besteht eigentlich eine Kopfbedeckung? Wofür sind Kaninchenfell, Schafswolle und Stroh notwendig? Und was hat der Heilige Clemens mit dem Filz am Hut? Das mobile Programm aus dem LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt geht diesen Fragen nach.

Aus einer Kiste mit Hüten können sich die Teilnehmer nach Lust und Laune bedienen und im Spiegel begutachten, wie ihnen die verschiedenen Kopfbedeckungen stehen. Das Programm „Hüte machen Leute“ spricht viele Sinne an: Fühlen, Riechen, Erinnern, sogar Singen gehören dazu.

Infos zum Programm "Hüte machen Leute"

 

 

 

Angebote für Menschen mit Demenz

 

Diese mobilen Angebote aus dem LWL-Industriemuseum wurden speziell für Menschen mit Demenz entwickelt und sind als Begleitung der Arbeit in den Einrichtungen gedacht. Sie richten sich an eine feste Gruppe mit den stets selben Bewohnern. Um die Programme kennenzulernen, kann ein Testlauf vereinbart werden.

Bei der Durchführung muss die Einrichtung dem Museumspädagogen mindestens eine Kraft aus der Pflege oder Alltagsbegleitung zur Seite stellen.

 

1. Kohle weckt Erinnerung

Bei diesem Programm aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten besucht unser Museumspädagoge alle zwei Wochen als „Bergmann“ die Einrichtung der Altenpflege. Mit sich trägt er einen Eimer mit Kohle und Werkzeug sowie einen Abbauhammer. Dinge, die er in der nächsten Stunde zeigen und entdecken lässt. Bei den regelmäßigen Besuchen geht es aber nicht nur um die Arbeit auf dem Bergwerk, auch Essen und Trinken, handwerkliche Arbeiten und Modellieren mit Ton stehen auf dem Programm.

Infos zum Programm "Kohle weckt Erinnerung"

 

2. Die wandernde Hutschachtel

"Ohne Hut sind Sie nicht gut angezogen!“ Das galt in den 1950er Jahren gleichermaßen für Mann und Frau. Das mobile Programm für Menschen mit Demenz aus dem LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt knüpft an die Erinnerungen und Lebenswelt der Senioren an. In einer großen Hutkiste finden sich viele Objekte, die die Erinnerung aktivieren und alle Sinne ansprechen.
 
Infos zum Programm "Die wandernde Hutschachtel"