Dieses Foto zeigt Jan-Henning.

Jan-Henning macht eine Ausbildung zum Landwirt

Der Wunschberuf

Eine Ausbildung zum Landwirt! Anders als viele Menschen mit Behinderungen hat Jan-Henning einen Ausbildungsplatz gefunden. Das LWL-Integrationsamt begleitet ihn auf seinem Weg in das Berufsleben.
Von Geburt an ist Jan-Henning halbseitig gelähmt. Seine Beeinträchtigung hinderte ihn aber nicht daran, seinen Wunschberuf zu erlernen. Während der Schule absolvierte er ein dreiwöchiges Praktikum bei Ferkelzüchter Werner Konermann. „Es war schnell zu spüren, wie motiviert Jan-Henning die Arbeit anpackt“, erinnert sich der Landwirt.
Konermann ergriff deshalb die Initiative, um den neuen Schützling ausbilden zu können. Er suchte das Gespräch mit den Eltern, der Lehrerin, dem LWL-Integrationsamt und anderen Ansprechpartnern. Alle trauten Jan-Henning die Ausbildung zu. Eine betriebliche einjährige Bildungsmaßnahme, in der er sich an den Berufschulalltag gewöhnen kann, sollte der Ausbildung vorausgehen.
Hoch motiviert machte der junge Mann zugleich den Führerschein der Klasse T, mit dem er landwirtschaftliche Maschinen und Traktoren fahren kann. Die Fahrerlaubnis wurde über das regionale Arbeitsmarktprogramm der Landschaftsverbände „aktion5“ bezuschusst.
Die praktische Arbeit auf dem Hof kann Jan-Henning ohne Hilfe bewältigen. Beim Lernen der theoretischen Ausbildungsinhalte unterstützt ihn sein Chef engagiert. Seit September 2009 ist der frühere Förderschüler Azubi bei Werner Konermann. Das LWL-Integrationsamt zahlte dem Landwirt dafür eine Ausbildungsstart-Prämie von 2.000 Euro. Außerdem übernimmt das Amt anfallende Gebühren in der Ausbildung und zahlt Zuschüsse für Lehrbücher oder Berufsbekleidung.

Der LWL will Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wie Jan-Henning öfter den Weg von der Förderschule in den allgemeinen Arbeitsmarkt ebnen und auch mehr Werkstattbeschäftigte dorthin vermitteln. Die intensive Unterstützung soll daher in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden - mit dem LWL-Budget für Arbeit.