Der LWL Haushalt

Was kostet die Eingliederungshilfe?

Zwei Drittel der Gesamtausgaben des LWL fließen in die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Die Kosten entsprechen dem Betrag, den der LWL mit der Landschaftsumlage von den Städten und Kreisen einnimmt.

Der LWL-Haushalt hat 2013 ein Gesamtvolumen von rd. 2,81 Mrd. €. Die Aufwendungen für Soziales dominieren den LWL-Haushalt. So entfallen rd. 88 % auf diesen Bereich. Mehr als zwei Drittel der gesamten Aufwendungen entfallen allein auf die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen.

Die Ausgaben für die LWL-Behindertenhilfe betrugen im Jahr 2012 rund 2,0 Mrd. €. Damit wurden Hilfen für rund 92.000 Menschen gewährt.

Ausgaben des LWL in der Eingliederungshilfe 2012

Den Großteil der Ausgaben in der Eingliederungshilfe wendet der LWL für Wohnhilfen auf. Zwei von drei Euro fließen in diesen Bereich. Mehr als ein Drittel der 1,8 Milliarden Euro ging im Jahr 2012 an die Werkstätten für behinderte Menschen.

Zur Integration von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt erhält das LWL-Integrationsamt die Mittel aus der so genannten Ausgleichsabgabe. Das Geld zahlen Firmen ab 20 Beschäftigten, die weniger als 5% schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Die Mittel stammen damit nicht aus dem LWL-Haushalt, der neben den Mitgliedsbeiträgen der Kreise und Städte Landes- und Bundesgelder enthält. Das Aufkommen der Ausgleichsabgabe im Bereich Westfalen-Lippe zur Finanzierung von Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben betrug im Kalenderjahr 2013 insgesamt 48,6 Mio. Euro.