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Dieses Foto zeigt Tatjana Clusmann in der Waescherei, sie hat den Sprung von der Werkstatt in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Tatjana Clusmann ist nur ein Beispiel für erfolgreiche Integration.

Der LWL zahlt für die Beschäftigung in Werkstätten

Der LWL unterstützt die Arbeit der behinderten Menschen in Werkstätten mit knapp 450 Millionen Euro im Jahr. Für 31.000 Menschen zahlt der Verband durchschnittlich 30 Euro Vergütungen pro Tag an die Werkstattträger. Für rund 6.000 weitere Menschen sind derzeit andere Kostenträger zuständig, z. B. die Arbeitsagenturen.

So nah wie möglich am Arbeitsmarkt
Die Werkstatt ist für zahlreiche behinderte Beschäftigte dauerhaft ihr Arbeitsort, denn Unter-nehmen können ihnen oft keinen regulären Arbeitsplatz anbieten. Der LWL versucht, diese Menschen näher am allgemeinen Arbeitsmarkt zu beschäftigen. Beispielsweise verpflichteten sich die Träger, das Angebot der Werkstätten an Außenarbeitsplätzen auszuweiten. Einzelne Beschäftigte oder auch Gruppen arbeiten dabei in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, ohne dort angestellt zu werden.

Trotz aller Möglichkeiten, Menschen zu fördern und vorzubereiten, kommt für den allgemeinen Arbeitsmarkt nur eine vergleichsweise kleine Gruppe der Werkstattbeschäftigten in Frage. Damit ihr Arbeitsplatzwechsel gelingt, helfen die LWL-Behindertenhilfe und das LWL-Integrationsamt mit ihren Fachleuten und finanziellen Leistungen.

Zahl der Beschäftigten steigt
Alle Integrationsbemühungen ändern nichts daran, dass die Werkstätten für behinderte Menschen in den nächsten zehn Jahren rund 700 Menschen jährlich aufnehmen werden. Die Zahl der Abgänge wird dagegen gering sein. Besonders psychisch kranke Menschen, die zunehmend aus dem allgemeinen Arbeitsmarkt gedrängt werden, lassen die Beschäftigtenzahl steigen. Außerdem arbeiten mehr Menschen mit körperlichen, geistigen und schwerst-mehrfachen Beeinträchtigungen in den Werkstätten.

 

Beschäftigtenzahl in den Werkstätten für behinderte Menschen von 1998 bis 2009

Diese Grafik zeigt die Beschäftigtenzahl in den Werkstätten für behinderte Menschen von 1998 bis 2009. Im Jahr 1998 wurden 22.552 Menschen mit körperlichen, geistigen und schwerstmehrfachen Behinderungen und 2.456 Menschen mit psychischen Behinderungen in den Werkstätten beschäftigt. 2009 waren es bereits 29.584 Menschen mit körperlichen, geistigen und schwerstmehrfachen Behinderungen und 7.417 Menschen mit psychischen Behinderungen.

Alternde Belegschaft
Eine steigende Lebenserwartung stellt die Behindertenhilfe zusätzlich vor die Herausforderung, Menschen mit zunehmendem Alter in den Werkstätten zu versorgen. Nach heutiger Erkenntnis sind in zehn Jahren ca. 15 Prozent der Beschäftigten über 60 Jahre und knapp 30 Prozent über 50 Jahre alt. Für diese Menschen müssen Konzepte entwickelt werden, die sich an ihrer nachlassenden Leistungsfähigkeit orientieren. Sie haben, wie alle behinderten Menschen, einen gesetzlich garantierten Anspruch auf einen Arbeitsplatz in einer Werkstatt. Diesen stellt der LWL durch seine finanziellen Hilfen sicher.

Altersstruktur der Beschäftigten in einer Werkstatt für behinderte Menschen in den Jahren 2003 und 2008

Diese Grafik zeigt die Altersstruktur der Beschäftigten in einer Werkstatt für behinderte Menschen in den Jahren 2003 und 2008. Im Jahr 2003 wurden ca. 7.900 Menschen im Alter von 40 bis 50 Jahre beschäftigt, im Jahr 2008 waren es bereits 9.900 Menschen. Die Anzahl der 50 bis 60 jährigen stieg von 3.600 Menschen im Jahr 2003 auf ca. 6.000 im Jahr 2008.

Einkommen
Die Beschäftigten in den Werkstätten erhalten für ihre Arbeit ein Entgelt, was je nach Leistung des einzelnen Menschen unterschiedlich hoch sein kann. Garantiert ist jedoch ein Mindestlohn von monatlich 73 Euro, den alle unabhängig von ihrer individuellen Leistungsfähigkeit bekommen. Die Löhne werden von der Werkstatt aus den Umsätzen gezahlt. Zusätzlich sind die behinderten Beschäftigten gesetzlich kranken- und rentenversichert. 


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