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Dieses Foto zeigt eine junge Frau, die durch ihre Betreuerin Unterstützung bei der täglichen Hausarbeit erhält.

Der LWL hat Alternativen zum Wohnheim ausgebaut

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2003 den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe die Verantwortung für alle Wohnhilfen für behinderte Menschen übertragen. Die Verbände erbringen damit die Leistungen aus einer Hand: Neben dem Wohnen in Heimen unterstützen sie Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben wollen. Der Leitsatz ihrer Arbeit lautet: „ambulant vor stationär“, das Leben in den eigenen vier Wänden vor dem Leben im Heim. Der LWL setzt damit bereits seit langem Forderungen aus der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen aus dem Jahr 2007 um.

Wohnheime bieten Sicherheit…
für Menschen, die noch eine intensive Betreuung „rund um die Uhr“ brauchen und möchten. Sie können zusammen mit anderen Menschen in einer Wohngruppe im Heim leben. Feste Bezugspersonen fördern sie dort entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten und unterstützen sie dabei, persönliche Angelegenheiten zu regeln.
Noch wohnen mehr als 20.000 behinderte Menschen in einem Heim. Nach Vereinbarungen mit Trägern von Wohneinrichtungen wurden in den vergangenen Jahren aber mehrere hundert Wohnheimplätzen abgebaut. Weitere sollen wegfallen und durch ambulante Wohnhilfen ersetzt werden.

Die eigene Wohnung - eine neue Lebensqualität!
Viele Menschen haben sich inzwischen für die eigene Wohnung entschieden. Gegenüber dem Jahr 2003 hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. In Westfalen-Lippe wurden zum Jahresende 2009 etwa 16.600 Menschen mit Behinderungen in der eigenen Wohnung betreut, sechs Jahre zuvor waren es nur rund 6.000. Dadurch wurde zugleich der Anstieg stationärer Hilfen gestoppt.

Versorgungsstruktur Ambulant Betreutes Wohnen in Westfalen-Lippe

Diese Grafik zeigt die Versorgungsstruktur der Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen Lippe im Ambulant Betreuten Wohnen in den Jahren 2003 und 2009. Die Schattierungen dieser Grafik gehen von hell ( unter 0,5 Anträge je 1.000 Einwohner) bis dunkel (3 oder mehr Anträge je 1.000 Einwohner). Die Grafik für das Jahr 2003 ist überwiegend hell und die Grafik für das Jahr 2009 ist fast einheitlich dunkel geworden. ''Die hellen Flecken sind schon fast verschwunden.''

Erfolge spornen für die Zukunft an
Die Landesregierung erkannte im Jahr 2008 die bisherigen Erfolge der Landschaftsverbände an - mit dem Ergebnis, dass der LWL zumindest bis 2013 weiter für alle Wohnhilfen zuständig ist. Mit dem Rückenwind aus der Politik will der LWL in den kommenden Jahren die ambulanten Angebote ausbauen. Noch bestehende regionale Unterschiede will der Verband weiter verringern. In Zukunft sollen möglichst alle behinderten Menschen leben, wo, wie und mit wem sie es wünschen. Dafür will der LWL auch neue Konzepte entwickeln und erproben.

Anteil der Leistungsempfänger "Ambulant Betreutes Wohnen" gegenüber der Leistungsempfänger "Stationäres Wohnen"

Diese Grafik zeigt den enormen Anstieg der Leistungsempfänger im Ambulant Betreuten Wohnen. Im Jahr 2003 erhielten 6.129 Menschen Leistungen im Ambulant Betreuten Wohnen und 2009 waren es bereits 16.635 Menschen. Beim stationären Wohnen waren es im Jahr 2003 18.197 Leistungsempfänger und 20.487 Menschen im Jahr 2009.
Quelle: LWL

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