Dieses Foto zeigt eine junge Frau, die durch ihre Betreuerin Unterstützung bei der täglichen Hausarbeit erhält.

Wohnen

Den Lebensmittelpunkt selbst bestimmen

Der LWL hat Alternativen zum stationären Wohnen ausgebaut. Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2003 den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe die Verantwortung für alle Wohnhilfen für Menschen mit Behinderungen übertragen. Die Verbände erbringen damit die Leistungen aus einer Hand: Neben dem stationären Wohnen  unterstützen sie Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben wollen. Der Leitsatz ihrer Arbeit lautet: „ambulant vor stationär“, das Leben in den eigenen vier Wänden vor dem Leben im Heim. Der LWL setzt damit bereits seit langem Forderungen aus der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen aus dem Jahr 2007 um.

Wohnheime bieten Sicherheit…
für Menschen, die intensive Betreuung brauchen und möchten. Sie können zusammen mit anderen Menschen in einer Wohngruppe leben. Feste Bezugspersonen fördern sie dort entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten und unterstützen sie dabei, persönliche Angelegenheiten zu regeln.
Noch wohnen mehr als 20.000 Menschen mit Behinderungen stationär. Nach Vereinbarungen mit Trägern von Wohneinrichtungen wurden in den vergangenen Jahren 1000 stationäre Plätze abgebaut. Weitere sollen wegfallen und durch ambulante Wohnhilfen ersetzt werden.

Erfolge spornen für die Zukunft an

Die Landesregierung erkannte im Jahr 2008 die bisherigen Erfolge der Landschaftsverbände an - mit dem Ergebnis, dass der LWL auch über 2013 hinaus weiter für alle Wohnhilfen zuständig ist. Mit dem Rückenwind aus der Politik will der LWL in den kommenden Jahren die ambulanten Angebote noch weiter ausbauen, bestehende regionale Unterschiede verringern. In Zukunft sollen möglichst alle Menschen mit Behinderungen leben, wo, wie und mit wem sie es wünschen.

Die beiden Lanschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) wollen gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege die Unterstützungssysteme für Menschen mit Behinderung weiterentwickeln. Hierzu hat man die Grundsätze und die konkreten Vorhaben in einer Rahmenvereinbarung, welche bis Ende 2013 gilt, festgehalten.

Ein Schwerpunkt der Vereinbarung liegt im Ausbau ambulanter Unterstützungsangebote für Menschen mit höherem Hilfebedarf durch die Erprobung zusätzlicher Leistungsmodule. Weitere Informationen zu den Leistungsmodulen S und HD finden Sie hier ...

Selbständig wohnen dank ausgefeilter Technik

LWL-Behindertenhilfe unterstützt Apartmenthaus für Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen

Marc Szymkowiak ist 37 Jahre alt. Der Heavy-Metall-Fan lebt seit seiner Geburt mit spastischer Tetraplegie, kann durch die Lähmung weder Arme noch Beine kontrolliert einsetzen.

... weiter zum Film im MP4-Format und mit Untertiteln

Quelle: LWL