FUH - Familienunterstützende Hilfe

Knapp 15 000 und damit die Hälfte aller Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen  in Westfalen-Lippe leben im Kreis ihrer Familie. Diese Familien sind vielen Herausforderungen bei der Gestaltung des gemeinsamen Lebens ausgesetzt.

Die Frage, welche Hilfen sie wirklich brauchen und welche sie auch annehmen, ist in einer Studie untersucht worden. Der LWL hat in den Jahren 2008/2009 durch die TU Dortmund untersuchen lassen, ob finanzielle Leistungen des LWL als überörtlicher Sozialhilfeträger direkt an Familien zu einer späteren Nutzung von ambulanten oder stationären Wohnhilfen außerhalb der Familien führen würden.

Das Ergebnis überrascht alle: Eltern wollen ihre erwachsenen behinderten Kinder zu Hause versorgen, unabhängig davon, ob sie Geld bekommen oder nicht. Eines scheint aber in allen Studien durch: Diese Familien brauchen Hilfe und Unterstützung.

Konzept Familienunterstützende Hilfen (FUH)
– Alternativen zum Betreuten Wohnen für Menschen mit Behinderungen–


 

Auf der Fachtagung Familienunterstützende Hilfe am 23. März 2010 in Münster wurden folgende Referate gehalten:
 

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Referat Prof. Dr. Elisabeth Wacker TU Dortmund

Konzept Familienunterstützende Hilfen (FUH) - Alternativen zum Betreuten Wohnen behinderter Menschen -

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Referat Dr. Andreas Borchers, IES Hannover

Perspektiven alternder Menschen mit schwerster Behinderung in der Familie

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Referat Timo Wissel, ZPE Siegen

Erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung im Elternhaus

In sechs Arbeitsgruppen haben 150 Fachleute gemeinsam über die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

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Arbeitsgruppe 1

Unterstützung für Familien – was Familien hilft und was sie annehmen

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Arbeitsgruppe 2

Familienpatenschaften – welche Ideen Familien noch unterstützen

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Arbeitsgruppe 3

Herausforderung innerfamiliale Orientierung – wenn Familien Hilfe nicht oder nur wenig annehmen

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Arbeitsgruppe 4

Familientypen – wie Familien zur Beschäftigung mit dem Thema Wohnperspektiven ermuntert werden könnten

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Arbeitsgruppe 5

Aufgabe Information und Beratung – wie Beratung beschaffen sein müsste

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Arbeitsgruppe 6

Rechtliche Grundlagen – welche Basis gibt es

Der Sozialausschuss des LWL hat die  folgenden Vorlagen zum Thema FUH beschlossen:

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Sozialausschuss am 21.03.2007

"Familienunterstützende Dienste - (FuD)" und Betreute Wohnformen

Berichterstatter: Dr. Baur

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Sozialausschuss am 10.12.2007

Modellhafte Erprobung Familienunterstützender Hilfen (FuH)

Berichterstatter: Herr Münning

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Sozialausschuss am 11.06.2008

Projekt  "Familienunterstützende Hilfen" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

Berichterstatter: Herr Münning

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Sozialausschuss am 23.09.2008

Projekt "Familienunterstützende Hilfen" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hier: Auftragsvergabe

Berichterstatter: Herr Münning

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Sozialausschuss am 23.09.2009

"Familienunterstützende Hilfen"

Berichterstatter: Herr Münning

Die Vorlage berichtet über das Ergebnis einer Untersuchung zu Familienunterstützenden Hilfen in den Mitgliedskörperschaften Dortmund und Herford. Die Konsequenzen für die Landschaftsverbände werden dargestellt.