Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Eine Gruppe behinderter Menschen besucht die Skulpturenausstellung 2007. Foto: Stephan Wieland

Menschen mit einer nicht nur vorübergehenden geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung haben Anspruch auf Eingliederungshilfe nach dem SGB XII, wenn ihre Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch die Behinderung wesentlich eingeschränkt ist. Die Leistungen der Eingliederungshilfe werden erbracht, um die Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und behinderten Menschen so die Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist eine Leistung der Sozialhilfe. Es gilt auch hier der Grundsatz der Nachrangigkeit, das heißt dass Sozialhilfe nur geleistet werden kann, wenn die betroffene Person sich nicht selbst helfen kann oder die notwendige Unterstützung nicht durch vorrangige Dritte (z. B. Angehörige oder Sozialversicherungsträger) erlangen kann.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem SGB XII wird - je nach individuellem Bedarf und benötigten Leistungen – entweder durch die örtlichen Träger der Sozialhilfe (Kreise und kreisfreien Städte) oder durch überörtliche Träger der Sozialhilfe erbracht. Der LWL ist der zuständige überörtliche Träger der Sozialhilfe für die Menschen in Westfalen-Lippe. Die Aufgaben des LWL als überörtlicher Träger der Sozialhilfe sind gesetzlich festgelegt; in der Regel handelt es sich um Aufgaben und Leistungen, die im Einzelfall hohe Kosten verursachen und bei denen ein besonderes Maß an überregionaler Abstimmung besteht.

Leistungen zu einem möglichst selbstständigen Wohnen für erwachsene Menschen mit Behinderungen

Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht ohne Unterstützung selbstständig wohnen können, erhalten je nach individuellem Bedarf und Dauer von der LWL-Behindertenhilfe Westfalen entsprechende finanzielle Leistungen. Die Palette der Leistungen reicht von der Übernahme der Kosten für den Aufenthalt in stationären Spezialeinrichtungen (bei schwerwiegenden oder seltenen Behinderungen) über stationäre Wohnstätten für behinderte Menschen bis hin zur ambulanten Unterstützung in der eigenen Wohnung (sogenanntes Ambulant Betreutes Wohnen). Die Ermittlung des genauen Bedarfes, insbesondere die Klärung der Frage, ob der bestehende Bedarf durch ambulante Leistungen gedeckt werden kann oder ob stationäre Leistungen erforderlich sind, erfolgt vorab in einem speziellen Hilfeplanverfahren unter Beteiligung des behinderten Menschen und der Fachleute.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Werkstätten für behinderte Menschen

Menschen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt berufstätig sein können, erhalten von der LWL-Behindertenhilfe Westfalen Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen.

Weitere Leistungen der Eingliederungshilfe durch die LWL-Behindertenhilfe Westfalen

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Leistungen zur angemessenen Schul- oder Berufsausbildung für behinderte Kinder und junge Menschen in stationären Einrichtungen z. B. in Internaten)

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medizinische Rehabilitationsmaßnahmen in stationären Einrichtungen für Personen ohne vorrangige Ansprüche gegenüber Krankenkassen oder Rentenversicherungsträgern (insbesondere für suchtkranke und psychisch kranke Menschen)

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behinderungsbedingt notwendige Leistungen zur Hochschulausbildung für behinderte Studenten (z. B. Studienhelfer oder technische Hilfen)

Ansprechpartnerin:
Eveline Puttins
Telefon: 0251/591-5766
E-Mail: Eveline.Puttins@lwl.org