Die historisch gewachsene Individualität des Ruhrgebiets wollte Senge bildlich erfassen. Gleichzeitig vermitteln seine ruhigen, menschenleeren Bilder eine fast poetische Stimmung. Vieles, was er malte und was zum unverwechselbaren Gesicht des Ruhrgebiets gehörte, ist durch Strukturwandel und Sanierungen unwiederbringlich Vergangenheit geworden. Senges Werk stellt damit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der ehemals größten Industrieregion Europas dar.
Günter Senge,1927 in Herne geboren, war promovierter Jurist und arbeitete zuletzt als Stadtdirektor in Monheim. "Im Zentrum seines Lebens aber stand immer die Malerei", so Bärbel Senge, die heute den Nachlass ihres Ehemanns betreut. Der Künstler war Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler von 1844, im Verein Malkasten Düsseldorf und im Bochumer Künstlerbund.
Das Emschertal-Museum in Herne zeigt rund 50 Gemälde, die Industriemuseen der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) in Oberhausen und Dortmund jeweils 40 Gemälde von Günter Senge, dazu Zeichnungen und Skizzen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.
Das Kooperationsprojekt wurde gefördert durch:
Staatskanzlei NRW, Düsseldorf
Freytag und Petersen, Köln
VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum
Orte und Dauer der Ausstellung:
Emschertal-Museum
Städtische Galerie im Schloßpark Strünkede
Karl-Brandt-Weg 2
44629 Herne
wwww.herne.de/kultur
Öffnungszeiten: Di-Fr, So 10-13 und 14-17 Uhr, Sa 14-17 Uhr
14. März bis 1. Juni 2003
Eröffnung: 14. März 2003, 20 Uhr
Landschaftsverband Rheinland
Rheinisches Industriemuseum
Schauplatz Oberhausen
Hansastraße 20
46049 Oberhausen
www.rim.lvr.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr
15. März bis 18. Mai 2003
Eröffnung: 15. März 2003, 15 Uhr
Westfälisches Industriemuseum
Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund-Bövinghausen
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
16. März bis 24. April 2003
Eröffnung: 16. März 2003, 11 Uhr