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Günter Senge: Abbruchhäuser und Reklame (Oberhausen), 1984, Öl auf Leinwand
Günter Senge
Stadtlandschaft Ruhrgebiet

Eine graue Straße, Häuser aus der Gründerzeit, eine Baulücke, an der Ecke ein Kiosk, Mauern mit Reklametafeln, im Hintergrund ein Kühlturm – so sieht eine typische „Stadtlandschaft“ aus, wie Günter Senge sie malte. Und so lautet auch der Titel eines Ausstellungsprojektes in Oberhausen, Dortmund und Herne. Das Rheinische und das Westfälische Industriemuseum sowie das Emschertal-Museum zeigen von März bis Mai eine umfassende Werkschau des 1994 verstorbenen Herner Künstlers mit insgesamt 130 Gemälden sowie zahlreichen Zeichnungen und Skizzen.

Seit Anfang der 60er-Jahre hat Günter Senge das Ruhrgebiet mit seiner charakterischen Gemengelage aus Straßen, Wohnquartieren, Gärten, Hinterhöfen, Bahnlinien, Fördergerüsten und Kühltürmen, Schornsteinen und Fabrikhallen porträtiert. Mit Skizzenblock und Fotoapparat unternahm er ausgedehnte Streifzüge durch die industriell geprägten Vororte – immer auf der Suche nach Motiven, die er später im Atelier auf Leinwand bannte.
 
Günter Senge: In Dortmund-Derne (Zeche Gneisenau), 1983, Öl auf Leinwand
Die historisch gewachsene Individualität des Ruhrgebiets wollte Senge bildlich erfassen. Gleichzeitig vermitteln seine ruhigen, menschenleeren Bilder eine fast poetische Stimmung. Vieles, was er malte und was zum unverwechselbaren Gesicht des Ruhrgebiets gehörte, ist durch Strukturwandel und Sanierungen unwiederbringlich Vergangenheit geworden. Senges Werk stellt damit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der ehemals größten Industrieregion Europas dar.

Günter Senge,1927 in Herne geboren, war promovierter Jurist und arbeitete zuletzt als Stadtdirektor in Monheim. "Im Zentrum seines Lebens aber stand immer die Malerei", so Bärbel Senge, die heute den Nachlass ihres Ehemanns betreut. Der Künstler war Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler von 1844, im Verein Malkasten Düsseldorf und im Bochumer Künstlerbund.

Das Emschertal-Museum in Herne zeigt rund 50 Gemälde, die Industriemuseen der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) in Oberhausen und Dortmund jeweils 40 Gemälde von Günter Senge, dazu Zeichnungen und Skizzen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

Das Kooperationsprojekt wurde gefördert durch:
Staatskanzlei NRW, Düsseldorf
Freytag und Petersen, Köln
VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum

Orte und Dauer der Ausstellung:

Emschertal-Museum

Städtische Galerie im Schloßpark Strünkede
Karl-Brandt-Weg 2
44629 Herne
wwww.herne.de/kultur
Öffnungszeiten: Di-Fr, So 10-13 und 14-17 Uhr, Sa 14-17 Uhr

14. März bis 1. Juni 2003
Eröffnung: 14. März 2003, 20 Uhr

Landschaftsverband Rheinland
Rheinisches Industriemuseum
Schauplatz Oberhausen

Hansastraße 20
46049 Oberhausen
www.rim.lvr.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr

15. März bis 18. Mai 2003
Eröffnung: 15. März 2003, 15 Uhr

Westfälisches Industriemuseum
Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern II/IV

Grubenweg 5
44388 Dortmund-Bövinghausen
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr

16. März bis 24. April 2003
Eröffnung: 16. März 2003, 11 Uhr
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