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Westf. Industriemuseum
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Ausstellung zum 130. Geburtstag: Gartenzwerge bevölkern Zollern
Für Schau und Internet-Galerie erste Zwerge und "Bergleute" gesucht

Dortmund (lwl). Von den einen wird er geliebt, von den anderen als Ikone deutscher Spießigkeit verspottet – der Gartenzwerg spaltet die Gemüter. Rund 25 Millionen Exemplare stehen allein in Deutschland, ausgestattet mit Gießkanne oder Grubenlampe, neuerdings auch mit Handy und Laptop. Gut 200 Exemplare bevölkern bald auch das Westfälische Industriemuseum Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen. Dort kommt der Wichtel mit der roten Mütze im Herbst zu besonderen Ehren. Unter dem Titel "Geliebt und verspottet – der Gartenzwerg wird 130" (15.9. – 27.10.2002) geht es im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) um die Kulturgeschichte des Zwergs, um Produktion und Design, um Befreier und Beschützer, Freunde und Feinde, Herkunft und Entwicklung.

Anlass der Wanderausstellung, die zuvor in Berlin und Erfurt gezeigt wird, ist das "Geburtsjahr" des Gartenzwergs. August Heissner begann 1872 Jahren im thüringischen Gräfenroda als erster mit der Serienproduktion des "deutschen Hartbrandwichtels". Die Ausstellung reicht aber thematisch viel weiter in die Vergangenheit zurück. In germanischen Mythen und Sagen, in Liedern und Märchen kommen häufig Erdgeister oder Zwerge vor, die im Berg leben und arbeiten. "Es gibt bis ins 20. Jahrhundert hinein eine enge mythologische Verbindung der Zwerge zum Bergbau", erklärt Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus.

Wie der Wichtel von der Grube in den Garten und später sogar als Streitobjekt in den Ge-richtssaal kam, zeigt die Geburtstagsschau mit Texten, Bildern, Filmausschnitten, Installatio-nen – und natürlich zahlreichen Anschauungsobjekten aus der Welt der Zwerge.

Auch Dortmunder Zwerge sollen in der Wanderausstellung ihren gebührenden Platz finden: Für die Abteilung "Happy Birthday" suchen die Ausstellungsmacher vom Berliner Büro Rücker und Szatmary noch einige Menschen, die ein Foto und eine kleine Geschichte unter dem Motto "Wie kam der erste Gartenzwerg zu mir?" beisteuern wollen. Wer Interesse hat, sollte seinen ersten Zwerg möglichst schnell fotografieren und das Bild nebst Absender und Telefonnummer zur Zeche Zollern schicken. Die Geschichte dazu erfragen die Ausstellungsmacher per Telefon.

Parallel zur realen Gartenzwerg-Ausstellung in der Maschinenhalle plant das Westfälische Industriemuseum in den kommenden Monaten eine bergmännische Gartenzwerg-Galerie im Internet aufzubauen. Dafür sucht das WIM nicht nur aus Dortmund Fotos von Gartenzwer-gen in Bergmannskluft, mit Gezähe oder Grubenlampe – und wo es sich anbietet, mit einer kleinen Geschichte.

Über Zwergenfotos nebst Angaben zu Herkunft und heutigem Standort des Objektes sowie Gartenzwerg-Geschichten freut sich das:

Westfälische Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Stichwort "Gartenzwerg"
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Informationen unter Tel. (0231) 69 61 - 211

Pressekontakt: Christiane Spänhoff, Tel. (0231) 69 61 – 127,
 
Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus freut sich auf den Besuch von Gartenzwergen. Foto: A. Hudemann (WIM) Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus freut sich auf den Besuch von Gartenzwergen. Foto: A. Hudemann (WIM)
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