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Westf. Industriemuseum
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Einer flog über das Kuckucksnest
Theater zum Auftakt der Saisoneröffnung in der Zeche Hannover
Bochum (lwl). Millionen sahen Jack Nickelson als Patienten McMurphy im Film "Einer flog über das Kuckucksnest". Wenige kennen dagegen die Bühnenfassung des Romanklassikers von Ken Kesey. Das kann sich ändern: An drei Abenden verwandelt sich das Westfälische Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum in jene "Nervenheilanstalt", in der das Stück um verrückte Gestalten, Wahnsinn, Phantasie und Macht spielt. Von Donnerstag, 2. Mai, bis Samstag, 4. Mai, ist das Dortmunder "ensemble kultopia" zu Gast in der Maschinenhalle. Die Aufführungen bilden gleichzeitig den Auftakt zur Saisoneröffnung, die das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 5. Mai, mit einem Familienfest auf Hannover feiert.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet im "Kuckucksnest" eine bitter-komische Geschichte: Sträfling McMurphy entgeht dem harten Gefängnisalltag, indem er seine Überweisung in eine psychiatrische Anstalt provoziert. Doch dort herrscht unter dem Deckmantel eines demokratischen Anspruchs Schwester Ratched mit unnachgiebiger Härte. McMurphy leistet Widerstand: Mit Phantasie und unbändiger Kraft zieht er alle Patienten mit sich. Aber Befreiung gibt es nur für wenige; nicht für jemanden wie McMurphy.

Die Inszenierung ist eine Koproduktion des Vereins "kultopia" mit dem Dortmunder Theater Fletch Bizzel und dem Theater Giakove im Kosovo und steht für ein erfolgreiches Projekt des Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Albanien. Der Dortmunder Regisseur Holger Zibler hat das "Kuckucksnest" in monatelanger Arbeit hier wie dort mit beiden Ensembles einstudiert. Das Ergebnis ist eine einfühlsame Inszenierung mit tragisch-komischen Elemen-ten. Sie zeigt aber auch in beklemmenden Bildern das Leid von Menschen, die eingeschlossen und traumatisiert sind und die – wie im Krieg – unter einem strengen Regiment ste-hen. Den jeweiligen Premieren im eigenen Land folgte im November letzten Jahres eine umjubelte gemeinsame Aufführung im Nationaltheater von Prishtina.

Die Bochumer Theaterabende beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt fünf Euro. Kartenresvierungen nimmt das Büro der Zeche Hannover unter Tel. 0231 6961-233 ab sofort entgegen. Karten sind jedoch auch an der Abendkasse erhältlich.

Pressekontakt: Christiane Spänhoff, Tel. 0231 6961-127

Hinweis für Redaktionen: Eine Pressemitteilungen mit Einzelheiten zum Saisonauftakt am 5. Mai auf der Zeche Hannover geht Ihnen in der kommenden Woche zu.
 
Petra Schöttler in der Rolle der Schwester Ratched. Petra Schöttler in der Rolle der Schwester Ratched.
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