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Westf. Industriemuseum
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LWL eröffnet im Herbst 2002 das siebte Westfälische Industriemuseum
Zeche Nachtigall geht in die letzte Winterpause

Witten (lwl).Das Westfälische Industriemuseum Zeche Nachtigall im Wittener Muttental öffnet am kommenden Sonntag, 28. Oktober, zum letzten Mal vor der Winterpause seine Tore. „Mit rund 30.000 Besuchern seit April hatten wir eine sehr gute Vorlaufsaison“, freut sich Museumsleiter Michael Peters.
Ruhe wird in den kommenden Monaten allerdings nicht einkehren in die denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Bergwerks und der später dort ansässigen Ziegelei – im Gegenteil: Für das Ausstellungsteam geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Denn im September nächsten Jahres will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf der Zeche Nachtigall den regulären Museumsbetrieb mit Ausstellungen und ganzjähriger Öffnung starten. Damit geht der siebte von insgesamt acht Standorten des Westfälischen Industriemuseums „ans Netz“.

Die Zeche Nachtigall, deren Anfänge ins 18. Jahrhundert zurückgehen, gilt heute als älteste erhaltene Tiefbauzeche an der Ruhr. „An der Wiege des Ruhrbergbaus“ heißt deshalb ein Teil der Dauerausstellung, die derzeit in Vorbereitung ist.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Kohlenschifffahrt auf der Ruhr. Der Nachbau eines typischen Transportschiffes aus dem 19. Jahrhundert - eines sogenannten Ruhraak (Foto) –
geht langsam der Vollendung entgegen. Im Frühjahr 2002 soll das 35 Meter lange Holzboot von der Mülheimer Werft nach
Witten transportiert werden. Um die Ruhraak in der passenden Umgebung zu präsentieren, entsteht auf dem Museumsgelände eine Wasserlandschaft mit Anlegestelle und Kohlenniederlage.
An Bord erfahren die Besucherinnen und Besucher dann, wie die Schiffe mit dem schwarzen Gold die Ruhr hinabsegelten.

Das Thema Kleinzechen und die Geschichte der Ziegelei Dünkelberg, die nach der Zechenschließung im Jahre 1892 das Nachtigallgelände übernahm, werden das Ausstellungsspektrum ergänzen.

Das Westfälische Industriemuseum ist am Samstag (27.10.) von 14 bis 18 Uhr geöffnet; am Sonntag (28.10.) von 11 bis 18 Uhr. Um 15 Uhr beginnt wie immer eine kostenlose öffentliche Führung über das Gelände. Im Anschluss daran wird das Museumsteam unter den diesjährigen Teilnehmern der großen „Nachtigall-Entdecker-Tour“, die ihre Lösungskarten im Foyer abgegeben haben, drei Gewinner ermitteln. Auf sie warten LWL-MuseumsCards im Wert von je 50 DM, mit denen eine Familie ein Jahr lang kostenlos alle 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe besuchen kann.

Von April 2002 an bis zur Eröffnung im Herbst ist die Zeche Nachtigall an den Wochenenden eingeschränkt zu besichtigen. „Führungen durch den Nachtigallstollen und eine weitmögliche Öffnung des Baudenkmals werden wir aber trotz der Aufbauarbeiten ermöglichen“, kündigt Museumsleiter Peters an.

Pressekontakt: Christiane Spänhoff, Telefon (0231) 69 61 – 127
 
Die Ruhraak im Bau in der Mülheimer Werft. Die Ruhraak im Bau in der Mülheimer Werft.
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