Abbauhammer, Arbeitsjacke, Bessemerbirne, Cocktailkleid, Einmachglas, Fernseher, Fördermaschine, Kinderwagen, Industriegemälde, Sicherheitshelm, Stechuhr, Webstuhl, Ziegelpresse und vieles mehr hat das LWL-Industriemuseum gesammelt. Die weit über 250.000 Objekte zählenden Bestände reichen von historischen Schriftdokumenten, Postkarten, Industriebildern über Hausrat, Möbel bis hin zu technischen Großexponaten wie Maschinen und Fahrzeugen.
Sie dokumentieren wichtige Aspekte der Industriegeschichte: Maschinenproduktion und Handarbeit, Zeitdisziplin und Arbeitssicherheit, unternehmerisches Selbstverständnis und Sozialkritik, Kriegsarbeit und Frauenarbeit, Migration und Montankrise, Lebensverhältnisse und Lebensstile. Neben kostbaren, ästhetisch hochwertigen und seltenen Stücken gibt es auch eher unscheinbare Objekte aus der Alltagskultur: authentische Zeugnisse der Arbeit und des Alltags der Menschen. Den Schwerpunkt bildet die Epoche zwischen 1850 und 2000.
Mehr Infos finden Sie unter Schätze aus der Sammlung.
Eines der Highlights der Industriemalerei und der Sammlung des LWL-Industriemuseums ist im Essener Ruhr Museum in der Ausstellung „200 Jahre Krupp – Ein Mythos wird besichtigt" zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 31. März bis 4. November 2012. Der vor 200 Jahren geborene Alfred Krupp (1812–1887) revolutionierte die Stahlherstellung und beschleunigte damit die Industrialisierung. Das Bild zeigt, dass seine Arbeiter die mächtigen Kräfte der Stahlerzeugung, verkörpert durch Teufel und Satyrn, beherrschen und sie mit heißem flüssigem Stahl bändigen können.
In einen Reigen von Bergmannsbüsten reiht sich dieser Kopf eines Bergmanns ein, den das LWL-Industriemuseum seit Kurzem zu seiner Sammlung zählen darf. Damit ist das LWL-Industriemuseum in Besitz einer Sammlung an Arbeiterskulpturen, die von Werner Bibl über Jahre zusammen getragen wurde und mit über 200 Skulpturen die weltweit größte ihrer Art darstellt. Möglich wurde die Übernahme der umfangreichen Sammlung durch eine gemeinsame Initiative des Milwaukee School of Engineering (MSOE), des Grohmann Museum "Man at work" der MSOE und des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe.