20.9. bis 12.10.2008
"Afrika" in Bövinghausen, Schuhe mit Schmelzpunkt, Schmuck aus Schrott, ein über hundert Jahre alter Reisekoffer, der schon in den USA war - dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der "Schatzkammer" des LWL-Industriemuseums. Passend zum Motto der diesjährigen Dortmunder Museumsnacht hatte das Team der Zeche Zollern 25 Schätze aus der über 250.000 Stücke umfassenden Sammlung des Landesmuseums für Industriekultur für eine kleine Ausstellung ausgewählt. Die Präsentation zeigt das LWL-Industriemuseum noch bis Sonntag, 12. Oktober, in der Alten Werkstatt der Zeche Zollern.
Zu sehen sind Gegenstände aus Technik und industrieller Arbeitswelt, archäologische Funde, Archivalien und Fotografien, Repräsentationsobjekte, vor allem aber Dinge aus Privathaushalten, die Alltag und Festtag, Öffentliches und Privates beleuchten. "Manche davon sind echte Raritäten", so Dr. Anne Kugler vom LWL-Industriemuseum. Zum Beispiel die 19 Schmuckstücke aus Plexiglas, die als "Notschmuck" nach dem Zweiten Weltkrieg aus Teilen eines Flugzeuges hergestellt wurden, oder die Herzschatulle aus Stroh, die ein Zwangsarbeiter zwischen 1943 und 1945 fertigte, um sie gegen Nahrungsmittel einzutauschen.
So wie um den Notschmuck und das Herz aus Stroh rankt sich um jedes der gezeigten Exponate eine spannende und manchmal auch etwas skurrile Geschichte. Die Schätze stammen zu großen Teilen aus Fabriken, Zechen oder Hütten, die geschlossen wurden. Sie erzählen nicht nur spannende, manchmal auch etwas seltsame Geschichten, sondern geben auch Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit des LWL-Industriemuseums.
Lehrerfortbildungen
Di, 14.2.
15.30 Uhr
Das Thema „Zwangsarbeit“ an einem außerschulischen Lernort im Religions-Unterricht der Sekundarstufen I und II
Der Workshop stellt Lehrerinnen und Lehrern mit einer Power-Point Präsentation die Ausstellung „Zwangsarbeit“ und die pädagogische Arbeit mit ihr vor. Das zusätzlich gelieferte Unterrichtsmaterial soll die umfassende Vorbereitung des Themas im Unterricht ermöglichen und auch über den Besuch der Ausstellung hinaus Handreichungen zur Bearbeitung des Themas Zwangsarbeit liefern. Anmeldung unter Tel. 0231-6961-211
Do, 16.2.
15.30 Uhr
Das Thema „Zwangsarbeit“ an einem außerschulischen Lernort im Geschichts-Unterricht der Sekundarstufen I und II
Der Workshop stellt Lehrerinnen und Lehrern mit einer Power-Point Präsentation die Ausstellung „Zwangsarbeit“ und das zugehörige pädagogische Programm vor. Das zusätzlich gelieferte Unterrichtsmaterial soll die umfassende Vorbereitung des Themas im Unterricht ermöglichen und auch über den Besuch der Ausstellung hinaus Handreichungen zur Bearbeitung des Themas Zwangsarbeit liefern. Anmeldung unter Tel. 0231-6961-211
Holzsandale steht für
Zwangsarbeiter-Schicksal
Holz, Lederreste und ein paar Nägel - daraus besteht die Sandale eines Zwangsarbeiters, der 1944 beim Bau eines Bunkers in Oberhausen eingesetzt war. Wie er hieß, weiß niemand, auch seine Herkunft ist unbekannt. Fest steht, dass er sein Schicksal mit 20 Millionen Menschen teilte, die in Deutschland und den besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkriegs als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisteten. Ihre Geschichte erzählt ab 18. März eine internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Weiter zur Pressemitteilung.